Im Schlussdrittel verwalteten die Senators ihren komfortablen Vorsprung gekonnt, spielten weiter kontrolliert nach vorne und hielten die Canadiens so erfolgreich vom eigenen Tor fern. Den ersten Torschuss in diesem Spielabschnitt verzeichneten die Gäste trotz eines zwischenzeitlichen Powerplays und eines Extra-Angreifers auf dem Eis bei 14:50 Minuten in diesem Durchgang. Ein Beleg für Ottawas starke Defensive und die Bereitschaft, Schüsse zu blocken.
In den Schlussminuten musste Forsberg für seinen Shutout doch noch einmal richtig schwitzen, denn im Powerplay zog Montreal erneut den Torwart für einen zusätzlichen Stürmer und warf noch einmal alles nach vorne. Bei noch 86 Sekunden auf der Uhr beseitigte Joseph mit einem Empty-Net-Treffer die letzten Zweifel (59., sh). Doch damit nicht genug: Derick Brassard brach bei noch 47 Sekunden noch einmal durch und verwandelte seinen Alleingang zum 6:0-Endstand (60.).
"Er hat gestern schon in Toronto überragend gespielt und heute gleich wieder", sagte Stützle über Forsberg. "Back-to-back zu starten ist ungewöhnlich. Dann im zweiten Spiel einen Shutout zu landen, ist natürlich überragend. Es hat viel Spaß gemacht, ihm heute zuzuschauen."
Die Komplimente reichte Forsberg wiederum direkt an seine Vorderleute weiter: "Die Spieler arbeiten über weite Strecken eines Spiels wahrscheinlich viel mehr als ich. Ich würde also auch sagen, dass sie gerade in Back-to-Back-Spielen härter arbeiten als ein Torwart."
Beck gibt NHL-Debüt für Montreal
Für Montreal gab übrigens Owen Beck sein NHL-Debüt. Der 18-Jährige wurde im NHL Draft 2022 in der 2. Runde an insgesamt 33. Stelle von den Canadiens ausgewählt und verbrachte die bisherige Saison in der kanadischen Junioren-Liga OHL. Er begann die Spielzeit bei den Missisauga Steelheads (30 Spiele, 17-24-41), wurde am 7. Januar 2023 in seine Heimatstadt zu den Peterborough Petes (sieben Spiele, 2-1-3) transferiert, erhielt nun den Call-up in die NHL und durfte beim Warm-up traditionell die ersten Runden alleine drehen. Der 1,80 Meter große und 86 Kilogramm schwere Rechtsschütze spielte als rechter Flügelspieler in der dritten Reihe neben Center Christian Dvorak und Rechtsaußen Jesse Ylonen und erhielt 9:16 Minuten Eiszeit.
"Es war schnell hier", sagte Beck zum Tempo in der NHL. "Ich glaube, die Preseason hat mir dabei geholfen, am Puck nicht in Panik zu geraten. Die NHL ist die beste Liga der Welt, oder? Ich habe mich bereit dafür gefühlt und konnte ziemlich gut damit umgehen. Für mich war es ein Wirbelsturm über 24 Stunden. Es sind viele ganz besondere Dinge passiert, von meiner Rookie-Runde bis zum ersten Wechsel und dann das restliche Spiel. Hoffentlich kommen noch viele Spiele, die wir auch gewinnen werden."
Schnelles Wiedersehen am Dienstag
Die Canadiens (20-26-4, 8. in der Atlantic Division) kassierten die dritte Niederlage in Folge und konnte nach eher durchwachsenen fünf Heimspielen in Serie (2-2-1, 14:17 Tore) auch auswärts den Bock nicht umstoßen.
Durch den dritten Sieg in Serie verkürzten die Senators (23-23-3, 7. in der Atlantic Division) den Rückstand auf einen Wildcard-Platz in der Eastern Conference auf acht Punkte.
Zum "Rückspiel" kommt es bereits am Dienstagabend in einem "Home-and-Home" in Montreal.