Als Fiala 1996 in St. Gallen zur Welt kam, schien es utopisch, dass ein Schweizer an einem solchen Event teilnehmen könnte. Damals war nur ein einziger Eidgenosse in der NHL aktiv, der in Kanada geborene Paul Di Pietro. Er bestritt für die Toronto Maple Leafs 20 Spiele und erzielte vier Tore und vier Assists.
Fiala wurden die Schlittschuhe aber bereits in die Wiege gelegt. Seine Eltern waren aus Tschechien in die Schweiz gekommen, wo sein Vater für den EHC Uzwil spielte. Die tschechischen Wurzeln und die Karriere seines Vaters hatten definitiv einen Einfluss auf Fialas weiteren Werdegang.
"Früher habe ich mich auch mit dem tschechischen Team verbunden gefühlt, aber jetzt ist die Schweiz einfach meine Heimat", erklärte der Stürmer der Los Angeles Kings beim NHL All-Star Media Day. Auch wenn die Schweiz für ihn heute über allem steht, macht sich seine Herkunft auf dem Eis im NHL-Alltag immer noch bemerkbar.
"Mein Tschechisch ist nicht mehr perfekt, weil ich es nicht so oft spreche, aber ich kann mich immer noch unterhalten", ließ er wissen. "Ich versuche, auf dem Eis auch immer mit den Tschechen zu sprechen, davon sind sie oft überrascht... Ich kann auf dem Eis auch ihre Gespräche untereinander verstehen. Ich weiß nicht, ob mir das hilft, sie zu stoppen, aber ich kriege auf jeden Fall etwas mit."
Mittlerweile ist Fiala eines der Aushängeschilder der stark gewachsenen Eishockeybegeisterung und guten Nachwuchsarbeit in der Schweiz. Über Stationen bei den Malmö Redhawks und HV 71 in Schweden, ging es für ihn 2015 in die NHL, nachdem die Nashville Predators ihn in der ersten Runde des NHL Draft 2014 an elfter Stelle gewählt hatten.
In der Saison 2016/17 durfte er den ersten großen Durchbruch feiern, als er für die Predators 54-Mal zum Einsatz kam und 16 Punkte (11 Tore, 5 Assists) erzielte. In den folgenden beiden Jahren gelangen ihm in 144 weiteren Partien für Nashville 80 Punkte (33 Tore, 47 Assists).