Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Boston Bruins und den Vegas Golden Knights

Es läuft einfach! Die Boston Bruins haben unter ihrem deutschen Trainer Marco Sturm offenbar eine ihrer alten Stärken wiedergefunden, nämlich die Heimstärke. Zu Beginn der Saison 2026/27 wird der TD Garden immer mehr zu einem schwierigen Ort für die Gäste. Mit dem jüngsten 3:2-Sieg nach Penaltyschießen gegen die Vegas Golden Knights feierte Boston am Montag schon den sechsten Heimsieg in Folge. Damit zeigen die Bruins klar, dass sie zu Hause im Moment zu den besten Mannschaften der Liga zählen.

Für Sturm ist diese Entwicklung ein gutes Zeichen. Nach einer schwierigen Phase sollte das Team unter seiner Führung wieder mehr Stabilität und Selbstvertrauen zeigen. Zumindest zu Hause gelingt das der Mannschaft im Moment sehr gut.

Sechs Heimsiege in Folge: Der TD Garden wird zum Erfolgsfaktor

Der jüngste Erfolg gegen Vegas war jedoch alles andere als einfach. Boston erspielte sich zuerst eine bequeme 2:0-Führung. Danach musste das Team aber den Ausgleich hinnehmen. Am Ende brauchte Boston das Penaltyschießen, um den sechsten Heimsieg in Folge zu schaffen. David Pastrnak wurde dabei zum entscheidenden Mann. Der tschechische Stürmer traf sehenswert, indem er den Puck erst von der Rückhand auf die Vorhand legte und dann an Vegas-Torhüter Carter Hart vorbeischob.

Dass die Bruins, bei denen JJ Peterka 19:24 Minuten Eiszeit erhielt, aber punktlos blieb, inzwischen auch solche Spiele gewinnen, dürfte Sturm besonders freuen. Schließlich hatte seine Mannschaft bereits am Samstag gegen die Chicago Blackhawks einen spektakulären 5:4-Erfolg nach Verlängerung gefeiert. Zwei enge Partien innerhalb weniger Tage. Zweimal behielt Boston die Nerven.

„Es ist gut“, sagte Morgan Geekie danach. Das Team habe gewusst, dass Vegas eine starke Mannschaft sei. Immerhin hatte Vegas im vergangenen Jahr das Stanley Cup Finale erreicht. Deshalb waren diese beiden Erfolge besonders wertvoll. „In dieser Liga ist es am Ende egal, wie man die Punkte holt. Punkte sind Punkte“, fasste Geekie zusammen.

Die Bruins stehen nach 16 Saisonspielen mit einer Bilanz von 11-4-1 sehr gut da. Vor allem ihre Leistung im eigenen Stadion fällt auf. Sie haben sechs Heimspiele in Folge gewonnen. Damit gehören sie jetzt zur Spitzengruppe der Liga. Nur die Tampa Bay Lightning und die New York Rangers können in dieser Saison vor den eigenen Fans eine ähnliche Serie vorweisen.

VGK@BOS: Hagens gelingt die Führung

Junge Spieler und erfahrene Leistungsträger liefern

Ein wichtiger Teil des bisherigen Erfolgs von Boston ist die Mischung aus erfahrenen NHL-Spielern und vielversprechenden jungen Talenten. Im Spiel gegen Vegas erzielte ausgerechnet der erst 19-jährige James Hagens das erste Tor. Der junge Stürmer traf in der siebten Minute des ersten Drittels nach einer schönen Vorlage von Elias Lindholm. Lindholm spielte den Puck von hinter dem Tor in den Slot.

Für Hagens war es schon das sechste Tor in dieser Saison. Besonders auffällig ist, dass in letzter Zeit bei den Bruins nur zwei Jugendliche einen ähnlichen Wert geschafft haben. Tyler Seguin und David Pastrnak waren die letzten jungen Spieler aus Boston, die vor ihrem 20. Geburtstag mindestens sechs Tore in einer Saison geschossen haben.

Hagens scheint sich immer mehr an das Niveau der NHL zu gewöhnen. In seinen letzten sieben Spielen schoss er vier Tore. „Von Tag zu Tag fühlt man sich wohler“, sagte der junge Stürmer. Das liege vor allem an seinen Mitspielern, die ihn in der Mannschaft sehr freundlich aufgenommen hätten. „Es macht Spaß, hier zu sein.“

Neben Hagens sorgte auch Geekie für einen wichtigen offensiven Impuls. Der Angreifer erhöhte im zweiten Drittel während einer fünfminütigen Überzahl auf 2:0. Pastrnak und Pavel Zacha bereiteten den Treffer gut vor. Für Geekie, der in der vergangenen Spielzeit mit 39 Toren einen persönlichen NHL-Rekord aufgestellt hatte, war es der dritte Saisontreffer und zudem das zweite persönliche Erfolgserlebnis innerhalb von zwei Spielen.

Pastrnak erreichte bei dieser Gelegenheit auch einen besonderen Meilenstein. Seine Vorlage war schon sein 300. Powerplay-Punkt in der NHL-Karriere. Mit 135 Toren und 165 Assists in Überzahlsituationen zählt er zu einer kleinen Gruppe. In der Geschichte der Boston Bruins haben nur sechs Spieler diese Marke geschafft.

VGK@BOS: Pastrnak trifft als einziger im Shootout

Swayman hält Boston im Spiel – Vegas kommt zurück

Die Bruins mussten am Ende trotzdem noch zittern. Das lag vor allem daran, dass die Gäste besser wurden. Vegas ließ sich auch von einem Zwei-Tore-Rückstand zwischendurch nicht entmutigen. Das Team kämpfte sich Schritt für Schritt zurück ins Spiel.

Mark Stone verkürzte in der 15. Minute des zweiten Drittels in Überzahl auf 1:2. Der Kapitän der Golden Knights reagierte nach einem abgewehrten Schuss von Tomas Hertl am schnellsten und verwertete den Abpraller. Im letzten Drittel gelang Trevor Connelly schließlich der Ausgleich. Nach einem Pass von Noah Hanifin traf er aus spitzem Winkel auf der linken Seite (48.).

Boston musste damit erneut beweisen, dass es auch unter Druck bestehen kann. Torhüter Jeremy Swayman spielte dabei eine wichtige Rolle. Mit 21 Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel. So ermöglichte er es den Bruins, sich schließlich doch noch den Zusatzpunkt zu sichern.

Sturm darf auf eine stabile Entwicklung hoffen

Für Coach Sturm ist es wohl am wichtigsten, dass seine Mannschaft jetzt verschiedene Wege findet, Spiele zu gewinnen. Die Bruins zeigen gute Leistungen im Angriff, haben Spieler mit besonderen Fähigkeiten und wirken gleichzeitig widerstandsfähiger. Besonders die beiden letzten Heimsiege gegen Chicago und Vegas zeigen das gut.

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