MIN 4, CHI 1

Die Erfolgsserie der Minnesota Wild setzte sich auch am Freitag fort, als das Team im heimischen Xcel Energy Center mit 4:1 gegen die Chicago Blackhawks erfolgreich war. Beim vierten Sieg hintereinander stand erneut das Top-Duo der Wild im Fokus. Mats Zuccarello und Kirill Kaprizov harmonieren hervorragend und sorgen so in jeder Partie für Kopfzerbrechen in den gegnerischen Defensivreihen.

Nach knapp fünf Minuten schlug die Zuccarello-Kaprizov-Connection erstmals zu. Der Norweger in Diensten der Wild stellte auf 1:0. Im Mittelabschnitt legte Zuccarello erst einmal für Kaprizov auf, ehe er, in Überzahl, seinen zweiten Treffer des Abends verbuchen konnte. Den Hattrick perfekt machte der Angreifer dann im Schlussabschnitt, als er erneut von Kaprizov bedient wurde und auf 4:1 stellte.
Mit seinen Punkten verlängerte Zuccarello seine persönliche Punkteserie auf neun Partien. Seit dem 1. Dezember, als er gegen die Edmonton Oilers ein Tor und eine Vorlage sammelte, konnte sich der Angreifer immer auf dem Spielbericht verewigen. In dieser Zeit verbuchte er vier Tore und acht Vorlagen.
Für Zuccarello war es der zweite Hattrick seiner NHL-Karriere. Den ersten erzielte er am 31. Oktober 2015 gegen die Toronto Maple Leafs, damals noch in Diensten der New York Rangers. Er wurde damit zum ersten norwegischen Spieler, dem mehr als ein Drei-Tore-Spiel in der NHL gelang. Espen Knutsen ist der einzige andere in Norwegen geborene Speler mit einem Hattrick (24. Januar 2002 mit CBJ).
Angesprochen auf die Erinnerung an seinen ersten NHL-Hattrick scherzte Zuccarello, dass er sich an drei Treffer erinnern könne und das so lange her sein.

CHI@MIN: Zuccarello führt die Wild zum Sieg

Besonders bemerkenswert werden die Leistungen beim Blick auf das Alter von Zuccarello. Mit 35 Jahren und 106 Tagen löste er Eric Staal als ältester Dreierpacker der Wild-Historie ab. Staal konnte 2018 im Alter von 33 Jahren und 121 Tagen dreifach treffen. Zuccarello konnte sich nach zwei schwierigeren Jahren in Minnesota (2019/20 und 2020/21) schon in der vergangenen Saison in einen Lauf spielen (24 Tore, 55 Vorlagen in 70 Spielen).
Der Grund für den zweiten Eishockeyfrühling von Zuccarello ist Kaprizov. Zwischen ihm und dem russischen Angreifer herrscht fast blindes Verständnis. Dazu kommt mit Sam Steel ein Arbeiter, der seine Aufgabe in der Formation genau kennt. "Ich versuche nur reinzukommen und mein Spiel zu spielen", erklärte er. "Ich versuche Zweikämpfe zu gewinnen und die Pucks für die Beiden frei zu bekommen. Man weiß ja, was sie mit dem Puck anstellen können. Ich versuche es einfach zu halten."
Die Formation hat auch unter den Trainern Eindruck hinterlassen. "Wir wären verrückt, wenn wir diese Reihe im Moment aufbrechen würden", so Dean Evason, der Steel sowohl die Fähigkeiten als auch den Einsatz zusprach, den es für diese Formation benötige. "Er ist derjenige, der zum Tor zieht, wenn sich Zuccarello und Kaprizov den Puck zuspielen. Er macht einen Großteil der harten Arbeit, aber auch die beiden andere kämpfen."
Durch die klare Rollenverteilung schafft es die Formation immer häufiger die Gegner in ihrem Drittel festzuspielen. Vor dem 1:0 gelang genau das für fast eine Minute. Es unterstreicht die Harmonie der Reihe und besonders zwischen Kaprizov und Zuccarello.
Durch die drei Treffer, an denen die beiden gemeinsam beteiligt waren, überholten sie Brayden Point und Nikita Kucherov von den Tampa Bay Lightning unter den stärksten Duos.
Nur Connor McDavid und Leon Draisaitl waren häufiger als die beiden Wild gleichzeitig an einem Treffer beteiligt (37).
Seit dem 8. November konnte punktete immer mindestens Kaprizov oder Zuccarello. Das Duo steht für den Aufschwung in Minnesota. Die Wild blieben konnten die vergangenen sechs Heimpartien siegreich gestalten. Kaprizov punktete in den zurückliegenden elf Heimauftritten.
Zuccarello will den Aufwärtstrend nicht überbewerten: "In einer Saison geht man durch Täler, in denen nicht alles funktioniert und man denkt, dass die Scheibe nicht so springt, wie man es bräuchte. Und dann gibt es die Zeit, in der man sich gut fühlt und Selbstvertrauen hat. Dann springt der Puck wieder in deine Richtung und die Spielzüge funktionieren wieder."
In genau so einer Hochphase befinden sich Zuccarello und die Wild aktuell. Die Erfolge haben sie auf den dritten Rang der Central Division gehoben. Den nächsten Sieg will Minnesota am Sonntag (2 p.m. ET; NHL.tv; 20 Uhr MEZ) einfahren, wenn die Ottawa Senators in St. Paul gastieren.