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Mit JJ Peterka hat sich ein weiteres deutsches Talent in der NHL festgespielt. Der Flügelstürmer ist in dieser Saison ein fester Bestandteil der Buffalo Sabres und trat nicht nur als harter Arbeiter, sondern auch als Scorer in Erscheinung. Der 20-jährige Münchner sprach mit NHL.com/de über seinen Saisonstart, seine Weiterentwicklung zum Kreativspieler und die Vorfreude auf prominente Gegenspieler.

Vom Motor zum kreativen Spielmacher mit Abschlussqualitäten
Peterka wurde im NHL Draft 2020 in der 2. Runde an insgesamt 34. Stelle von den Sabres ausgewählt. Buffalo wollte den Deutschen unbedingt haben, weshalb sie eben dieses Wahlrecht via Trade von den San Jose Sharks akquirierten. Nach einem weiteren Jahr beim EHC Red Bull München in der DEL (30 Spiele, 9-11-20) wechselte Peterka in die Organisation der Sabres.
Die Saison 2021/22 lief der 1,80 Meter große und 87 Kilogramm schwere Linksschütze vor allem für das Farmteam Rochester Americans in der AHL auf. Dabei wusste der Angreifer mit 68 Scorerpunkten (28 Tore, 40 Assists) in 70 Spielen zu gefallen und erhielt den Call-up aus der NHL. Am 29. Dezember 2021 debütierte Peterka für Buffalo (3:4 gegen die New Jersey Devils) und stand auch tags darauf wieder in der Aufstellung (1:4 bei den New York Rangers). Den Rest der Saison verbrachte er wieder in der AHL, wo er fleißig Punkte sammelte und auch sein Spiel auf ein neues Niveau hob.
"Ich glaube, es ist gut, ein Zwei-Wege-Spieler zu sein, aber du musst auch ein bisschen mehr bringen, um speziell zu sein", sagt Peterka. "Das ist mir schon vor zwei, drei Jahren aufgefallen, als ich Profi geworden bin, dass ich mich in einigen Punkten verbessern muss. Ich kann ja ein Zwei-Wege-Stürmer bleiben, aber ich muss gewisse Sachen dazubekommen."

BUF@EDM: Peterka verwandelt seinen Alleingang

Peterka war schon immer ein Motor auf dem Eis, der viel Schlittschuh läuft und hart arbeitet. Nun aber sind auch Elemente eines Spielmachers in seinem Spiel zu erkennen. Der Flügelstürmer agiert viel kreativer. "Ich würde sagen, dass vor allem das Playmaking in den letzten Jahren um einiges besser geworden ist. Auch die Chancenverwertung ist nach oben gegangen", findet er.
Tor-Premiere beim Eröffnungsspiel
Auch deshalb führte zum Start der NHL-Saison 2022/23 an Peterka kein Weg vorbei. In den ersten sieben Spielen war der Deutsche in der dritten Sturmreihe der Sabres gesetzt und bildet bis heute ein festes Duo mit Dylan Cozens. Beim dritten Angreifer in dieser Linie probierte Buffalos Trainer Don Granato einiges aus, mal mit Peyton Krebs, mal mit Victor Olofsson.
"Ich glaube, mit unserem Speed und unserem Umschaltspiel können wir unsere Gegner überraschen", hebt Peterka die Tempo-Vorteile seiner Reihe hervor. "Jeder bringt seinen Teil in diese Reihe ein. Ich bringe Speed, hartes Arbeiten und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor mit. Cozens hat auch viel Geschwindigkeit und ist brutal am Arbeiten, hinten und vorne, und findet seine Mitspieler."
Gleich im ersten Saisonspiel der Sabres (4:1 gegen die Ottawa Senators) war diese gute Chemie zu sehen: Peterka spielte einen Doppelpass mit Cozens und erzielte das erste Tor seiner NHL-Karriere. In den folgenden Spielen folgten weitere Scorerpunkte, sodass er mittlerweile bei vier Punkten (zwei Tore, zwei Assists) nach sieben Spielen steht.

OTT@BUF: Peterka erzielt im 2. Drittel den Ausgleich

"Ich habe einen Traumstart erwischt", blickt Peterka zufrieden zurück. "Ich hatte auch in den letzten Spielen viele Chancen, war aber ein wenig unglücklich vor dem Tor und habe den Puck nicht reinbekommen. Insgesamt bin ich aber schon sehr zufrieden. Ich hatte es nicht so erwartet, denn normalerweise hat es immer etwas gedauert, bis ich mich an eine neue Liga gewöhne. Doch das Jahr in der AHL hat mir sehr geholfen, mich auf die NHL vorzubereiten."
Besondere Duelle mit Stützle und Draisaitl - Vorfreude auf Kane, Crosby und Seider
Zu den bisherigen Saison-Höhepunkten zählen für Peterka die Spiele gegen seine Landsmänner: Sowohl gegen Tim Stutzle und die Ottawa Senators (4:1) als auch auswärts gegen Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers (4:2) konnte Buffalo gewinnen.
"Leon kannte ich gar nicht persönlich, deswegen haben wir während des Spiels gar nicht so viel geredet. Er hat mir aber mal mit dem Schläger einen Klaps auf den Po gegeben", lacht Peterka. "Timmy kenne ich dagegen schon länger. Wir mussten bei jedem Bully grinsen, das war sehr lustig und hat viel Spaß gemacht."
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Auf dem Spielplan stehen nun weitere Highlights: Am Samstag geht es gegen die Chicago Blackhawks und Patrick Kane, am Montag gegen die Detroit Red Wings und Moritz Seider und am Mittwoch gegen die Pittsburgh Penguins und Sidney Crosby.
"Ich freue mich auf Seider. Das wird cool", grinst Peterka. "Auch die Spiele gegen Crosby und Kane werden richtig geil. Es macht einfach richtig Spaß, gegen sie zu spielen."