Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Philadelphia Flyers und den Carolina Hurricanes

Zurück in den Stanley Cup Playoffs! Die Philadelphia Flyers sicherten sich ihr Ticket am Montag zu Hause in der Xfinity Mobile Arena mit einem 3:2-Comebacksieg nach Penaltyschießen. Damit stehen sie erstmals seit 2020 wieder in den Playoffs. Während Torwart Dan Vladar sich gewohnt zuverlässig zeigte, sorgten die talentierten jungen Stürmer für einen Comeback-Sieg. Dadurch wartet in der ersten Runde nun das Derby gegen die Pittsburgh Penguins. Mit dem Erreichen der Verlängerung sicherten sich die Hurricanes trotzdem den ersten Platz in der Eastern Conference.

„Das haben wir schon das ganze Jahr über gemacht“, kommentierte Flyers-Stürmer Owen Tippett das Comeback nach dem 0:2-Rückstand. „Wir wissen, dass wir bis zum Schluss nie aus dem Spiel sind und ich denke, das haben wir heute bewiesen.“

Rückkehr in die Playoffs

2020 standen die Flyers noch in der zweiten Runde der Playoffs, wo sie knapp in sieben Spielen gegen die New York Islanders ausschieden. Danach folgten aber Jahre der Enttäuschung.

Die Flyers kamen in fünf Jahren nie über den sechsten Platz der Metropolitan Division hinaus, 2022 und 2025 landeten sie auf dem letzten Platz. Trotz dieser Ergebnisse hatten die Flyers zumindest in den vergangenen beiden Spielzeiten durchaus Hoffnung. In der Saison 2023/24 standen sie am 5. April noch auf einem Playoff-Platz und verpassten die Qualifikation nur knapp.

Mit einem Team voller junger Talente sind die Flyers nun zurück. Einige ihrer Draft Picks der vergangenen Jahre machen einen guten Eindruck und der Zugang von Stürmer Trevor Zegras erwies sich als absoluter Glücksgriff.

„Das war ein großer Sieg“, freute sich Tippett. „Das wird Spaß machen. Die Spieler in dieser Mannschaft haben so eine enge Bindung. Es gab das ganze Jahr über so viele Zweifler, aber wir haben von Anfang an an uns geglaubt. Das wird super und wir werden es genießen. Aber unser Job hier ist noch nicht getan.“

CAR@PHI: Vladar führt Flyers mit Sieg im Penaltyschießen in die  Playoffs

Auf Vladar ist Verlass

Gegen die Hurricanes konnten sich die Flyers einmal mehr auf ihren Anker Dan Vladar verlassen. Der Torhüter war die gesamte Saison über eine Konstante, die Stabilität und Ruhe in die Mannschaft brachte.

„Vladdy hat uns im Spiel gehalten, er hat nie aufgegeben“, lobte Stürmer Tyson Foerster. „Wir haben gewonnen und jetzt sind wir alle aufgeregt.“

Am Montag musste Vladar im ersten Drittel zwei Mal hinter sich greifen, und Philadelphia hatte die schwierige Aufgabe vor sich, gegen das Spitzenteam der Eastern Conference einen 0:2-Rückstand aufzuholen. Vladar blieb für den Rest des Spiels aber fehlerfrei und stoppte sogar im Penaltyschießen alle vier Schützen der Hurricanes. In der regulären Spielzeit und der Verlängerung hielt er 24 von 26 Schüssen (92,3 Prozent).

Vladar liefert in dieser Spielzeit konstant gute und zuverlässige Leistungen. In 52 Spielen kommt er auf eine Bilanz von 29-14-7 bei 90,6 Prozent Fangquote und durchschnittlich 2,42 Gegentoren pro Spiel.

Die jungen Wilden stürmen zum Comeback

Im zweiten Drittel war zu sehen, warum die Flyers durchaus optimistisch in die Zukunft blicken können. In der 28. Minute erzielte der 21-jährige Matvei Michkov mit seinem 19. Saisontor den Anschluss.

Noch besser wurde es in der 31. Minute. Zegras wurde in Überzahl von Rookie Porter Martone mit einem Querpass vor dem Tor bedient und sorgte für den Ausgleich. Der 25-jährige Torschütze ist mit 67 Punkten (26 Tore, 41 Assists) der zweitbeste Scorer, der beste Vorbereiter und der drittbeste Torjäger der Flyers. Martone, den die Flyers in der ersten Runde des NHL Draft 2025 mit dem sechsten Pick gewählt hatten, wurde erst am 31. März in die NHL berufen und kommt seitdem auf acht Punkte (drei Tore, fünf Assists) in acht Spielen.

Der Star des Abends war aber Stürmer Tyson Foerster. Der 24-jährige Stürmer musste am 15. Dezember aufgrund einer Verletzung am Arm operiert werden und es schien, als wäre die Saison für ihn beendet. Am 2. April kehrte er aber zurück. Gegen Carolina hatte er den zweiten Assist bei Zegras' Tor und brachte im Penaltyschießen die Entscheidung.

„Um ehrlich zu sein, dachte ich nicht, dass er diese Saison nochmal spielt“, gab Trainer Rick Tocchet zu. „Wir hatten kein Datum für seine Rückkehr, aber er war fest entschlossen. Er hat viele einsame Stunden mit der Reha verbracht... Das war ein starkes Tor. Der Torwart hat ihm keine große Lücke geboten und ich bin mir nicht sicher, wie er den rein gekriegt hat. Unglaublicher Schuss.“

Battle of Pennsylvania

Die Freude über die Qualifikation ist vermutlich noch größer, da der Gegner in der ersten Playoff-Runde bereits feststeht. Die Flyers haben 96 Punkte aus 81 Spielen (42-27-12) und werden die Saison auf Platz drei der Metropolitan Division beenden. Damit treten sie gegen die Pittsburgh Penguins an, die mit 98 Punkten (41-24-16) auf Platz zwei stehen.

Die beiden Teams aus dem Staat Pennsylvania wurden gleichzeitig 1967 in die Liga aufgenommen. Philadelphia dominierte das Derby für mehrere Jahrzehnte, doch seit 2008 drehte sich das Kräfteverhältnis und die Penguins wurden zum Favoriten. 2012 sorgte das Duell für eine denkwürdige Playoff-Serie, als die beiden Mannschaften in den ersten vier Spielen der Serie gemeinsam 45 Tore erzielten und dabei 309 Strafminuten sammelten.

Die Flyers schließen die reguläre Saison am Dienstag mit einem Heimspiel gegen die Montreal Canadiens ab.

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