"Keith war exzellent", lobte auch Trainer John Hynes den Torwart nach dem Spiel gegen Pittsburgh. "Er machte in letzter Zeit einige unglaubliche Saves. Es ist schwierig ein Team wie Pittsburgh zu schlagen... Sie sind so dynamisch. Sie haben so viele Mittel in ihrem Kader. Man weiß einfach, dass sie gute Szenen haben werden, egal was man macht. Keith hat einige wirklich wichtige und beeindruckende Saves gezeigt."
Dabei war Kinkaid zu Beginn der Saison alles andere als gesetzt. Er startete die Saison, wie schon in den letzten drei Jahren, als Ersatztorwart hinter der Nummer eins Cory Schneider. Doch Schneider verletzte sich am 23. Januar an der Hüfte, so bekam Kinkaid eine Chance sich zu beweisen.
"Als Cory sich verletzte, musste Keith wirklich eine große Last schultern", erklärte Hynes. "Ich glaube, zu Beginn der Saison war er etwas frustriert. Cory hatte eine starke Phase und wir haben voll auf ihn gesetzt. Keith begann gut und hatte dann ein paar Probleme als Nummer eins im Tor und er hat viel daraus gelernt. Sein mentaler Fokus in jedem Spiel ist vorbildlich. Auch wie er sich an den Tagen zwischen den Spielen psychisch und physisch vorbereitet ist beeindruckend."
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Seit der All-Star-Pause hat Kinkaid nun eine Statistik von 13-5-0, seit dem 13. Februar verbesserte er sich sogar auf 11-3-0, bei einer Fangquote von 92,9% und einem Gegentorschnitt von 2,68. Mit dieser Leistung lief er Schneider mittlerweile den Rang ab und wurde bisher in 35 Partien eingesetzt, so oft wie nie zuvor in seiner Karriere. Gegen die Lightning holte er nun seinen 21. Sieg der Saison, ebenfalls ein Novum für den 28-jährigen Amerikaner. Seine vorherige Bestmarke waren neun Siege in der Saison 2015/16. Nun ist er erst der vierte Torwart der Devils seit der Saison 1994/95, der die Marke von 20. Siegen knackt. Vor ihm gelang dies Martin Brodeur, Scott Clemmensen und Schneider.
"Man lernt jedes Jahr dazu", sagte Kinkaid nach seinem Shutout gegen die Los Angeles Kings am 17. März. "Man wird reifer in seiner Spielweise. Im Laufe der Karriere findet man mehr über sich selbst heraus. Ich fühle mich im Moment wirklich gut, habe eine starke Phase und kann das hoffentlich auch fortsetzen."
Sollten die Devils die Playoffs erreichen, haben sie das auch ihrem Ersatztorwart zu verdanken, der in der Form seines Lebens ist und dem Team einen sicheren Rückhalt bietet. Er nutzte den verletzungsbedingten Ausfall Schneiders, verhalf seinem Team zum Erfolg und machte dabei noch Werbung in eigener Sache. Mit seinen starken Auftritten konnte er beweisen, dass er die Qualität zum Stammtorwart in der NHL hat.