Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New York Rangers und den Buffalo Sabres

Rechtzeitig vor den Stanley Cup Playoffs kommen die Buffalo Sabres in Form. Die Mannschaft von Trainer Lindy Ruff hat mit einem 5:3-Auswärtssieg bei den New York Rangers am Mittwochabend (Ortszeit) ihr Punktekonto weiter aufgestockt und in einer engen Atlantic Division erneut die alleinige Führung übernommen. Jetzt haben die Sabres zudem noch die Chance, ein paar Meilensteine zu erreichen.

Eng, enger, Atlantic Division: Aus Sicht des neutralen Eishockeyfans kann gar nichts besseres passieren. Aus Sicht eines Anhängers der beteiligten Mannschaften zehrt das ganz schön an den Nerven. Drei Mannschaften kämpfen um Position eins in der Division. An der Spitze stehen nach dem Sieg im Madison Square Garden die Sabres mit 104 Punkten aus 79 Spielen. Dicht dahinter sind die Tampa Bay Lightning auf Platz zwei und die Montreal Canadiens auf Platz drei, beide haben je 102 Zähler und ein Spiel weniger ausgetragen als Buffalo.

Die Sabres haben noch nie in ihrer Franchise-Geschichte die Atlantic Division gewonnen. Ihren letzten Divisionstitel feierten sie in der Saison 2009/10, als sie die Northeast Division für sich entschieden. Die Sabres sind außerdem noch zwei Siege von der dritten 50-Siege-Saison des Franchise in der NHL-Geschichte entfernt. Bisher gelang ihnen das in den Spielzeiten 2005/06 (52) und 2006/07 (53). Auch im Rennen um die beste Ausgangsposition in der Eastern Conference ist Buffalo noch dabei. Carolina, das im Moment mit 106 Punkten die Conference anführt, hat allerdings ebenfalls noch ein Spiel mehr auszutragen als Buffalo.

**Sabres die Gejagten

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Mit solchen statistischen Details befassen sich die Spieler während der Partie nicht. Nach der Partie haben sie allerdings die entsprechenden Situationen exakt parat. „Es ist ein enges Rennen um die Atlantic Division. Wir werden alles machen, um die Führung auszubauen. Aber es sind zwei gute Teams, die uns jagen“, meinte Sabres-Stürmer Alex Tuch nach dem Sieg gegen die Rangers.

BUF@NYR: Tuch fälscht Krebs' Schuss im Slot ab

Es war ein Sieg, bei dem die Gäste wieder einmal in dieser Saison ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis stellen mussten. Und das, obwohl sie bereits im ersten Drittel nach neun Minuten nach Toren von Ryan McLeod und Zach Benson 2:0 vorne lagen. Bei Bensons Tor sammelte Rasmus Dahlin den 330. Assist in seiner NHL-Karriere. Damit ist er in der ewigen Bestenliste der Sabres auf Platz fünf, gemeinsam mit Rene Robert. Die Gastgeber kamen durch einen Doppelpack von Alexis Lafreniere (20., PP und 23.) zum Ausgleich und gingen durch einen weiteren Überzahltreffer von Adam Fox (35.) sogar mit einer 3:2-Führung in die zweite Drittelpause.

20. Comebacksieg

Doch ein Rückstand schreckt die Sabres in dieser Saison nicht. Tuch, Jason Zucker und Benson ins leere Tor drehten die Partie zugunsten der Gäste. Es war der 20. Comebacksieg in dieser Saison. So viele gab es für Buffalo zuletzt 2022/23. Da waren es am Ende 22. „Wir haben es in den ersten beiden Dritteln unnötig kompliziert gemacht, haben dann aber wieder zu unserem Spiel zurückgefunden. Wir haben im Schlussdrittel einfacher und schneller gespielt und mehr Chaos vor dem Tor provoziert“, befand Tuch.

Der Trainer sah eine Ursache in den aus seiner Sicht nicht optimalen Leistungen in schlechtem Scheibenmanagement. „Aber in jedem Spiel ist ein Drittel dabei, in dem einem etwas nicht gefällt. Dann geht es darum, in den Pausen Details zu verbessern“, meinte Ruff. Um welche Details es geht? Sabres-Stürmer Zucker wurde da konkret: „Wir haben uns dazu entschieden, unser Spiel zu spielen. Wir haben die Scheibe hinter die Verteidigung gebracht, unser Spiel einfach gehalten und offensiv gespielt. Wir waren im ersten und zweiten Drittel nicht klar genug mit der Scheibe. Das ist untypisch für uns. Die Rangers haben uns dafür zahlen lassen, aber wir haben wieder zu unserem Spiel zurückgefunden.“

BUF@NYR: Zucker setzt sich im Slot durch und trifft

Rangers mit nur einem Torschuss im Schlussdrittel

Das haben die Sabres so gut hinbekommen, dass den Rangers im dritten Drittel lediglich ein Schuss auf das Tor von Ukko-Pekka Luukkonen (17 Saves) gelang. „Wir waren dann einfach besser in den Zweikämpfen. Und wenn man so spielt, kann man daraus auch jede Menge Offensive generieren“, sagte Tuch. „Die zwei Punkte sind super. Gut, dass wir zeigen, dass wir gewinnen können, auch wenn wir nicht gerade unsere beste Leistung zeigen“, ergänzte Zucker. „Das war ein enorm wichtiger Sieg. Wir wissen um das Rennen, in dem wir uns befinden und um was es geht. Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben die zwei Punkte. Das ist alles, was gerade zählt“, meinte McLeod.

Den zweiten Assist bei Tuchs 3:3 bekam Tage Thompson. Er steht damit bei 79 Scorerpunkten (38-41-79) und kann der erste Sabres-Spieler seit 30 Jahren werden, der zwei oder mehr Saisons mit 80 Punkten hat. Zuletzt gelang das Pat LaFontaine. Thompson wäre der zehnte Spieler in der Franchise-Geschichte, dem das gelänge. Die anderen sind Gilbert Perreault (9), Dave Andreychuk (4), Dale Hawerchuk (4), LaFontaine (3), Rick Martin (3), Rene Robert (3), Danny Gare (2), Alexander Mogilny (2) und Pierre Turgeon (2).

Starke Formkurve

Drei Spiele hat Thompson noch, diesen einen Scorerpunkt klarzumachen. Bei der derzeitigen Formkurve der Mannschaft dürfte das drin sein. Seit 1. Dezember 2025 haben die Sabres 37 Siege und 78 Punkte eingefahren, beides sind Spitzenwerte in der Liga. Und selbstverständlich wollen sie auch an der Spitze ihrer Division bleiben. Es wäre der siebte Divisionstitel für die Sabres in ihrer Franchise-Geschichte. „Seit Dezember ist es ein enges Rennen. Es war ein enges Rennen, hochzukommen, jetzt ist es eins, oben zu bleiben. Unsere Division ist unglaublich hart“, sagte Ruff.

Das Restprogramm der Sabres hat es allerdings in sich. Bereits am Donnerstag müssen sie zu Hause gegen die Columbus Blue Jackets ran. Die brauchen selbst jeden Punkt, wenn sie noch in die Playoffs wollen. Am Montag muss Buffalo in Chicago ran, bevor man am Mittwoch zum Abschluss der regulären Saison die Dallas Stars empfängt.

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