Besonders im torlosen ersten Spielabschnitt half Vasilevskiy den Lightning, den Angriffswirbel der Hurricanes schadlos zu überstehen. Vor den Augen von 16.299 Zuschauern in der Halle entschärfte der Gästetorwart sämtliche Hochkaräter von Carolina.
Eine ordentliche Leistung boten die Hurricanes in Überzahl. Die erste Powerplay-Einheit wirkte zwar über weite Strecken gefälliger als die zweite, aber es war die zweite Formation, die den Bann brach und dank Bean zum Erfolg kam.
Strafzeiten sollten die Hurricanes in den kommenden Spielen so gut es geht vermeiden. Denn das Powerplay der Lightning ist brandgefährlich. Das bekamen die Hurricanes nach knapp einer halben Stunde zu spüren. Victor Hedman und Brayden Point nutzten ihre erste Chance in der 29. Minute zum 1:0.
Aus der Auftaktniederlage wollen die Hurricanes nun die richtigen Lehren ziehen. Festzuhalten bleibt, dass sie dem amtierenden Stanley Cup Champion auf Augenhöhe begegneten und letztlich Kleinigkeiten den Ausschlag über Sieg und Niederlage gaben. "Wir sind in den Playoffs. Wir müssen um jeden Zentimeter Eis kämpfen und uns jedes Tor verdienen. Diese Gruppe hat sich immer wieder aufgerappelt. Ich erwarte nicht, dass es jetzt anders sein wird", gab Brind'Amour als Marschroute für die bevorstehenden Duelle aus.
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Verzichten muss das Team vorerst auf den Schweizer Nino Niederreiter. Der Stürmer fehlte bereits in Spiel 1 gegen Tampa Bay aufgrund einer nicht näher bezeichneten Verletzung. Nach der Begegnung meinte Brind'Amour, dass es "sehr, sehr zweifelhaft" sei, dass der Churer während der Serie gegen die Lightning aufs Eis zurückkehren werde.
Der Ausfall von Niederreiter verringert die Durchschlagskraft und die personellen Alternativen im Angriff spürbar. In der regulären Saison war der Flügelstürmer mit 20 Treffern der zweitbeste Torjäger im Team. In den sechs Spielen der ersten Playoff-Runde gegen die Nashville Predators traf er einmal ins Schwarze.
Die Bedeutung von Niederreiter für die Mannschaft strich auch der Coach noch einmal heraus. "Er ist ein Torjäger. Wir haben darüber gesprochen, dass wir Tore brauchen. Er ist eine offensive Waffe, die jetzt erst einmal wegfällt und nur schwer zu ersetzen sein wird", sagte Brind'Amour.