"Wichtig in unserer Situation ist es, nicht auf das große Ganze zu schauen, sondern immer nur auf das nächste Spiel. Wir müssen jetzt einen Schritt nach dem anderen machen", beschrieb er die Maxime, die er seinen Schützlingen einimpft. Vigneault weiß, wovon er spricht. Als Coach der New York Rangers befand er sich in den Playoffs 2014 und 2015 in der gleichen Situation. Seinerzeit triumphierte er am Ende mit seiner Mannschaft noch nach einem 1:3-Rückstand in einer Serie, erst gegen die Pittsburgh Penguins und im folgenden Jahr gegen die Washington Capitals.
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Nach den Worten von Vigneault geht es in Spiel 5 der Serie am Dienstag (7 p. m. ET, Mi. 1 Uhr MESZ, DAZN, NHL.TV, NBCSN, CBC, TVAS) um zwei wesentliche Aspekte: zum einen um den Sieg und zum anderen darum, Zweifel beim Gegner zu säen. "Die gesamte Mannschaft freut sich auf die bevorstehende Aufgabe. Natürlich wird es schwer, denn die Islanders verfügen über ein starkes Team. Aber wenn es uns gelingt, an die Leistung aus Spiel 4 anzuknüpfen und unsere Tormöglichkeiten besser zu verwerten, ist mir nicht bange", hob der Coach hervor.
Womöglich zieht Vigneault für die wichtige Partie einen Trumpf aus dem Ärmel. Er heißt Oskar Lindblom. Der Angreifer führte im Dezember mit elf Treffern zusammen mit Travis Konecny die Torschützenliste der Flyers an, als bei ihm eine Form von Knochenkrebs diagnostiziert wurde. Nach der durch das Coronavirus verursachten NHL-Pause kehrte er im Trainingscamp zum Team zurück. Seitdem arbeitet er auf sein Comeback hin. Vor Spiel 4 lief er sich in Wettkampfmontur mit seinen Mannschaftskollegen warm, zum Einsatz kam er allerdings nicht.