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Partycrasher aus Pennsylvania

Philadelphia Flyers vermiesten 50-Jahrfeier der Los Angeles Kings im Staples Center

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

50 Jahre Los Angeles Kings -- 1967-68 bis heute. Nahmhafte Gäste waren am Freitag zur Party des Tages geladen. Aktive aus allen Jahrzenten des Eishockeys an der kalifornischen Pazifikküste nahmen Teil. 16 Akteure des ursprünglichen Kings-Kaders ließen sich feiern. Sogar Luc Robitaille und Wayne Gretzky als Vertreter der legendären "Triple Crown Line" gaben sich die Ehre. Rob Blake, Marcel Dionne, Dave Taylor und Rogie Vachon komplettierten die Ehrentribüne im Staples Center. Ob der Feierlichkeiten wurden in den Fans Erinnerungen an berauschende Eishockeynächte in Los Angeles geweckt. Auch die Hiobsbotschaft vom 13. Oktober über den schmerzhaften Ausfall von Jonathan Quick ließ die Vorfreude auf den Abend zunächst nicht vermiesen. Der Kingskeeper erlitt im ersten Abschnitt des Eröffnungsspiels gegen die San Jose Sharks eine Knieverletzung und wird den Stanley Cup Siegern von 2012 und 2014 aller Voraussicht nach mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen.

Doch die Gäste aus Philadelphia erwiesen sich als undankbar. Mit vier Toren binnen
14 Minuten crashten sie im Mittelabschnitt die Party der Kalifornier. Den Fans stockte der Atem, dem fachkundigen Publikum auf der Ehrentribüne vemießte es die Feier, die ganz klassisch in lila-gold gekleideten Kingsspieler erstarrten auf dem Eis. Auch wenn die Kings nach der 4-2 Niederlage in der Kabine einstimmig konstatierten, dass sie sich nicht aufgegeben hätten und weiter an sich geglaubt haben, einige der betagten Herren aus der Ursprungsmannschaft auf den Rängen hätten sich wohl sichtlich gerne eingewechselt um ihren Nachfolgern auf dem Eis voran zu gehen.

0-2-0-0: So sollte die Jubiläumssaison eigentlich nicht beginnen.

"Am Mittwoch gegen San Jose war es noch eng, doch heute Abend war unser zweites Drittel nicht gut. Das müssen wir besser machen", analysierte Kapitän Anze Kopitar den Saisonstart auf NHL.com.

Kings General Manager Dean Lombardi formulierte noch vor der Partie seine Sorgen über den Verlust der Etatmäßigen Nummer 1. Doch niemand in Los Angeles möchte sich tatsächlich ausmalen, dass das zweite Drittel gegen die Philadelphia Flyers tatsächlich ein Vorgeschmack auf die kommenden Monate ohne Goalie Jonathan Quick ist.

Entgegen aller Schwarzmalerei gingen jedoch nicht sämtliche Gegentreffer des Abends auf die Kappe von Ersatzmann Jeff Zatkoff. Bei einem Treffer hatte er aufgrund des Gedränges vor seinem Kasten kaum Sicht, einem anderen ging ein folgenschwerer Wechselfehler der Kings voraus.

Verteidiger Drew Doughty jedenfalls nahm seinen 29-Jährigen Schlussmann nach der Partie voll und ganz in Schutz: "Im zweiten Abschnitt hatten sie das Momentum auf ihrer Seite. Es begann alles mit dem ersten Tor. Wir haben uns auf der Bank nicht hängen gelassen, auch wenn es danach aussah. Danach hat Zats einen big Save nach dem anderen gemacht. Aber er kann eben nicht alles halten. Manchmal gehen die Dinger eben rein. Heute war jeder Schuld außer Zats. Ich finde, dass er ein großartiges Spiel gemacht hat. Man kann ihm bei keinem dieser Tore die Schuld geben. Alle gehen auf uns."

Auch Headcoach Darryl Sutter steht voll und ganz hinter seinem Schützling: "Im ersten drittel hat er uns mit zwei rießen Saves in Unterzahl im Spiel gehalten. Dank ihm sind wir mit 0-0 in das zweite Drittel gegangen. Die ersten beiden Tore waren Konter. Er hat uns eine Chance gegeben."

Und Jeff "Zats" Zatkoff wird in den nächsten Wochen wohl noch öfters die Gelegenheit erhalten, seine Farben im Spiel zu halten.

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