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Nico Hischier ist vom Stanley Cup Finale beeindruckt

Der Schweizer Topkandidat für den NHL Draft 2017 besuchte Spiel 4 in Nashville

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

NASHVILLE - Vor Spiel 4 des Stanley Cup Finales 2017 zwischen den heimischen Nashville Predators und den Pittsburgh Penguins durften sich die vier am höchsten eingestuften Nachwuchsleute für den NHL Draft 2017 am 23./24. Juni 2017 in Chicago das Event ganz aus der Nähe anschauen.

Bereits am Morgen zu den Presseterminen mit den Mannschaften erhielten Nolan Patrick, Nico Hischier, Casey Mittelstadt und Gabriel Vilardi einen Einblick, wie es hinter den Kulissen des Finales in der Bridgestone Arena zugeht. Weiterhin durften sie den Spielern zusehen und einige von ihnen treffen. Am Abend schließlich rundet der Besuch der Begegnung den Tag als Highlight ab.

"Es ist cool, die Atmosphäre hier zu erleben und einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen", sagte der Hischier, der zusammen mit Patrick als potenzielle Nummer 1 gehandelt wird.

Für den jungen Schweizer ist es etwas Besonderes seine Landsleute Roman Josi und Yannick Weber auf Seiten der Predators im Finale spielen zu sehen. Auch das Treffen mit Josi war für ihn etwas Außergewöhnliches, auch wenn er ihn zuvor bereits getroffen hatte.

"Roman zu treffen war schön", sagte Hischier. "Ich war im vergangenen Sommer ein paar Mal mit ihm auf dem Eis und er hat mich sofort wiedererkannt. Wenn du als Eishockeyspieler in der Schweiz aufwächst, dann kennst du natürlich Nino Niederreiter, Mark Streit oder Roman Josi. Zu ihnen schaut man auch auf."

Streit wird er wohl in Spiel 4 nicht im Einsatz sehen. Der Berner muss sich weiterhin mit der Zuschauerrolle begnügen. Hischiers Wunsch ein NHL-Spieler zu werden erleidet keinen Abbruch, wenn er sieht, wie schnell man aussortiert werden kann. Er ist seit seinem Start in Nordamerika voller Euphorie für die beste Eishockeyliga der Welt.

Video: Nico Hischier spricht über das Stanley Cup Finale

"Alles ist möglich, wenn man es will und hart arbeitet", sagte er. "Es sind sehr viele Europäer in den Juniorenligen und auch in der NHL. Das bestärkt einen schon, dass es machbar ist, es in die NHL zu schaffen."

Dass er als Nummer 2 der Scouting-Rangliste hinter Patrick gute Chancen hat, eventuell als Nummer 1 gezogen zu werden, weil sein Konkurrent in der abgelaufenen Saison länger verletzt war, ließe ihn derzeit noch ruhig schlafen. Der beste gedraftete Schweizer aller Zeiten war Niederreiter auf Position 5 im Jahr 2010.

"Für mich wäre es eine Ehre und ich wäre sicher stolz, aber auch für das Schweizer Eishockey wäre es eine tolle Geschichte", sagte Hischier. "Wir sind zurzeit von Jahr zu Jahr erfolgreicher. Sie verrichten eine gute Arbeit junge Nachwuchsleute heranzuziehen. Das zahlt sich aus."

Die jungen Spieler für den Draft verspüren keinen Konkurrenzdruck. So äußerte sich Hischier sehr positiv über Patrick und die Frage, wer Nummer 1 beim Draft werden wird. "Ich habe ihn jetzt besser kennengelernt", sagte er. "Er ist ein toller Mensch. Wir haben keine Rivalität. Wenn es er wird, dann freue ich mich für ihn und wenn es ich werde, dann freut er sich bestimmt für mich."

Den Interviewmarathon hat Hischier zumindest für sich entschieden, denn während die anderen drei bereits fertig sind und warten, beantwortete er weiter geduldig Fragen, insbesondere der Schweizer Medien.

Besonders freut er sich auf das Spiel 4 des Stanley Cup Finale am Abend. "Es wird das zweite NHL Spiel, das ich live im Stadion sehen werde", erzählte Hischier. "Es wird toll werden. Ich kann es kaum erwarten."

Als 12-jähriger Junge hat er an einem Turnier in Kanada teilgenommen und damals ein Spiel der regulären Saison von den Edmonton Oilers bei den Ottawa Senators gesehen.

"Wir waren sehr nervös und die Atmosphäre war großartig", schilderte der heute 18-Jährige seine damaligen Erlebnisse. "Es war, meine ich, das Rookiejahr von Taylor Hall und wir haben immer gestaunt, wenn er am Puck war."

Nun kann er Sidney Crosby, Evgeni Malkin und Josi von der Tribüne aus bestaunen und wenn alles glatt läuft, sich selbst bald bestaunen lassen.

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