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Verlust und Gewinn der Eastern Conference in der Off-Season

Im Sommer hatten einige Teams schmerzhafte Abgänge zu verzeichnen, andere verstärkten sich

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Das Ende der Sommerpause steht vor der Tür, in wenigen Tagen beginnen die Vorbereitungsspiele und die Teams haben die Kaderplanung größtenteils abgeschlossen. Viele Spieler werden in der kommenden Saison für ein neues Team antreten, für manche Akteure ist es der erste Wechsel ihrer Karriere und manche Mannschaften haben neue Stars, oder gar ein ganz neues Gesicht. NHL.com/de wirft einen Blick darauf, welche Vereine zu den Gewinnern und welche zu den Verlierern des Sommers gehören. Hier ist die Analyse der Eastern Conference.

Eines der Teams, die die härtesten Abgänge verkraften mussten, waren die Washington Capitals. Mit Justin Williams, Marcus Johansson, Karl Alzner, Nate Schmidt, Kevin Shattenkirk und Daniel Winnik, verließen gleich sechs Stammspieler das Team um Alex Ovechkin. Der Verlust von Shattenkirk, Schmidt und Alzner bedeutet, dass die Capitals die Hälfte ihrer Abwehr neu aufbauen müssen und Johansson und Williams waren vergangene Saison mit je 24 Toren auf Platz drei der Mannschaftsinternen Torschützenliste, nur Ovechkin und T.J. Oshie trafen öfter.

Video: WSH@BOS: Johansson mit einem schönen Treffer

Auch bei den Pittsburgh Penguins gab es einen Aderlass. Marc-Andre Fleury, Matt Cullen, Chris Kunitz, Trevor Daley, Mark Streit, Ron Hainsey, Nick Bonino und Eric Fehr verließen den Kader des Stanley-Cup-Siegers. Um die Offensive werden sich die Penguins wohl keine Sorgen machen müssen, sie haben nach wie vor einen überragenden Angriff, der rund um die Superstars Sidney Crosby und Evgeny Malkin formiert ist. Die Abwehr allerdings, muss mit den Abgängen von Streit, Cullen, Hainsey und Daley einen harten Schlag verkraften. Im Tor ist mit Marc-Andre Fleury einer der besten Torhüter der Liga gewechselt, doch Matt Murray steht ihm in nichts nach und mit Antti Niemi kam ein fähiger Ersatztorwart.

Zwei der spektakulärsten Neuzugänge konnten die Toronto Maple Leafs und die Columbus Blue Jackets verkünden. Die Maple Leafs holten neben Ron Hainsey auch Patrick Marleau, Damit stehen nun zwei Veteranen in ihrem Kader, die die junge und talentierte Truppe anführen sollen. Vor allem Marleaus Verpflichtung, sorgte für viel Aufsehen in der ganzen Liga. Columbus muss zwar den Abgang von Sam Gagner verkraften, doch mit Artemi Panarin ist einer der besten Stocktechniker und einer der gefährlichsten Torjäger der Liga nun Teil des Teams aus Ohio.

Video: CHI@NYI: Panarin erzielt sein zweites Überzahltor

Bei kaum einem Team der Eastern Conference ist die Liste der Zu- und Abgänge länger, als bei den Montreal Canadiens. Andrei Markov, Steve Ott, Alexander Radulov, Nikita Nesterov, Nathan Beaulieu, Alexei Emelin sind nur einige der Spieler, die nächste Saison nicht mehr in Quebec auf dem Eis stehen werden. Dafür stoßen unter anderem Karl Alzner, David Schlemko, Jonathan Drouin, Ales Hemsky, Joe Morrow und Mark Streit zum Team der Kanadier. Mit dieser Wachablösung, die Streit wieder zu seinem ehemaligen Arbeitgeber bringt, wollen die Canadiens wieder um den Stanley Cup mitspielen.

Auch die Buffalo Sabres können einen Heimkehrer begrüßen. In einem Transfer mit den Minnesota Wild, holten sie Jason Pomminville zurück in den Staat New York, der bereits von 2003-2013 für Buffalo spielte. Im gleichen Transfer kam Marco Scandella, doch die beiden Athleten hatten einen Preis. Die Sabres mussten dafür Tyler Ennis und Marcus Foligno ziehen lassen. Außerdem kam Victor Antipin, um gemeinsam mit Scandella die Abwehr zu stabilisieren.

Mit den Carolina Hurricanes, konnte sich ein Team, dass in der vergangenen Saison die Playoffs deutlich verpasste, gut verstärken. Mit Justin Williams hat die Mannschaft einen erfahrenen Anführer gewonnen, Trevor van Riemsdyk dürfte der Abwehr der Hurricanes gut tun und Marcus Kruger soll als Center für mehr Tiefe im Kader sorgen. Fraglich ist, ob Neuzugang Scott Darling, bisher Ersatztorwart bei den Chicago Blackhawks, das Zeug zur Nummer eins zwischen den Pfosten hat.

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