Flyers-Trainer Vigneault ist ein Experte für Comebacks
Die Ausgangssituation der Flyers ist schwierig. Sie müssen die restlichen drei Spiele alle gewinnen, um in das Eastern Conference Finale einzuziehen. Die nächste Niederlage gegen die Islanders würde zum Saisonaus führen. Dementsprechend groß ist die mentale Belastung. Doch es gibt auch eine gute Nachricht für Philadelphia: Die Flyers haben in Alain Vigneault nämlich einen Trainer, der praktisch ein Experte für diese schwierige Ausgangssituation ist.
In den Jahren 2014 und 2015, als Vigneault für die New York Rangers zuständig war, lag er in der 2. Playoff-Runde ebenfalls jeweils einmal mit 1:3 zurück - zunächst gegen die Pittsburgh Penguins, ein Jahr später dann gegen die Washington Capitals. Beide Male setzten sich die Rangers durch. 2014 erreichten sie daraufhin sogar das Finale um den Stanley Cup.
Rein statistisch spricht zwar alles gegen die Flyers, denn in der NHL-Historie schafften nach einem 1:3-Rückstand nur 29 von 313 Teams die Wende. Doch wenn man einen Trainer hinter der Bande hat, der für zwei dieser 29 Comebacks verantwortlich war, dürfte das für Selbstvertrauen sorgen.
Michael Raffl möchte zurück auf das Eis
Es gibt nur eine Sache, die für einen Sportler noch frustrierender ist als eine Niederlage: Wenn man draußen sitzt und seiner Mannschaft beim Verlieren zuschauen muss. Genau dieses Schicksal ereilte den Österreicher Michael Raffl von den Flyers in den vergangenen beiden Partien.
Als der Offensivspieler am Mittwoch vergangener Woche letztmals auf dem Eis stand, gewannen die Flyers ihr Spiel noch mit 4:3 in der Overtime - der bislang einzige Sieg in dieser Serie gegen die Islanders.
Ob das für Vigneault Grund genug ist, um in Spiel 5 wieder auf den 31-Jährigen zu setzen? Der aus Villach stammende NHL-Star hat in den laufenden Playoffs mit seinen drei Toren und einer Vorlage bereits Effektivität bewiesen, kann zudem mit seinen Hits immer wieder Impulse setzen.
Der Trainer lobte bereits dessen "Willen und Beharrlichkeit". Genau diese Eigenschaften können entscheidend sein, wenn die eigene Mannschaft mit dem Rücken zur Wand steht.
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Shea Theodore auf dem Wege zum wertvollsten Verteidiger?
Neben den Superstars Mark Stone und Reilly Smith entwickelt sich Verteidiger Shea Theodore von den Vegas Golden Knights zum Überflieger der Playoffs. Seine Bilanz: vier Tore, zehn Assists. Mit insgesamt 14 Scorer-Punkten führt er gemeinsam mit Stone die teaminterne Playoff-Wertung an. Gerade in den vier bisherigen Spielen gegen die Vancouver Canucks war der Kanadier ein Schlüsselfaktor und bereitete sieben Tore vor.
Stone bringt seinen Teamkollegen als wertvollsten Verteidiger der NHL ins Gespräch: "Ich denke, Shea Theodore entwickelt sich zu einem Verteidiger, der vom Kaliber her die Norris Trophy gewinnen könnte." Trainer Peter DeBoer stimmt ihm zu. "Ich bin mir sicher, dass er in den nächsten Jahren ein Kandidat sein wird", sagt der Trainer und nennt die positiven Eigenschaften von Theodore: "Sein Selbstvertrauen, sein Zwei-Wege-Spiel, seine Dominanz und seine Fähigkeit, Spiele zu kontrollieren."
Theodore wird in diesem Jahr noch nicht die James Norris Memorial Trophy gewinnen. Sollte er aber auch in den kommenden Spielen so auftrumpfen wie zuletzt, könnte er ein Kandidat für die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs sein.