"Ich kann nicht sagen, wie lange ich noch spielen will", ließ er vor Kurzem auf die Frage nach seinen Zukunftsplanungen als Aktiver verlauten. "Das Spiel wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Es fällt mir nicht leicht, mich immer wieder neu zu motivieren. Dennoch denke ich nicht, dass diese Saison die letzte in meiner Karriere sein wird."
Gerne würde er in den nächsten Wochen und Monaten seinen Beitrag zum direkten Wiederaufstieg von Kladno in die Extraliga leisten. Im Vorjahr war das Team aus der obersten tschechischen Spielklasse abgestiegen, obwohl sich Jagr mächtig ins Zeug gelegt hatte, genau das zu verhindern. In 38 Einsätzen sammelte er 29 Scorerpunkte (15 Tore, 14 Assists). In dieser Saison trat er bislang deutlich kürzer und brachte es auf drei Zähler (ein Tor, zwei Assists) in 13 Partien. In Sachen Rückkehr in die oberste Klasse des tschechischen Eishockeys befindet sich Kladno auf einem guten Weg. Nach 27 Begegnungen rangiert der Klub punktgleich mit Spitzenreiter HC Stadion Vrchlabi und dem Zweiten Jihlava an dritter Stelle in der Tabelle.
Jagr ist weit über sein Heimatland hinaus eine Eishockey-Legende. Diesen Status verdankt er vor allem seiner überaus erfolgreichen NHL-Karriere. Sie begann in der Saison 1990/91 bei den Pittsburgh Penguins und endete 2017/18 bei den Calgary Flames. Dazwischen lagen weitere Stationen bei den Washington Capitals, New York Rangers, Philadelphia Flyers, Dallas Stars, Boston Bruins, und den Florida Panthers. Zwischendurch kehrte er der NHL für vier Jahre, verteilt auf zwei Etappen, den Rücken und spielte in der KHL bei Avangard Omsk.