"Es war ein großartiger Abend, ein ganz besonderes Spiel", freute sich Hofmann nach der Partie. "Ich dachte schon im ersten Drittel, dass ich treffen könnte. Im zweiten Drittel hat es dann geklappt."
Hofmann wurde in der vierten Runde des NHL Draft 2011 an 103. Stelle von den Carolina Hurricanes gewählt, machte aber nie den Schritt nach Nordamerika. Im vergangenen Sommer wechselte er dann vom EV Zug zu den Blue Jackets, nachdem er in der vorherigen Saison in 36 Spielen 41 Punkte (18 Tore, 23 Assists) erzielt hatte. Er bestritt sein erstes Spiel in der National League für Ambri-Piotta bereits in der Saison 2009/10 im Alter von 17 Jahren und verbrachte zwölf Saisons in der Liga. In 485 Spielen für Ambri-Piotta, den HC Davos, Lugano und Zug sammelte er 324 Punkte (165 Tore, 159 Assists). Er holte 2015 mit Davos und 2021 mit Zug die Schweizer Meisterschaft und gewann bei der Weltmeisterschaft 2018 mit der Schweiz Silber.
Vor seinem Engagement in Zug verbrachte er von 2015 bis 2019 vier Saisons beim HC Lugano, wo er mit Torhüter Elvis Merzlikins zusammenspielte. Der Lette gewann während seiner Zeit in Lugano zwei Mal die Jacques Plante Trophy für den besten Torhüter, ehe er 2019 nach Columbus wechselte. Am Montag hielt er 31 Schüsse der Stars, beim einzigen Gegentor durch Seguin war er chancenlos.
"Wir haben das gesamte Spiel über eine ordentliche Leistung gezeigt", lobte Trainer Brad Larsen seine Mannschaft und vor allem den Torhüter. "Elvis war das ganze Spiel über wirklich gut. Er war heute sehr wichtig für uns."
Die Blue Jackets gewannen bisher vier von sechs Spielen (4-2-0), Merzlikins stand bei allen vier Siegen zwischen den Pfosten. Er liegt mit 1,47 Gegentoren pro Spiel auf Rang sechs der gesamten NHL und hat mit 95,2 Prozent Fangquote den viertbesten Wert. Seit er in der Saison 2019/20 seine NHL-Karriere begann, hat er unter allen Torhütern mit mindestens 40 Spielen die drittbeste Fangquote (92,2 Prozent) und den achtbesten Gegentorschnitt (2,46), sowie die sechstmeisten Shutouts (7). Nach dem Spiel gegen die Stars gab er sich trotz seiner starken Leistung aber bescheiden und lenkte die Aufmerksamkeit in einem emotionalen Moment auf seine Teamkollegen und den verstorbenen Torhüter Matiss Kivlenieks, mit dem er eng befreundet war und dem er diese Saison widmet.