„Ich war einfach nur erschöpft, wenn ich ehrlich sein soll“, schnaufte Eklund nach dem Spiel durch. „Ich wollte nur ein wenig Geschwindigkeit aufnehmen, dann hat Granlund einen unglaublichen Drop-Pass gespielt. Ich habe versucht, den Puck aufs Tor zu bringen, und er ist reingegangen.“
Zweiter Auswärtssieg der Saison
Erst zum dritten Mal in der Franchise-Geschichte gelang es San Jose, einen Drei-Tore-Rückstand im dritten Drittel noch in einen Sieg zu drehen. Zuvor hatten das die Sharks am 8. Dezember 2010 bei den Philadelphia Flyers sowie am 23. April 2019 in Spiel 7 der 1. Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die Vegas Golden Knights geschafft.
In der laufenden Saison war es erst der zweite Auswärtssieg für San Jose (2-11-0). Irgendetwas scheint im Wasser im Bereich um New York City anders zu sein, denn aus den jüngsten drei Partien bei den New Jersey Devils (6:3), New York Rangers (5:6) und New York Islanders (5:4 n.V.) erzielten die Sharks immer mindestens fünf Tore und holten vier von sechs möglichen Punkten.
„Wir fühlen uns gut innerhalb der Mannschaft, denn wir haben in diesem Jahr schon viel zusammen durchgemacht. Dieser Sieg hat mir gezeigt, dass wir es können. Bereits im letzten Spiel sind wir beinahe gegen ein richtig gutes Team zurückgekommen. Heute ist es uns tatsächlich gelungen. Das fühlt sich richtig gut an“, sagte Hertl.
Für die Sharks geht es nun auf die Etappen fünf und sechs eines Sechs-Spiele-Roadtrips, der mit Auswärtsspielen bei den Detroit Red Wings und Vegas Golden Knights enden wird.
Blankes Entsetzen bei den Islanders
Lange Gesichter gab es dagegen bei den Islanders, die zum dritten Mal in den letzten vier Spielen einen Vorsprung im dritten Drittel hergaben. „Das ist unakzeptabel“, sagte New Yorks Stürmer Brock Nelson. „Vier, fünf Minuten vor Schluss sind wir zu Hause zwei Tore vorne. Da sollten wir zwei Zähler aufs Punktekonto buchen und weitermachen.“
Die Islanders haben in dritten Dritteln in dieser Saison ein Torverhältnis von 17:34 und eine Overtime-Bilanz von 1-5. „Ich habe keine Worte dafür“, war New Yorks Kapitän Anders Lee entsetzt. „Es ist einfach richtig schlecht.“
Die Sharks (7-17-2) haben die Rote Laterne in der NHL an die Chicago Blackhawks weitergereicht. Die Islanders (10-7-7) belegen den letzten Wildcard-Rang in der Eastern Conference.