Vier Erfolgserlebnisse reichen Dallas nicht zum Punkten
Auf der anderen Seite reichten den Gästen aus Texas vier Tore nicht, um etwas Zählbares aus Ohio mitzunehmen. Jason Robertson erzielte ein Tor und gab eine Vorlage, Mikael Granlund verbuchte zwei Assists und Goalie Jake Oettinger brachte es am Ende des Spiels auf 23 Paraden für die Stars (37-19-2). Sie hatten zuvor drei Spiele in Folge gewonnen und in den letzten vier Spielen drei Siege sowie eine Niederlage erzielt, spielten in Columbus aber ihr drittes NHL-Spiel innerhalb von vier Tagen.
„Es fühlt sich an, als würde man die ganze Nacht gegen den Strom schwimmen“, klagte Dallas-Center Matt Duchene nach dem Rückschlag. „Es ist egal, was man tut, aber man muss einen Weg finden, um in solchen Spielen etwas zu erreichen“, meinte er.
Werenskis historische Punkteserie reißt gegen die Stars
Aus Sicht der Blue Jackets hatte der Sieg einen bitteren Beigeschmack, da die Serie von Abwehrspieler Werenski endete, der in den 22 Heimspielen zuvor mindestens jeweils einen Punkt erzielt hatte. Dennoch reichte dieser Scoring-Streak für Werenski, um sich weit vorne in die Geschichtsbücher der Liga einzutragen. Er zog dadurch mit Phil Housley (1991/92) gleich, der die drittlängste Serie dieser Art eines Verteidigers in der NHL-Geschichte vorzuweisen hat. Werenski verbuchte während seiner historisch langen Heimpunktserie 41 Zähler (14 Tore, 27 Vorlagen).
Blue Jackets geben Führung nicht mehr aus der Hand
Marchenko, der nach zuvor drei verpassten Spielen aufgrund eines Kieferbruchs in seinem zweiten Spiel hintereinander wieder mit auf dem Eis stand, brachte Columbus bereits 30 Sekunden nach Beginn des ersten Drittels mit einem Tor nach einem Abpraller mit 1:0 in Führung. Mathieu Olivier erzielte in der 5. Minute das 2:0, indem er einen Schuss von Damon Severson in die Maschen abfälschte und damit seine 17 Spiele andauernde Torflaute beendete.
Die beiden Erfolgserlebnisse im ersten Spielabschnitt bestätigen den Ruf der Blue Jackets als Frühstarter. Es waren die Treffer 60 und 61 in den ersten 20 Minuten eines Spiels in der Saison 2024/25, die Columbus gelangen. Zu Beginn des Spiels hatten nur die Buffalo Sabres (67), Washington Capitals (64) und Tampa Bay Lightning (60) mindestens 60 Treffer im ersten Drittel erzielt.
Dieser früh herausgeschossene Vorsprung blieb Columbus über den gesamten Rest der Spielzeit erhalten, auch wenn letztendlich erst Fantilli mit seinem Tor 32 Sekunden vor dem Ende für die endgültige Entscheidung sorgte. Nach dem ersten Drittel führten die Blue Jackets mit 2:1, nach 40 Minuten mit 4:3.
Fantilli gibt sich kämpferisch, Coach Evason verteilt Lob
Dementsprechend groß war die Erleichterung nach der Schlusssirene. „Wir müssen jedes Spiel so angehen, als wäre es ein Playoff-Spiel, um es zu schaffen, und das war unser Ziel“, zeigte sich Fantilli kämpferisch. „Wir haben an uns geglaubt und wollen immer genauso anfangen wie heute Abend - und das über das ganze Spiel hinweg jede einzelne Nacht fortsetzen.“
„Wir haben uns gut geschlagen. Es war ein wirklich gutes Eishockeyspiel“, befand der Trainer von Columbus, Dean Evason, rückblickend. „Natürlich freuen wir uns über das Ergebnis, aber wichtig war auch, dass wir zum größten Teil heute richtig gut gespielt haben“, so der Coach.
Gelingt es den Blue Jackets auch in den kommenden beiden Spielen gegen Detroit weiterhin auf der Erfolgswelle zu schwimmen, dürfte die Laune in Columbus und Umgebung noch ein Stück besser werden.