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Blackhawks begeistert von Besuch in Berlin

Das Team aus Chicago schwärmt nach einem 3:1-Sieg in der Global Series Challenge gegen die Eisbären von der Erfahrung in Berlin

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Das große Eishockeyspektakel ist vorbei, die Chicago Blackhawks gingen in der Mercedes-Benz Arena gegen die Eisbären Berlin am Ende mit einem 3:1-Sieg vom Eis der Hauptstadt. Die heimischen Fans feierten ihre Eisbären trotz der Niederlage gegen die Favoriten aus der NHL das gesamte Spiel über und auch nach der Schlusssirene mit den gewohnt frenetischen Eisbären- und Dynamo-Rufen. Diese Szenen nach dem Spielende waren damit beispielhaft für das gesamte Wochenende, an dem die Superstars aus der NHL in der Hauptstadt zu Gast waren, um sich auf das erste Spiel der regulären Saison vorzubereiten, eine Begegnung mit den Philadelphia Flyers am 4. Oktober in Prag.

"Die Stimmung war cool", war Corey Crawford, der Torhüter der Blackhawks begeistert von den Berliner Anhängern, die hinter seinem Tor Lärm machten. "Das war sicherlich eine neue Erfahrung. Es wäre schön zu Hause so eine Kulisse zu haben. Ich habe gehört, dass das hier in vielen Stadien so ist. Das gibt dem Spiel einfach eine ganz andere Atmosphäre."

Der zweimalige Gewinner des Stanley Cups wusste nicht nur die Atmosphäre während der Partie zu schätzen, sondern wird den Besuch in Berlin insgesamt in guter Erinnerung behalten, wie er nach dem Spiel wissen ließ. "Die ganze Erfahrung hier war einfach cool. Wir sind so gut aufgenommen worden und es war toll Berlin zu sehen, ein paar Sehenswürdigkeiten abzulaufen."

Die Blackhawks landeten am Freitagvormittag in Berlin und trainierten nur wenige Stunden später in der Mercedes-Benz Arena. Während sich die Spieler am Samstag auf das Spiel des nächsten Tages vorbereiteten, gab es für die Fans in der Mall of Berlin bereits die NHL Global Fan Tour zu besuchen, wo neben verschiedenen Wettbewerben, wie der Suche nach dem härtesten Schlagschuss unter den Fans, Ausstellungsstücke aus der Hockey Hall of Fame zu bestaunen waren.

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Mit reibungslosen Abläufen und großem Interesse von Seiten der Fans zeigte dieses Wochenende deutlich, dass Eishockey längst keine Randsportart und die NHL keine weit entfernte, unbekannte und unnahbare Organisation ist, sondern in Europa und Deutschland gebührend empfangen wird. Das spürten die Blackhawks deutlich und zeigten sich entsprechend begeistert von der Erfahrung.

"Der Besuch in Berlin war großartig", schwärmte Trainer Jeremy Colliton. "Das haben wir uns so erhofft. Die europäische Fankultur macht einfach Spaß, es ist super da mittendrin zu sein. Das gibt den Spielern viel Energie und oft kommt dabei dann auch ein gutes Spiel heraus."

Für die Spieler der Eisbären war es ebenfalls alles andere als eine alltägliche Erfahrung, das Fazit fiel aber ähnlich positiv aus. Torwart Maximilian Franzreb, der zum dritten Drittel eingewechselt wurde, sprach nach dem Spiel ähnlich begeistert wie sein Gegenüber Crawford von dem Erlebnis.

"Überragend. Die Jungs sind angekommen, die kochen auch nur mit Wasser und haben sich super verhalten", lobte der gebürtige Bad Tölzer die entspannte Art der Weltstars aus den USA. "Es war super die kennenzulernen, beim Warmup habe ich mich sogar mit den Torhütern, Corey Crawford und Robin Lehner, unterhalten. Das war eine super Erfahrung und alles war super organisiert."

Die Eisbären mussten sich am Ende zwar geschlagen geben, hielten aber über weite Strecken des Spiels gut mit und zeigten sich als ebenbürtiger Gegner. Diesen Spielverlauf sieht Verteidiger Kai Wissmann zum Teil als Verdienst der berüchtigten Berliner Fankurve.

"Super. Wie immer, wie wir es von unseren Fans gewohnt sind, eine super Stimmung", lobte der 22-jährige Nationalspieler die Fans. "Ich fand es auch cool mal einen anderen Ablauf vor dem Spiel zu haben, mit den Nationalhymnen. Das war alles mehr wie in der NHL, das war eine coole Erfahrung."

Sean Backman, der zum zwischenzeitlichen 1:1 ausglich, ist die Atmosphäre in Ost-Berlin längst gewöhnt, er geht bereits in seiner dritten Saison für die Eisbären auf Punktejagd. Trotzt der Niederlage war er mit dem Spiel und der Atmosphäre, mit der die NHL begrüßt und verabschiedet wurde mehr als zufrieden.

 

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"Die Unterstützung der Fans war für beide Teams großartig", so der US-Amerikaner. "Die Fans sind einfach gekommen um gutes Eishockey zu sehen, das haben wir ihnen gegeben. Es gab auch Jubel für die Blackhawks und von den Eisbären-Fans wie immer geniale Unterstützung für uns."

Das Event war also ein voller Erfolg, die Blackhawks zeigten sich als Gäste von ihrer besten Seite und repräsentierten die NHL würdig. In Zukunft dürften in Berlin und besonders bei den Spielen der Eisbären damit wohl mehr Blackhawks-Trikots zu sehen sein. Auf der anderen Seite hat Berlin der NHL gezeigt, dass Spiele in Deutschland ein voller Erfolg sind und für die Elite-Liga auch in Zukunft ein interessantes Projekt sein dürften.

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