Angesprochen auf die sehr gute Stimmung in der Lanxess Arena geriet er regelrecht ins Schwärmen. "Es macht immer sehr viel Spaß hier zu spielen, wenn die Halle voll ist. Mich hat das heute ein Stück weit an die Heim-WM erinnert", so Müller gegenüber NHL.com/de.
Zu hoch aufhängen wollte er den Achtungserfolg gegen das NHL-Team jedoch nicht: "Wir haben schon am Sonntag in München gut gespielt. Ich meine, wir sollten vorsichtig mit der Einordnung dieses Spiels heute sein. Allerdings haben wir die Latte für uns selber damit jetzt schon ziemlich hochgelegt", lächelte Müller verschmitzt.
Auch Trainer Peter Draisaitl wirkte nach der knappen Pleite regelrecht erleichtert. "Mir persönlich fiel das Spiel heute leichter als ich vorher gedacht hätte. Ich meine, aus irgendeinem Grunde sind die Oilers ja mein Lieblingsteam in der NHL (lacht). Es ist schon eine komische Situation, wenn man das Team trainiert, das gegen den eigenen Sohn spielt. Natürlich wünsche ich ihm immer viel Glück vor den Spielen. Am Ende waren wir alle zufrieden heute, denke ich. Leon hat seinen Punkt erzielt, wir haben für unsere Leistung auch einen bekommen. Das passt schon so", resümierte der Coach zufrieden.
Ähnliches: [Strome schießt Siegtor in der Verlängerung\]
In Bezug auf die Bedeutung dieses Spiels für die Entwicklung seiner Mannschaft merkte er an: "Für uns war das im Rückblick schon ein sehr wichtiger und guter Abend. Schon in der Liga haben wir zuletzt in München gut gespielt, konnten heute weiteres frisches Selbstvertrauen sammeln. Schön zu sehen, dass wir gegen solche Top-Mannschaften mithalten können. Daraus können wir für die nächsten Spiele hoffentlich Selbstvertrauen mitnehmen. Wir haben vieles richtig gemacht gegen die Jungs aus Edmonton."
Der Start gefiel dem Übungsleiter jedoch gar nicht, wie er anmerkte: "Nach dem ersten Drittel haben wir erst so richtig gemerkt, dass wir uns durchaus mehr zutrauen können gegen die Oilers. Zum Glück konnten wir das danach entsprechend umsetzen. Unser Puck-Management hat sich nach den ersten 20 Minuten deutlich verbessert."
Beteilige Dich auf Twitter unter [#NHLGlobalSeries]
Strahlen konnte auch der erst 19-jährige Torhüter Hannibal Weitzmann, der nachdem er zum zweiten Drittel auf das Eis kam, einige herausragende Aktionen zeigen konnte. "Wir sind heute alle ein Stück weit über uns hinaus gewachsen. Es war ein besonderes Event. Jeder hat alles gegeben. Und obwohl ein spielerischer Unterschied da war, hat der Zuschauer schon gesehen, dass wir auch Eishockey spielen können. Die Stimmung in der Arena war heute unglaublich. Bei meinem ersten Spiel in der Lanxess Arena direkt vor ausverkauftem Haus gegen eine NHL-Mannschaft spielen zu dürfen, das war unglaublich", meinte Weitzmann gegenüber NHL.com/de.