Dominik Hasek (119 Playoff-Spiele; 65-49; GAA 2,02; Fangquote 92,5 Prozent; 14 SO)
Hasek war mehr als nur ein erfolgreicher Torwart. Der Dominator, so lautete sein Spitzname, hat das Torwartspiel einst revolutioniert. Er machte den sogenannten "Butterfly-Stil" salonfähig, indem er unorthodox agierte. In seinem Tor turnte er herum, schmiss sich auf den Rücken und klärte die Schüsse notfalls sogar mit dem Kopf. Kurzum: Er tat alles, um ein Tor zu verhindern.
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Nach ihm wurde sogar die "Hasek Rolle" benannt. Dabei lässt der am Boden liegende Goalie seine Torhüterkelle los und greift mit der freien Hand über den Kopf, um so den Puck abzuwehren.
Der Journalist Michael Farber von der us-amerikanischen Sportzeitschrift "Sports Illustrated" brachte zu Hasek einen treffenden wie auch lustigen Vergleich zu der US-Sitcom "Seinfeld": "Er neigt dazu, so zu spielen, wie Kramer Seinfelds Wohnung betritt. Und zwar mit einem Mix aus flatternden Armen und wilden Gesten, was irgendwie trotzdem eine perfekte Logik hat."
Der eine oder andere Torwart-Kollege empfand den Stil als merkwürdig. "Er war so unbeholfen", sagte Martin Brodeur. "So etwas hatte ich noch nie von einem anderen Torwart gesehen. Ich konnte es zuerst gar nicht glauben. Ich dachte, das wäre Glück. Ich dachte, er ist ein Torwart, der einfach Glück hat."