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Franchisespieler und Stanley Cup Sieger Ward

Der 32-jährige Torhüter ist seit 2005 fester Bestandteil der Carolina Hurricanes

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Ein besonderes Spiel sahen die Zuschauer am Sonntag in der PNC Arena von Raleigh, North Carolina. Natürlich ist es nicht nach dem Geschmack eines jeden Fan, wenn in einem Eishockeyspiel in 60 Minuten keine Tore fallen, aber das ist es, was solche Spiele eben ungewöhnlich und selten werden lassen.

Die Carolina Hurricanes behielten gegen die Tampa Bay Lightning mit 1-0 nach Verlängerung die Oberhand. Phillip Di Guiseppe war nach 3:34 Minuten mit seinem ersten Saisontreffer erfolgreich.

Hinten hielt Torhüter Cam Ward die Schotten dicht. 30 Torschüsse der Gäste wehrte der 32-jährige Torsteher ab und verbuchte seinen ersten Shutout in 42 Spielen gegen den Gegner Tampa Bay. In seiner Karriere, die er seit 2005 immer in Carolina verbrachte, war es sein 25. Zu-Null-Spiel.

"Wir haben gekämpft", sagte Ward. "Ich denke es ist nichts Magisches. Es bedeutet einfach nur bereit zu sein zu spielen. Es fühlte sich so an, als ob wir dauernd auf Reisen wären. Wenn du nach Hause kommst, dann sind die Jungs fröhlich und sie wollen sich in diesem Gebäude gut präsentieren."

Die Hurricanes kehrten nach sechs Auswärtsspielen mit fünf Niederlagen in ihren letzten sieben Spielen nach Hause zurück und konnten ihren sechsten Heimsieg in Serie einfahren. Es ist ihre längste Siegesserie zu Hause seit sie zwischen dem 24. Januar und 11. März 2010 acht Mal hintereinander ihre Gäste besiegten.

Carolina entschärfte spät im dritten Drittel zwei Strafzeiten gegen sich, die sogar zu 22 Sekunden doppelte Unterzahl führten. Im Mittelpunkt stand Ward, der nicht nur in dieser Zeit sich bewährte.

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Seine beste Rettungstat hatte der Schlussmann in der 52. Minute, als ein Schuss von Braydon Coburn die Richtung wechselte und dann Vladislav Namestnikov ihn ebenfalls mit einem abgefälschten Schuss prüfte, den er genauso abwehren konnte, wie den folgenden Nachschuss.

So stellt Ward wieder einmal unter Beweis, welchen Wert er für die Hurricanes hat. Im Frühling 2006 führte er die Franchise als Rookie zum Gewinn des Stanley Cups, als er während den Playoffs den nicht überzeugenden Schweizer Martin Gerber als Nummer 1 ablösen konnte.

Er wurde der erste Neuling seit Patrick Roy 1986 mit den Montreal Canadiens, dem dieses Kunststück gelang. Die Conn Smythe Trophy als der beste Spieler der Playoffs bekam er noch dazu.

Diese großen Zeiten von Carolina sind zwar vorbei, doch Ward hat sich dort mit 583 Spielen in der regulären Saison zu einem Dauerbrenner entwickelt. Bis zum Jahr 2018 steht der Kanadier noch bei den Canes unter Vertrag. Könnte gut sein, dass er bis zum Ende seiner Karriere dort tätig ist.

 

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