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Perfekter Einstand von Neal in Edmonton

Der Stürmer erfüllt die Anforderungen der Oilers und stellte sogar eine Franchise-Bestmarke auf

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Das hatten sich die Verantwortlichen bei den Edmonton Oilers genau so vorgestellt, als sie sich am 19. Juli dieses Jahres, die Dienste von James Neal sicherten. Sie wünschten sich neben ihren Top-Leuten, Connor McDavid und Leon Draisaitl, weitere Spieler, die das Punkten im Blut haben.

Im Tausch gegen Stürmer Milan Lucic und einem Drittrunden-Zugrecht beim NHL Draft 2020 kam der 32-jährige Flügelstürmer von den Calgary Flames zu den Oilers, bei denen er mit seiner Erfahrung für etwas mehr Scoring-Touch in der Tiefe sorgen soll. Bei der Verpflichtung von Neal handelte es sich um einen riskanten Deal, denn bei den Flames hatte sich der zuvor zehnfache 20-Tore-Mann nicht zurecht gefunden. Nachdem er in jeder seiner ersten zehn Spielzeiten zwischen 21 und 40 Tore sowie zwischen 36 und 81 Scorerpunkte für die Dallas Stars, Pittsburgh Penguins, Nashville Predators und Vegas Golden Knights erzielt hatte, wurde Neal in Calgary nicht heimisch. Mit sieben Tore und zwölf Assists in 63 Partien lieferte er 2018/19 die schlechteste Performance seiner elfjährigen NHL-Karriere ab und blieb deutlich hinter dem, was von ihm erwartet wurde.

Video: EDM@NYI: Neal schießt vier Tore gegen Islanders

Und nun? In den Rekordbüchern der Oilers taucht überwiegend ein Name auf, der von Wayne Gretzky, doch das, was Neal zum diesjährigen Saisonstart abgeliefert hat, ist selbst 'The Great One' für Edmonton nicht gelungen. Gretzkys Bestleistung in den ersten drei Saisonspielen waren 1983/84 vier Treffer.

Nachdem Neal bereits am vergangenen Samstag in der Heimpartie gegen die Los Angeles Kings als Doppeltorschütze auf sich aufmerksam gemacht hatte, legte er am Dienstag beim Gastauftritt im Nassau Veterans Memorial Coliseum von Uniondale weitere vier Tore drauf. Die Oilers gewannen die Partie gegen die New York Islanders mit 5:2, weisen nach drei Spieltagen eine makellose Bilanz von 3-0-0 aus und Neal sicherte sich einen Platz in der Historie des Klubs, als erster Spieler, der sechs Tore in drei Spielen zum Saisonauftakt markierte.

"Das ist definitiv ziemlich cool. Es fühlt sich gut an, das Jersey der Oilers anzuziehen und ich liebe es, wie unsere Mannschaft bisher spielt", freute sich Neal nach seiner 4-Tore-Partie in Uniondale.

Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig es ist, dass die Chemie in einer Mannschaft stimmt. Es hat den Anschein, dass Neal nach seiner Seuchen-Saison im Jahr zuvor, ein Team gefunden hat, dessen Spielsystem ihm entgegenkommt. Unabhängig davon, ob er zusammen mit dem Slowaken Tomas Jurco und dem Center Ryan Nugent-Hopkins in einer Reihe spielt oder in der Powerplay-Formation mit Oilers' Aushängeschildern McDavid und Draisaitl steht, Neal fühlt sich pudelwohl.

 

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Die Mannschaft setzt das um, was Trainer Dave Tippett von ihr erwartet.

"Das war das beste Spiel, das wir bisher bestritten haben. Es ging in Richtung des Mannschaftsspiels, nach dem wir suchen. Wir haben wirklich hart gearbeitet, wir haben den Puck die meiste Zeit ziemlich gut gehandhabt, wir spielten diszipliniert und auch das Powerplay war ziemlich gut", meinte Tippett, dem man, auch aufgrund der zwei Überzahltreffer von Neal, ohne Einschränkung zustimmen muss.

Tippett ließ es sich nicht nehmen, seinem Neuzugang ein Sonderlob zukommen zu lassen: "Er hat seinen Groove gefunden. Er hatte elf oder zwölf Abschlüsse. Es ist klasse für ihn, dass welche reingingen. Er ist ein Spieler, der stets unter Spannung steht. Er half unserer Gruppe nicht nur ein paar Tore zu schießen, sondern er half auch, dass mehr Leben in die Kabine kam. Ich freue mich sehr, dass er das so gut macht."

Video: WPG@EDM: Neal bezwingt Poolman

Edmontons sportlicher Leitung muss man große Anerkennung zukommen lassen, da sie erkannt hat, dass Neal eine Führungspersönlichkeit darstellt, die ihr Team dringend benötigte, und dass er noch immer jener Spielertypus aus der Zeit in Vegas ist, als er mit 44 Punkten (25 Tore, 19 Assists) in der regulären Saison und elf Punkten (sechs Tore, fünf Assists) in 20 Playoff-Partien das Franchise im ersten Jahr nach der Gründung bis in das Stanley Cup Finale führte.

"Man will selbstverständlich mit bewandten Spielern spielen. Diese Jungs sind auf einem anderen Level, dementsprechend bereitet es mir wirklich Spaß, mit ihnen zu spielen und sie kennenzulernen. Sie sind einfach unglaublich da draußen", fand Neal anerkennende Worte für seine Mitspieler.

Ihren nächsten Auftritt haben die torhungrigen Oilers am Donnerstag bei den New Jersey Devils im Prudential Center von Newark (Fr. 1 Uhr MESZ; NHL.tv).

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