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Grabner stellt Rangers vor Luxusproblem

Serie 31 in 31 von NHL.com/de: New York ist auf dem Flügel blendend besetzt und Österreicher ist zu stark für die vierte Reihe

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017-18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste ist, die Sommerhitze im August mit Analysen Eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

Jeden Tag wird Euch NHL.com/de im Rahmen der 31 in 31 Serie mit fundierten Einschätzungen der Mannschaften versorgen.

Wo wird die Reise für den Liganeuling Vegas Golden Knights hingehen? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams könnten uns alle überraschen?
Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die New York Rangers.

Michael Grabner wird im Oktober 30 und kann auf die zweitbeste Saison seiner Karriere zurückblicken. In seinem ersten Jahr für die New York Rangers übertraf Grabner alle in ihn gesteckten Erwartungen und erzielte 40 Punkte (27 Tore, 13 Assists).

Im Sommer 2016 statteten die Rangers Grabner mit einem Zweijahresvertrag für 3,3 Mio. Dollar aus. Ursprünglich als Anker im Penaltykilling und der vierten Reihe eingeplant, überraschte der Österreicher sein Trainerteam früh mit seinen wiederentdeckten Scoringqualitäten. Seine Geschwindigkeit wurde zu seiner altbekannten Waffe. Schnell mauserte er sich zu einer vielseitig einsetzbaren Größe im Rangerssturm.
Doch so sehr die Rangers Grabners Entwicklung auch begrüßen, sie stellt die Verantwortlichen vor einige schwere Personalentscheidungen.

Grabners Vielseitigkeit ist einerseits seine Stärke, anderseits kann sie zu seinem Verhängnis werden. Sein Vertrag ist nur noch für die kommende Saison gültig und die Rangers sollten sich frühzeitig Gedanken machen, was sie mit Grabner vorhaben.

Wie wertvoll Grabner ist, hat er in der Vorsaison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit 61.111 Dollar pro Tor laut CapFriendly.com war der Villacher der rentabelste Spieler (ohne Entry-Contract) im Kader der Rangers.

Headcoach Alain Vigneault wird kaum einen Fehler machen, wenn er seinen Sturmblitz auch in 2017/18 entsprechend einsetzt. Grabner scheint sich im Rangers-Blau wohl zu fühlen und könnte auch in der kommenden Saison für den ein oder anderen wichtigen Treffer gut sein.

Doch nicht schmecken wird ihm, dass sein Platz womöglich in der vierten Sturmformation sein wird. Mit Rick Nash, Mats Zuccarello und Chris Kreider haben die Rangers herausragende Spitzenkräfte auf dem Flügel und auch die weiteren Akteure wie J.T. Miller, Pavel Buchnevich und Jimmy Vesey könnten Grabner aus den ersten drei Reihen verdrängen.

Vor allem wenn die Rangers nicht frühzeitig mit Grabner verlängern und ihn in ihre langfristige Planung aufnehmen, könnten seine Chancen auf einen Platz in den vorderen Reihen schwinden. Aktuell haben die Rangers noch genug Spielraum im Salary Cap und könnten mit Grabner zu einem passablen Preis verlängern.

Video: OTT@NYR, Sp3: Grabner bringt Puck an Anderson vorbei

Statten sie ihn in diesem Sommer nicht mit einem neuen Vertrag aus, so könnte ihnen nächsten Sommer ein schmerzhafter Abgang bevorstehen. Auch wenn derartige Gerüchte von offizieller Seite noch nicht bestätigt wurden, ein Grabner-Trade würde für etliche Seiten Sinn machen.

Zwar haben die Rangers in diesem Sommer schon einige Transfers getätigt, doch einige Löcher klaffen im Kader immer noch auf. Mit Grabner hätten sie einen wertvollen Spieler, der beispielsweise gegen einen Center eingetauscht werden könnte.

Grabner selbst würde mit der Form des Vorjahres einigen Teams gut zu Gesicht stehen. Spieler, die wie Grabner für über 25 Tore gut sind, sind selten zu einem solchen Preis verfügbar. Einige Mannschaften könnten dem Rechtsschützen eine attraktive Rolle in der zweiten oder dritten Reihe anbieten.

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