"Mein Ziel ist es, in der NHL zu spielen", sagte der 19-jährige Center am Mittwoch. "Ich weiß, wie gut ich bin. Ich weiß, dass ich es schaffen kann. Man muss sich diesen Platz allerdings erst verdienen. Das ist wirklich schwer. Zunächst einmal konzentriere ich mich auf mein Rookie-Camp. Wir haben noch zwei Spiele vor uns. Ich denke nicht zu weit voraus und versuche, jeden Tag mein Bestes zu geben."
Rossi, Gesamtpick Nummer 9 beim NHL-Draft 2020, ist einer von 26 Wild-Talenten, die am Tom Kurvers Prospect Showcase 2021 teilnehmen. Dabei werden am Freitag und am Sonntag zwei Testspiele gegen die Nachwuchsleute der Chicago Blackhawks stattfinden.
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Rossi führte die Ontario Hockey League in der Saison 2019/20 mit 120 Punkten (39 Tore, 81 Assists) aus 56 Spielen für Ottawa an. Aus diesem Grund hatte man ihm schon vorige Spielzeit den Sprung in den NHL-Kader der Wild zugetraut. Da sich der Beginn der NHL-Saison 2020/21 wegen der Coronavirus-Pandemie verzögerte, lieh ihn Minnesota an die ZSC Lions aus der National League aus. Doch Mitte November wurde bei ihm nach einem Spiel in der höchsten Schweizer Profiliga eine COVID-19-Infektion diagnostiziert.
Ende Dezember bestritt er vier Spiele für Österreich bei der IIHF Junioren-Weltmeisterschaft 2021 in Edmonton. Als er Anfang Januar ins Trainingslager der Wild einsteigen wollte, folgte eine weitere Hiobsbotschaft. Die Ärzte stellten bei Rossi eine Herzmuskelentzündung fest. Er kehrte nach Österreich zurück, um sich bei seiner Familie zu erholen, und nahm erst im Juni das Eishockeytraining wieder auf.
"Es war beängstigend", meinte Rossi. "Man hört die Ärzte sagen: Wir wissen nicht, ob Sie jemals Ihr Ziel erreichen oder jemals wieder so sein werden wie früher." Am Anfang habe er sich viele Gedanken gemacht. Auch als die Mediziner signalisierten, dass alles in Ordnung sei, habe er sich noch unsicher gefühlt.
"Etwa alle fünf Tage habe ich einige medizinische Tests gemacht. Nur für meinen Kopf, damit ich wusste, dass ich wirklich gesund bin. Das war mental sehr wichtig für mich. Nun bin ich zu 100 Prozent wiederhergestellt. Ich hatte ein gutes Team und eine Menge guter Ärzte um mich herum, wofür ich sehr dankbar bin", hob der gebürtige Feldkircher hervor.