Die Toronto Maple Leafs verbuchten in der frühzeitig beendeten regulären Saison eine Bilanz von 36-25-9 (0,579 Punktequote) und wurden hinter den Boston Bruins und Tampa Bay Lightning Dritter in der Atlantic Division. Sie gehen in die Stanley Cup Qualifikationsspiele als an Nr. 8 Gesetzte der Eastern Conference und werden in einer von insgesamt acht Best-of-5-Serien zur Qualifikation für die erste Runde der Stanley Cup Playoffs auf die Columbus Blue Jackets (33-22-15, 0,579) als Nr. 9 treffen. Startdatum und die Gastgeberstädte wurden noch nicht bestimmt.
Sag niemals nie
Der vor allem als Titel eines James-Bond-Films bekannt gewordene Spruch könnte auch auf die Maple Leafs zutreffen, wenn es um ihre Chancen geht, den Stanley Cup endlich wieder nach Toronto zu holen. Genau genommen steht er dort in der Hockey Hall of Fame das ganze Jahr über, nur mit dem Gewinnen des legendären Pokals tut sich die ortsansässige Organisation schon lange schwer. Der letzte Titel stammt aus dem Jahr 1967. Damit warten sie 53 Jahre und damit so lange wie kein anderer Klub in der NHL auf den ultimativen Erfolg. Das letzte Mal, dass sie überhaupt die zweite Runde der Playoffs erreichten, ist schon wieder 16 Jahre her. Warum sollte es also ausgerechnet dieses Mal klappen? Vielleicht, weil das Team von der Qualität her betrachtet ohne Zweifel das Potenzial dazu hat und gerade in diesem Jahr alles anders läuft als sonst. Der Stanley Cup wird nur in zwei Gastgeberstädten ohne Fans und wohl auch ohne Pressevertreter ausgespielt. Es könnte ein Vorteil für die Maple Leafs sein, die traditionell von sehr vielen Medien "heimgesucht" werden und den Erwartungsdruck in der kanadischen Metropole hautnah zu spüren bekommen.
Ähnliches: John Tavares]
Rückkehr der Verletzten
Lief es von Beginn an nicht richtig rund in der Defensive der Maple Leafs, kamen auch noch diverse Verletzungen der Leistungsträger an der blauen Linie hinzu. Morgan Rielly, Jake Muzzin und Cody Ceci fielen wegen unterschiedlicher Blessuren für eine nicht unerhebliche Zahl von Spielen aus. Die Quittung waren 227 Gegentore, was nur den 27. Platz von den 31 Teams bedeutete. Hier muss dringend eine Steigerung erfolgen, denn die Offensive war mit 238 Toren die drittbeste der Liga, doch nach einem bekannten und häufig gültigen Ausspruch gewinnt die Offensive nur Spiele, aber die Defensive eben die Meisterschaften. Die Rückkehr des Trios sollte der Abwehr mehr Stabilität verleihen, aber ebenso für mehr Torgefahr von der blauen Linie sorgen. Auch könnte das ohnehin schon gefährliche Überzahlspiel (23,1 %; 5. Platz) nochmals einen Schub erhalten, genauso dringend notwendig ist die Rückkehr dieser defensiven Leistungsträger für das bisher unterdurchschnittliche Unterzahlspiel (77,7 %; 21. Platz). Im Sturm kommt mit Ilya Mikheyev ein spielfreudiger und gewitzter Spieler zurück, der bis zu seiner Verletzung in der 2. Reihe spielte und schon zeigen konnte wie gepunktet wird.