Auch dank der in dieser Saison nochmals stark verbesserten Leistungen ihres Stürmers Kirill Marchenko läuft es in diesen Tagen bei den Columbus Blue Jackets überraschend gut. Am Dienstag besiegten die Blue Jackets in der heimischen Nationwide Arena die Dallas Stars mit 6:4.

„Wir spielen in jedem Spiel unseren Stil“, freute sich Marchenko nach dem Spiel. „Wir finden immer wieder gute Möglichkeiten, Tore zu erzielen. Das war heute einfach wieder ein unterhaltsames und schönes Spiel. Jeder genießt diesen Moment, und wenn man gewinnt, hat man eigentlich immer sehr viel Spaß“, fügte er gut gelaunt hinzu.

Marchenko blüht in Columbus auf

Kein Wunder, denn Marchenko erzielte gegen Dallas zwei Treffer und einen Assist. Mit nun 59 Punkten aus 55 Einsätzen in der Saison 2024/25 setzt der Flügelstürmer für sich neue Maßstäbe in Ohio. Mit jetzt schon 23 Toren hat er bereits seine persönliche Bestmarke an Erfolgserlebnissen, die er in der Vorsaison nach 78 Hauptrundenspielen erreicht hatte, übertroffen. Zusammen mit seinem Teamkollegen Zach Werenski (18 Tore und 44 Vorlagen aus 57 Spielen) führt Marchenko die Offensivausbeute der Blue Jackets zu ungeahnten Höhen.

DAL@CBJ: Marchenko baut die Führung im Slot aus

Offensivausbeute der Blue Jackets beeindruckt

Mit 3,29 Toren pro Begegnung im Schnitt rangiert die Offensivausbeute der Blue Jackets ligaweit auf einem beeindruckenden fünften Platz. In der Tabelle belegen die Blue Jackets mit einer Bilanz von 28-22-8 und 64 Punkten den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference. Zu den vor ihnen stehenden Detroit Red Wings fehlen derzeit nur zwei Zähler.

Damit ist der Rahmen für ein interessantes Kräftemessen im Rahmen der Navy Federal Credit Union NHL Stadium Series 2025 am Samstag gegen eben jene Red Wings im Ohio Stadium unter freiem Himmel schon jetzt bereitet, auch wenn sich beide Teams zuvor noch am Donnerstag (7 p.m. ET; Fr. 1 Uhr MEZ; NHL.tv) in Detroit in der Little Caesars Arena gegenüberstehen werden.

Auch Provorov und Fantilli überzeugen gegen Dallas

Mit seinen drei Scorerpunkten beim Erfolg gegen die Stars am Dienstag legte Marchenko bereits eine gute Grundlage für den Sieg gegen die Texaner und trug dazu bei, die aussichtsreiche Tabellensituation zu festigen. Neben dem im NHL Draft 2018 an Position 49 von den Blue Jackets ausgewählten Angreifer glänzten gegen die Stars in erster Linie Ivan Provorov und Adam Fantilli, die jeweils einen Treffer und einen Assist zum Heimsieg beisteuerten. Dmitri Voronkov verbuchte zwei Vorlagen für die Blue Jackets, die damit zwei Siege in Folge errungen haben. Torhüter Elvis Merzlikins zeigte 19 Paraden.

CBJ Fantilli

Vier Erfolgserlebnisse reichen Dallas nicht zum Punkten

Auf der anderen Seite reichten den Gästen aus Texas vier Tore nicht, um etwas Zählbares aus Ohio mitzunehmen. Jason Robertson erzielte ein Tor und gab eine Vorlage, Mikael Granlund verbuchte zwei Assists und Goalie Jake Oettinger brachte es am Ende des Spiels auf 23 Paraden für die Stars (37-19-2). Sie hatten zuvor drei Spiele in Folge gewonnen und in den letzten vier Spielen drei Siege sowie eine Niederlage erzielt, spielten in Columbus aber ihr drittes NHL-Spiel innerhalb von vier Tagen.

„Es fühlt sich an, als würde man die ganze Nacht gegen den Strom schwimmen“, klagte Dallas-Center Matt Duchene nach dem Rückschlag. „Es ist egal, was man tut, aber man muss einen Weg finden, um in solchen Spielen etwas zu erreichen“, meinte er.

Werenskis historische Punkteserie reißt gegen die Stars

Aus Sicht der Blue Jackets hatte der Sieg einen bitteren Beigeschmack, da die Serie von Abwehrspieler Werenski endete, der in den 22 Heimspielen zuvor mindestens jeweils einen Punkt erzielt hatte. Dennoch reichte dieser Scoring-Streak für Werenski, um sich weit vorne in die Geschichtsbücher der Liga einzutragen. Er zog dadurch mit Phil Housley (1991/92) gleich, der die drittlängste Serie dieser Art eines Verteidigers in der NHL-Geschichte vorzuweisen hat. Werenski verbuchte während seiner historisch langen Heimpunktserie 41 Zähler (14 Tore, 27 Vorlagen).

Blue Jackets geben Führung nicht mehr aus der Hand

Marchenko, der nach zuvor drei verpassten Spielen aufgrund eines Kieferbruchs in seinem zweiten Spiel hintereinander wieder mit auf dem Eis stand, brachte Columbus bereits 30 Sekunden nach Beginn des ersten Drittels mit einem Tor nach einem Abpraller mit 1:0 in Führung. Mathieu Olivier erzielte in der 5. Minute das 2:0, indem er einen Schuss von Damon Severson in die Maschen abfälschte und damit seine 17 Spiele andauernde Torflaute beendete.

Die beiden Erfolgserlebnisse im ersten Spielabschnitt bestätigen den Ruf der Blue Jackets als Frühstarter. Es waren die Treffer 60 und 61 in den ersten 20 Minuten eines Spiels in der Saison 2024/25, die Columbus gelangen. Zu Beginn des Spiels hatten nur die Buffalo Sabres (67), Washington Capitals (64) und Tampa Bay Lightning (60) mindestens 60 Treffer im ersten Drittel erzielt.

Dieser früh herausgeschossene Vorsprung blieb Columbus über den gesamten Rest der Spielzeit erhalten, auch wenn letztendlich erst Fantilli mit seinem Tor 32 Sekunden vor dem Ende für die endgültige Entscheidung sorgte. Nach dem ersten Drittel führten die Blue Jackets mit 2:1, nach 40 Minuten mit 4:3.

Fantilli gibt sich kämpferisch, Coach Evason verteilt Lob

Dementsprechend groß war die Erleichterung nach der Schlusssirene. „Wir müssen jedes Spiel so angehen, als wäre es ein Playoff-Spiel, um es zu schaffen, und das war unser Ziel“, zeigte sich Fantilli kämpferisch. „Wir haben an uns geglaubt und wollen immer genauso anfangen wie heute Abend - und das über das ganze Spiel hinweg jede einzelne Nacht fortsetzen.“

„Wir haben uns gut geschlagen. Es war ein wirklich gutes Eishockeyspiel“, befand der Trainer von Columbus, Dean Evason, rückblickend. „Natürlich freuen wir uns über das Ergebnis, aber wichtig war auch, dass wir zum größten Teil heute richtig gut gespielt haben“, so der Coach.

Gelingt es den Blue Jackets auch in den kommenden beiden Spielen gegen Detroit weiterhin auf der Erfolgswelle zu schwimmen, dürfte die Laune in Columbus und Umgebung noch ein Stück besser werden.

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