Tobias Rieder

International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de, in der über Spieler mit NHL-Bezug aus den wichtigen europäischen Ligen berichtet wird. Dabei richtet sich der Fokus auf Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

In den Playoffs der PENNY DEL und der Schweizer National League geht es weiter hoch her. Mit Tobias Rieder vom EHC Red Bull München, Marc Michaelis von den Adler Mannheim und Christoph Bertschy von Fribourg-Gottéron sorgten in den vergangenen Tagen drei frühere NHL-Profis als Torschützen für Aufsehen.

Rieder scort munter weiter

Tobias Rieder vom EHC Red Bull München ist in den Playoffs der Penny DEL nicht zu stoppen. Bei allen sieben Partien seiner Mannschaft trug er sich als Scorer in den Spielberichtsbogen ein. Mit sechs Treffern ist er erfolgreichster Torjäger und mit zehn Zählern der drittbeste Punktesammler in der laufenden Endrunde.

Zunächst trug der Angreifer seinen Teil dazu bei, dass die Red Bulls die zwei noch fehlenden Siege in der Viertelfinalserie gegen den ERC Ingolstadt unter Dach und Fach brachten. Zum 6:3 in Spiel 5 vor eigenem Publikum am Donnerstag vor einer Woche und zum 7:3 in Spiel 6 zwei Tage später bei den Donaustädtern traf er jeweils einmal ins Schwarze.

Tobias Rieder

Während der gesamten Serie zeigte sich Rieder als gnadenloser Vollstrecker. Von seinen 22 Schüssen auf den Kasten der Ingolstädter zappelten sechs im Netz. Das entspricht einer herausragenden Erfolgsquote von 27,27 Prozent.

„Ich versuche, so gut wie es geht, meinen Stiefel runterzuspielen. In dieser Serie sind mir die Pucks vor den Schläger gefallen, ich hatte das nötige Quäntchen Glück – dann geht das ganz schnell. Es fühlt sich gut an, so kann es natürlich weitergehen“, äußerte sich Rieder auf der Klubwebseite nach seiner Galavorstellung im Viertelfinale.

In Spiel 1 der Halbfinalserie am Mittwoch bei den Adler Mannheim lieferte Rieder den Secondary Assist zum zwischenzeitlichen 2:1 der Münchner. Die Kurpfälzer drehten jedoch den Spieß noch um und gewannen mit 3:2 n.V.

Michaelis schießt Adler ins Glück

Den Erfolg beim ersten Aufeinandertreffen mit den Red Bulls im Semifinale haben die Adler ihrem Kapitän Marc Michaelis zu verdanken. In der zwölften Minute der Verlängerung schoss er sein Team mit dem Treffer zum 3:2 ins kollektive Glück. Beim 1:0-Führungstor hatte er den Secondary Assist verbucht. Für Michaelis endete damit eine Durststrecke von vier Begegnungen ohne Scorerpunkt.

Vorigen Donnerstag hatten die Mannheimer durch einen 4:3-Heimsieg die Viertelfinalserie gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven für sich entschieden. 4:1 lautete das Gesamtergebnis. Tom Kühnhackl blieb in den jüngsten zwei Partien der Adler ohne Scorerpunkt.

Marc-Michaelis

Bergmann punktet für die Eisbären

Grund zum Jubel besaßen auch die Eisbären Berlin. Im Viertelfinale schalteten sie die Straubing Tigers durch ein 4:2 in der Gesamtwertung aus. Beim ausschlaggebenden vierten Triumph, dem 6:5 n.V. am Samstag in eigener Halle, gelangen Berlins Angreifer Lean Bergmann zwei Assists. Zwei Tage zuvor beim 1:2 n.V. in Straubing war er leer ausgegangen. Gleiches galt für Spiel 1 der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie am Mittwoch. Die Eisbären triumphierten in dieser Begegnung mit 6:3.

Bertschy schlägt mehrfach zu

In der National League hat Christoph Bertschy von Fribourg-Gottéron in allen drei Halbfinalpartien gegen den Genève-Servette HC als Scorer von sich reden gemacht. Am Samstag beim 3:1-Heimerfolg in Spiel 1 erzielte er den Game-Winner zum 2:1. Das 1:1 hatte er vorbereitet. Torhüter Reto Berra verzeichnete eine herausragende Fangquote von 95,45 Prozent.

In Spiel 2 am Samstag in Genf lief es dagegen überhaupt nicht gut für Fribourg. Nach 34 Minuten lag das Team mit 0:4 hinten. Die Folge: Schlussmann Berra wurde ausgewechselt. Der „Hallo-wach-Effekt“ funktionierte, die Gäste kamen bis auf 3:4 heran. Bertschy beteiligte sich mit einem Doppelpack an der Aufholjagd. Damit hatte Fribourg allerdings sein Pulver verschossen. Die Genfer zogen die Zügel wieder an und siegten mit 7:3.

In Spiel 3 fand Fribourg zu seiner gewohnten Defensivstärke zurück. Berra wehrte beim knappen 2:1 auf heimischem Terrain 96 Prozent aller Schüsse auf seinen Kasten ab. Bertschy bereitete das 1:0 vor.

ZSC Lions vermissen Andrighetto schmerzlich

Das verletzungsbedingte Fehlen von Sven Andrighetto hat sich für die ZSC Lions in den ersten drei Halbfinalduellen gegen den HC Davos negativ bemerkbar gemacht. Ohne seinen kongenialen Sturmpartner tat sich Topscorer Denis Malgin schwer, seine gewohnte Gefährlichkeit zu entfalten. Er kam deshalb in allen drei Begegnungen auf keinen einzigen Scorerpunkt.

Am Samstag zogen die Zürcher in Davos mit 2:4 den Kürzeren. Am Montag gelang ihnen daheim mit einem 3:1 die Revanche. Dean Kukan brachte es in beiden Begegnungen auf einen Assist. Am Mittwoch mussten sich die ZSC Lions wiederum in Graubünden mit 0:1 geschlagen geben.

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