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Streit über die Herausforderung aus dem Kader gestrichen zu sein

Exklusiv: Pittsburgh Penguins Verteidiger spricht darüber wie schwer es ist, dem Team aus der Distanz zuzusehen

von NHL.com/DE / NHL.com

Der Schweizer Verteidiger Mark Streit erlebt die Stanley Cup Playoffs 2017 nicht wie erwartet auf dem Eis, sondern muss von der Pressetribüne aus, dem Aufeinandertreffen seiner Pittsburgh Penguins und der Washington Capitals in der zweiten Runde der Eastern Conference, zusehen. Er stellte sich exklusiv den Fragen von NHL.com/DE.

Darüber wie schwer es ist von außen das Geschehen zu verfolgen:

Es ist selbstverständlich nicht leicht. Ich kenne das nicht. Aus zwölf Jahren oder so? Doch es ist wie es ist. Ich versuche positiv zu denken und so gut wie möglich meinen Job auf dem Eis zu machen, die Jungs zu unterstützen und jederzeit bereit zu sein. Die Mannschaft spielt ziemlich gut und ich bin hocherfreut, dass wir die erste Runde gewonnen haben [in fünf Spielen gegen Columbus]. Nun kommt [mit Washington] eine große Herausforderung auf uns zu.

Es ist eine schwierige Situation. Aber weißt du was? So ist der Sport. Ich glaube, dass jeder eine andere Aufgabe innerhalb der Mannschaft einnimmt und manche Rollen sind halt härter als andere. Zuzuschauen fällt einem schwer. Wie gesagt, ich möchte positiv denken und bereit sein, denn man weiß nie was passieren wird.

Über die Herausforderung sein Pensum durchzuziehen, obwohl man nicht spielt:

Zuallererst versucht man physisch fit zu bleiben ... Man zieht alle Übungen auf dem und abseits des Eises durch. Man schaut sich die Spiele an, geht zu den Video Meetings, wo es viel zu lernen gibt. Es ist schwer, wenn man keine Spielpraxis hat, doch man verfolgt aufmerksam die Videos, damit man das System kennenlernt und damit man weiß wie man spielen möchte, besonders als Verteidiger. Man möchte in allen Bereichen top und mental zur Stelle sein, sollte man zu einem Einsatz kommen. Das ist eine Herausforderung.

Darüber welche Vorteile es hat aus der Distanz zuzuschauen:

Ich glaube in jedem Sport gehört das zum Lernprozess. Manchmal ist es hart. Manchmal trainiert man während der Spiele, doch man möchte bei so vielen Spielen wie möglich zuschauen und sehen, wie es die Jungs so machen, wie sie spielen und man möchte dabei auch den Gegner etwas analysieren. Man lernt immer vom Zuschauen.

Darüber was er beim Zuschauen der Capitals mitgenommen hat:

Ich habe mir ein paar Spiele gegen Toronto angesehen. Es war eine knappe, eine starke Serie. Sie haben selbstverständlich sehr viel Tiefe in ihren Reihen, vor allem in der Offensive, aber auch in der Verteidigung. Und einen guten Torhüter. Sie verfügen über eine sehr ausgeglichene Mannschaft und über eine Menge Spieler, die in der Offensive richtig gefährlich sind. Wir stehen da einer großen Herausforderung gegenüber. Wir werden unser bestes Eishockey zeigen müssen. Wir haben vor dem Gegner viel Respekt, doch wir haben ebenfalls eine starke Mannschaft und möchten dagegenhalten. Es wird eine ziemlich enge Geschichte, bei der es auf jeden Shift ankommen wird.

Über die Serie zwischen Pittsburgh und Washington im vergangenen Jahr:

Ich habe es mir nicht wirklich angesehen, da wir [Philadelphia Flyers] gegen Washington in der ersten Runde verloren haben. Wenn ich zurückdenke waren wir knapper dran, als es am Ende war. An diesem Punkt braucht man zwei Wochen bis man darüber hinweg ist und man den Kopf wieder frei bekommen hat. Klar habe ich mir die Ergebnisse angeschaut, doch ich habe mir nicht alle Spiele angesehen, da ich zu diesem Zeitpunkt schon in Europa war. Man ist so enttäuscht, dass man einige eishockeyfreie Tage benötigt.

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