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Blick notgedrungen auf die neue Saison werfen

15 Franchises der NHL beginnen bereits jetzt mit den Planungen für eine bessere Zukunft

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Während für 16 Teams die entscheidende Saisonphase in der NHL gerade erst ins Haus steht, müssen sich notgedrungen 15 Mannschaften vor Beginn der Stanley Cup Playoffs bis zum Herbst verabschieden.

Doch auch im Lager der Enttäuschten gestalten sich die kommende Monate durchaus spannend, gilt es doch, sich für eine sportlich erfolgreichere Zukunft aufzustellen und hierzu die richtigen Planungen und Entscheidungen vorzunehmen.

Buffalo Sabres: Als punktschwächstes Team der NHL haben die Sabres tatsächlich Ligageschichte geschrieben. Sie beendeten als erste Mannschaft die Runde auf Rang 31, nachdem die Vegas Golden Knights als 31. Franchise erst frisch zur Liga hinzugestoßen waren.

Die Sabres haben dadurch die statistisch größte Chance auf den Nummer 1 Draft Pick und bekommen somit einmal mehr eine tolle Gelegenheit, sich über den Draft für die Zukunft besser aufzustellen.

Ottawa Senators: Dass die Senators bereits jetzt zu Zuschauern werden, hatte vor dem Saisonstart kaum jemand vermutet. Schließlich stand das Team im Vorjahr im Eastern Conference-Finale gegen die Pittsburgh Penguins. Die Spekulationen über die Zukunft von Kapitän Erik Karlsson werden das Team wohl noch einige Zeit begleiten. Viele Fans der Organisation dürften auf einen langfristigen Verbleib des Leaders hoffen, damit er die Gelegenheit wahrnehmen kann, das Team zurück auf den Erfolgsweg zu führen. Zu den positiven Überraschungen der Saison zählte in Ottawa Matt Duchene. Er lieferte seit Jahresbeginn immerhin 20 Tore und 42 Punkte in den ersten 43 Spielen des Kalenderjahres mit seinem neuen Team. Das macht Mut für 2018/19.

 

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Arizona Coyotes: Die Saison der Coyotes wäre vermutlich deutlich besser verlaufen, hätten sie nicht diesen katastrophalen Saisonstart erwischt. Doch elf Niederlagen in Folge waren eine Ausgangssituation, die die Stimmung in Mannschaft und Umfeld direkt in den Keller stürzen ließ.

Das Jahr 2018 verlief für die Organisation von Anfang an deutlich besser, machte Mut für eine positive Zukunft. Besonders Torhüter Antti Raanta überzeugte und mauserte sich zu einem der besten Torhüter der Liga. Sollte er dem Team über den Sommer hinaus erhalten bleiben, wäre es gut vorstellbar, dass die Verantwortlichen in Arizona um ihn herum ein durchaus konkurrenzfähiges Team aufbauen können.

Montreal Canadiens: Bedingt auch durch die längerfristigen Ausfälle von Carey Price und Shea Weber erlebten die Canadiens eine recht frustrierende Spielzeit. Beide Akteure fielen über 20 Spiele lang aus, was die Erfolgsaussichten des Teams entscheidend geschmälert hat.

In der neuen Spielzeit wäre schon alleine dann mehr drin, wenn beide gesund blieben. Zudem macht die Zukunft der jungen Wilden Hoffnung. Brendan Gallagher, Alex Galchenyuk und Jonathan Drouin haben Fans und Beobachter zuletzt gleichermaßen erfreut.

Detroit Red Wings: Die Inbetriebnahme der Little Caesars Arena sorgte zu Saisonbeginn für viele strahlende Gesichter in Detroit. Doch auf Dauer trübten sich die Minen der Red Wings mehr und mehr ein. Am Ende stand die Traditionsmannschaft einmal mehr ohne Endrunden-Startplatz da.

Doch auch bei ihnen gab es durchaus vielversprechende, positive Ansätze zu beobachten. Dylan Larkin und Anthony Mantha überzeugten. Weitere junge Spieler wie Tyler Bertuzzi und Martin Frk scheinen eine große Zukunft zu haben. Die Basis ist durchaus vielversprechend. Jetzt muss sie nur noch konsequent weiterentwickelt werden.

Vancouver Canucks: Der vielbeachtete Abschied von Daniel und Henrik Sedin zum Saisonende überstrahlte die Situation in Vancouver und zeigte wie groß die Eishockeybegeisterung an der kanadischen Westküste grundsätzlich ist. Doch auch vor der sportlichen Zukunft muss den Canucks bestimmt nicht bange sein. Brock Boeser und Bo Horvat haben gezeigt, dass Talent durchaus vorhanden ist, auf das sich prima aufbauen lässt. Hinzu kommen vielversprechende Perspektivspieler wie Ellias Pettersson oder Jonathan Dahlen.

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Chicago Blackhawks: Nach zuvor neun Endrundenteilnahmen in Folge müssen die Blackhawks in diesem Frühjahr sehr früh ihre Spinde ausräumen. Besonders die Verletzung von Stammtorhüter Corey Crawford schmerzte das erfolgsverwöhnte Team - Chicago gewann in den Jahren 2010, 2013 und 2015 den Stanley Cup.

In Zukunft setzen die Blackhawks verstärkt auf eine weiter positive Entwicklung von Spielern wie Nick Schmaltz und Alex DeBrincat, die beide mehr als zwanzig Tore erzielen und über 50 Punkte ansammeln konnten, jedoch noch keine 22 Jahre alt sind. Ihnen dürfte eine gute Zukunft ins Haus stehen.

New York Rangers: Ohne Cheftrainer Alain Vigneault werden die Blueshirts ihre Zukunft planen, nachdem die Rangers erstmals seit acht Jahren die Endrunde verpasst haben. Kurz nach der abschließenden 0:5-Klatsche bei den Philadelphia Flyers wurde die Trennung von ihrem Coach offiziell bekannt. Der Umbau des Teams, der bereits zu Trading Deadline für jedermann sichtbar eingeleitet wurde, als das Franchise etliche verdiente Spieler abgab, wird also mit einem neuen Übungsleiter vonstattengehen.

 

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Edmonton Oilers: Die Oilers waren eine der großen Enttäuschungen der Saison. Nach den erfolgversprechenden Playoff-Auftritten im Vorjahr, wollte das Team eigentlich jetzt den nächsten Schritt gehen. Daraus wird nun nichts. Die Oilers haben die Playoffs verpasst, müssen einen Schritt zurück, statt nach vorne machen.

Viel Kritik zog Torhüter Cam Talbot auf sich. Von ihm wurde mehr erwartet. Wollen die Jungs aus Alberta im kommenden Frühjahr wieder ernsthaft in Richtung Stanley Cup schielen, wird die Torwart-Position mitentscheidend sein.

New York Islanders: Die Personalie John Tavares beschäftigte schon seit Monaten das Umfeld der Islanders. Der Kapitän zierte sich bisher seinen im Sommer auslaufenden Vertrag in New York vorzeitig zu verlängern. Gleichzeitig glitt den Jungs aus Brooklyn die gute Ausgangsposition beim Kampf um einen KO-Runden-Platz, nach diesmal durchaus gutem Saisonstart, im Finale noch deutlich durch die Finger.

Im Vorjahr war es genau andersherum, da musste ein schwacher Start aufgeholt werden, womit sie am Ende knapp scheiterten. Die Stimmung unter den Fans ist derzeit eher schlecht. Viel wird davon abhängen was die Islanders, speziell General Manager Garth Snow, über den Sommer anstellen, um den nächsten Anlauf auf die Playoffs erfolgreicher zu gestalten.

Carolina Hurricanes: Die 'Canes' wähnten sich schon etwas weiter auf ihrem Weg zurück in die Spitzengruppe der Liga. Doch in der Saison 2017/18 gab es für die mannen aus Raleigh einmal mehr keinen Playoffplatz. Schwachpunkt war unter anderem die Torwartposition, auf der keiner der eingesetzten Goalies wirklich dauerhaft zu überzeugen vermochte.

Zukünftig wird sich auch Jeff Skinner wieder steigern müssen, der eine für seine Verhältnisse schwache Spielzeit hinter sich hat. Mut macht hingegen die Entwicklung von Teuvo Teravainen, der die 20-Tore-Marke übertraf und die 60 Punkte-Barriere erreichte.

Calgary Flames: Eine bittere Durststrecke im Saisonfinale kostete den Flames die zwischenzeitlich sicher geglaubte Playoff-Teilnahme. Das Team hat durchaus das Potenzial es im nächsten Jahr besser zu machen. Die Flames wurden in der zurückliegenden Runde durch Verletzungsprobleme zurückgeworfen. So hat unter anderem Torhüter Mike Smith nicht die Einsatzzeiten erreichen können, die von ihm zu erwarten gewesen wären.

Video: CGY@BUF: Monahan bringt Gaudreaus Vorlage heim

In der Offensive präsentierte sich das Team zu abhängig von den Leistungen eines Sean Monahan und Johnny Gaudreau. Etwas mehr Breite im Kader wäre erstrebenswert für die Zukunft.

Dallas Stars: Eine bittere Niederlagenserie zur Unzeit kostete auch den Stars die Playoff-Qualifikation. Viele positive Ansätze gab es für die Anhängerschaft der Stars zu bestaunen. Tyler Seguin vermochte zu begeistern, knackte die 40-Tore-Marke und Jamie Benn traf über 30 Mal ins Tor der Gegner. Selbst Alexander Radulov setzte nach seiner Verpflichtung Bestwerte für sein neues Team. Wenn die positiven Entwicklungen fortschreiten und das Team weiter an seiner Konstanz arbeitet, dann sollte es schon in Kürze wieder zu mehr reichen.

St. Louis Blues: Wenn eine Mannschaft erst im entscheidenden Spiel gegen den direkten Konkurrenten den Kürzeren zieht, durch eine 2:5-Niederlage gegen die Colorado Avalanche am letzten Spieltag an den Playoffs scheitert, so wie es gerade den Blues geschehen ist, dann ist der Schmerz bei allen Betroffenen verständlicherweise groß und intensiv. Doch wenn sich diese Enttäuschung in ein paar Tagen verflüchtigt hat, dann werden die Anhänger und die Spieler der Blues begreifen, dass es viel Pech war, das sie hat scheitern lassen. Schon mit etwas mehr Glück beim nächsten Anlauf wäre das Team wieder in der KO-Phase mit dabei.

Florida Panthers: Sie haben gekämpft wie ihre Namensgeber, doch am Ende sollte es für die Panthers nicht reichen. Nach einer über weite Strecken der Saison recht starken Performance, besonders im Kalenderjahr 2018, scheiterten die Panthers nur knapp und unglücklich. Da nützte ihnen auch der neue Heimrekord mit 27 Siegen nichts. Doch vor der Zukunft muss dem Team gar nicht bange sein. Herausragend im Endspurt war Torwart-Veteran Roberto Luongo, der all seine Routine im Tor der 'Cats' ausspielen konnte als es in die entscheidenden Begegnungen ging. An ihm lag es jedenfalls ganz bestimmt nicht, dass sie am Ende knapp an den Playoff-Plätzen vorbeischlitterten.

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