CBJ Hofmann 10-25

Die Columbus Blue Jackets machen aktuell gute Erfahrungen mit Spielern des HC Lugano aus der Schweizer National League. Am Montag nahmen gleich zwei ehemalige Spieler des siebenfachen Schweizer Meisters entscheidende Rollen bei einem 4:1-Heimsieg in der Nationwide Arena gegen die Dallas Stars ein.

Der Schweizer Gregory Hofmann drückte der Partie früh seinen Stempel auf und belohnte das Vertrauen der Verantwortlichen in Columbus. In der sechsten Minute erzwang er einen Gegenzug, indem er Veteran Tyler Seguin an der blauen Linie der Blue Jackets den Puck abnahm und Jack Roslovic zu einem Konter losschickte, den Oliver Bjorkstrand zum 1:0 abschloss. Es war Hofmanns zweiter Assist in seinem sechsten Spiel. In der zweiten Begegnung der Saison bereitete er gegen die Seattle Kraken den 1:1-Ausgleich im dritten Drittel vor und ermöglichte dadurch den Sieg der Blue Jackets nach Verlängerung.
Bjorkstrand revanchierte sich in der 31. Minute für Hofmanns Vorarbeit zum 1:0. Der Däne stocherte im gegnerischen Drittel den Puck vom Schläger des Stars-Verteidigers Radek Faksa direkt zu Hofmann. Der 28-jährige Center schloss aus dem Slot zum 2:0 ab und erzielte damit sein erstes Tor in der NHL.

"Es war ein großartiger Abend, ein ganz besonderes Spiel", freute sich Hofmann nach der Partie. "Ich dachte schon im ersten Drittel, dass ich treffen könnte. Im zweiten Drittel hat es dann geklappt."
Hofmann wurde in der vierten Runde des NHL Draft 2011 an 103. Stelle von den Carolina Hurricanes gewählt, machte aber nie den Schritt nach Nordamerika. Im vergangenen Sommer wechselte er dann vom EV Zug zu den Blue Jackets, nachdem er in der vorherigen Saison in 36 Spielen 41 Punkte (18 Tore, 23 Assists) erzielt hatte. Er bestritt sein erstes Spiel in der National League für Ambri-Piotta bereits in der Saison 2009/10 im Alter von 17 Jahren und verbrachte zwölf Saisons in der Liga. In 485 Spielen für Ambri-Piotta, den HC Davos, Lugano und Zug sammelte er 324 Punkte (165 Tore, 159 Assists). Er holte 2015 mit Davos und 2021 mit Zug die Schweizer Meisterschaft und gewann bei der Weltmeisterschaft 2018 mit der Schweiz Silber.
Vor seinem Engagement in Zug verbrachte er von 2015 bis 2019 vier Saisons beim HC Lugano, wo er mit Torhüter Elvis Merzlikins zusammenspielte. Der Lette gewann während seiner Zeit in Lugano zwei Mal die Jacques Plante Trophy für den besten Torhüter, ehe er 2019 nach Columbus wechselte. Am Montag hielt er 31 Schüsse der Stars, beim einzigen Gegentor durch Seguin war er chancenlos.
"Wir haben das gesamte Spiel über eine ordentliche Leistung gezeigt", lobte Trainer Brad Larsen seine Mannschaft und vor allem den Torhüter. "Elvis war das ganze Spiel über wirklich gut. Er war heute sehr wichtig für uns."
Die Blue Jackets gewannen bisher vier von sechs Spielen (4-2-0), Merzlikins stand bei allen vier Siegen zwischen den Pfosten. Er liegt mit 1,47 Gegentoren pro Spiel auf Rang sechs der gesamten NHL und hat mit 95,2 Prozent Fangquote den viertbesten Wert. Seit er in der Saison 2019/20 seine NHL-Karriere begann, hat er unter allen Torhütern mit mindestens 40 Spielen die drittbeste Fangquote (92,2 Prozent) und den achtbesten Gegentorschnitt (2,46), sowie die sechstmeisten Shutouts (7). Nach dem Spiel gegen die Stars gab er sich trotz seiner starken Leistung aber bescheiden und lenkte die Aufmerksamkeit in einem emotionalen Moment auf seine Teamkollegen und den verstorbenen Torhüter Matiss Kivlenieks, mit dem er eng befreundet war und dem er diese Saison widmet.

CBJ 4, DAL 1

"Es gibt Ziele, nach denen ich strebe, die ich erreichen will", erklärte Merzlikins. "Alleine kann ich sie aber nicht erreichen. Dafür brauche ich Hilfe. Ich brauche die Hilfe meiner Mitspieler und ich brauche die Hilfe von Matiss. Und ich glaube, dass er mir helfen wird und dass meine Mitspieler mir helfen werden."
Welche Ziele sich Merzlikins und Hofmann für diese Saison auch vorgenommen haben, sie haben in den ersten Spielen einen guten Start gezeigt und scheinen auf dem richtigen Weg, um alle in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen und vielleicht auch zu übertreffen.