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Predators lassen auswärts wieder Punkte liegen

Während Nashville im eigenen Stadion unbezwungen sind, stehen sie in Auswärtsspielen vor Problemen

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Kein Team der NHL hat mehr Schweizer Spieler in seinen Reihen als die Nashville Predators. Yannick Weber, Kevin Fiala und Kapitän Roman Josi feierten mit den Predators vergangene Saison den größten Erfolg in der Geschichte der Franchise, als sie in das Stanley Cup Finale der Playoffs einzogen. Dort unterlagen sie zwar den Pittsburgh Penguins, doch ihre Leistung in der Runde der letzten 16 verlangt höchsten Respekt ab. Die neue Saison verläuft für das Team aus Tennessee bisher jedoch eher durchwachsen.

Obwohl die Saison noch jung ist, zeichnet sich beim Vize-Meister bereits ein Trend ab. Zuhause sind sie allem Anschein nach unbezwingbar. In ihrem ersten Heimspiel feuerten sie gegen die Philadelphia Flyers ein Offensivfeuerwerk ab und entschieden das Torfestival mit 6:5 für sich. Danach gewannen sie gegen die Dallas Stars 4:1 und vergangenen Dienstag triumphierten sie im Schweizer Duell gegen Sven Andrighettos Colorado Avalanche ebenfalls mit 4:1.

Auswärts sieht die Geschichte schon anders aus. Sie starteten mit einer 3:4 Niederlage gegen die Boston Bruins und einem 0:4 in der Neuauflage des Finales gegen die Penguins in die Saison. Seitdem kamen zwei weitere Niederlagen in der Fremde hinzu, ein 1:2 bei den Chicago Blackhawks und zuletzt ein 2:4 gegen die New York Rangers. Auf fremdem Eis konnten sie lediglich einen Sieg einfahren, ein 1:0 bei den Flyers.

Dabei ist selbst das Torverhältnis auswärts ein Spiegelbild des Erfolgs in der eigenen Arena. Zuhause jagten sie ihre Gegner mit 14:7 Toren aus der Halle, in gegnerischen Stadien mussten sie selbst 14 Treffer Schlucken und trafen in fünf Spielen nur sieben Mal.

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"Sie waren am Anfang stärker, aber im zweiten und dritten Drittel waren wir das bessere Team", analysierte Josi nach der Niederlage gegen die Rangers am Samstag. "Wir hatten viele Chancen, besonders im letzten Drittel, aber wir müssen im Powerplay besser abschließen... Wir hatten viele Chancen und da müssen wir ein Tor machen."

Diese Schwäche im Abschluss gilt es nun zu überwinden. Die Predators hatten das Torschussverhältnis mit 25:15 deutlich auf ihrer Seite, doch an Torwart Henrik Lundqvist kamen sie einfach nicht vorbei. Im Powerplay konnten sie selbst bei fünf Versuchen kein Tor erzielen, kassierten dabei aber einen Konter, den Jesper Fast im Nachfassen verwertete. Die Rangers trafen, während Josi auf der Strafbank saß. Der Trainer der Predators Peter Laviolette zeigte sich nach dem Spiel relativ zufrieden mit der Leistung und der Entwicklung seines Teams, allerdings nicht mit dem Ergebnis.

"Unser Job ist es Punkte zu sammeln, heute haben wir keinen geholt", sagte er. "Wir befinden uns aber noch am Beginn der Saison und wir haben uns von Spiel zu Spiel verbessert. Das war heute nicht anders, nur das Ergebnis hat nicht gestimmt."

Jetzt sollten sie schnell einen Weg finden, ebenso auswärts das richtige Ergebnis herzustellen. Den November beginnen sie mit vier Spielen auf fremdem Eis. Dabei treffen sie auf die San Jose Sharks, die Anaheim Ducks, die Los Angeles Kings und die Columbus Blue Jackets. Insgesamt tragen die Predators im November sieben Spiele im eigenen Stadion aus und gehen sieben Mal auf Reise. Dabei können sie wertvolle Punkte im Rennen auf die Playoffplätze sammeln, oder auch liegenlassen. Man kann sich im November, an so einem frühen Zeitpunkt der Saison zwar keinen Platz in den Playoffs sichern, doch man kann ihn sehr wohl verspielen.

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