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Härtetests und Zeit für erste Duftmarken

Preseason: Eichel, Stamkos, Hischier, Marleau, Saad, Darling mit unterschiedlichen Zielen

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Der Auftakt in die Preseason der NHL ist verheißungsvoll verlaufen. In den drei Begegnungen am Wochenende fielen insgesamt 25 Treffer. Herausragend war dabei das 9:4 der Vegas Golden Knights bei den Vancouver Canucks. In den kommenden Tagen steigen weitere Teams in den Testspielbetrieb ein. Für einzelne Spieler sind diese Vorbereitungsmatches wichtige Standortbestimmungen und eine gute Möglichkeit, frühzeitig erste Duftmarken zu hinterlassen.

Viel vorgenommen hat sich beispielsweise Jack Eichel von den Buffalo Sabres. Gegenüber amerikanischen Medien äußerte er sich jüngst sehr selbstkritisch über seine Leistung in den vergangenen zwei Jahren. Beim NHL Draft 2015 hatten ihn die Sabres an zweiter Gesamtposition ausgewählt. Seitdem kam der Center in 142 Einsätzen auf 113 Scorer-Punkte (48 Tore, 65 Vorlagen). Eine Bilanz, die sich eigentlich sehen lassen kann, zumal er in der zurückliegenden Saison zum Auftakt 21 Partien wegen einer Knöchelverletzung verpasst hatte. Doch Eichel schmerzt es, dass er den Sabres bislang nicht zum Einzug in die Playoffs verhelfen konnte - ganz im Gegensatz zu den First-Overall-Draftpicks von 2015 und 2016, Connor McDavid und Auston Matthews. Der 20-jährige Eichel will mit einer ansprechenden Preseason den Grundstein dafür legen, dass sich dies in der Saison 2017/18 ändert.

Video: TOR@BUF: Eichel trifft per Rückhand

Bei den Tampa Bay Lightning blicken alle gebannt auf die Rückkehr von Kapitän Steven Stamkos. Für ihn ist die Preseason ein Härtetest im Hinblick auf den Saisonauftakt im Oktober. Der Center hatte sich im November einen Meniskusriss zugezogen und seitdem keine Minute mehr gespielt. Sein Ausfall kostete die Lightning letztlich die Playoffs. Die NHL-internen Duelle in der Preseason sollen dazu beitragen, dass er nach und nach in den Wettkampfmodus kommt und möglichst schnell zu seiner gewohnten Leistungsstärke zurückfindet.

Im Lager der New Jersey Devils richten sich die Augen auf die ersten Auftritte von Nico Hischier. Der Schweizer tritt als Nummer-eins-Pick beim NHL Draft 2017 in die Fußstapfen von McDavid und Matthews. Die Preseason mit seinem Klub dürfte erste Fingerzeige geben, ob er sie ausfüllen kann oder doch etwas mehr Anlaufzeit benötigt.

Nach 19 Jahren bei den San Jose Sharks hat Angreifer Patrick Marleau neues Terrain betreten. Er stürmt jetzt für die Toronto Maple Leafs. Mit seiner Erfahrung und Führungsstärke soll der inzwischen 38-jährige Angreifer mithelfen, dass sich die junge Mannschaft zum zweiten Mal in Folge für die Playoffs qualifiziert. Alle in der Branche sind gespannt, wie er agiert, wenn sein Partner in der Sturmmitte nicht mehr Joe Thornton, sondern Auston Matthews heißt.

Für mächtigen Wirbel bei den Chicago Blackhawks hatte im Sommer der Trade von Artemi Panarin zu den Columbus Blue Jackets gesorgt. Im Tausch dafür war Brandon Saad aus Ohio an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Er will versuchen, die Kritiker des Trades mit einer starken Vorbereitung mundtot zu machen.

Video: CBJ@CHI: Panarin trifft zu Beginn im Powerplay

Aus einem anderen Grund hatte sich Goalie Scott Darling im April von den Blackhawks verabschiedet. Wegen des aussichtslosen Unterfangens, Corey Crawford den Platz als Stammtorwart streitig zu machen, wechselte er zu den Carolina Hurricanes. Dort nimmt er ab dieser Woche den Kampf mit Cam Ward um die Nummer eins zwischen den Pfosten auf.

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