Der Ausfall ist nicht nur für Krejci schmerzhaft, sondern im übertragenen Sinne auch für das Team. Der erfahrene Center aus der zweiten Sturmformation war in jedem der letzten fünf Auftritte gegen die Toronto Maple Leafs in der ersten Playoffrunde an einem Treffer beteiligt gewesen. In der jüngsten Partie blieb er zwar punktlos, überzeugte aber am Bullypunkt mit einer Gewinnquote von 67 Prozent.
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Für die Bruins ist es zwar neu, dass Krejci nicht mitwirken kann - der Tscheche verpasste in der regulären Saison nur eine Partie -, doch Verletzungssorgen waren sie in diesem Jahr bereits gewohnt. Linksaußen Jake DeBrusk musste 14 Spiele pausieren, Krejcis junger Landsmann Rechtsaußen David Pastrnak deren 16 und Center Patrice Bergeron sogar 17. Hierbei sind nur Stürmer aus den ersten zwei Reihen aufgeführt.
In keiner einzigen ihrer 82 Saisonpartien konnten die Bruins aus dem Vollen schöpfen. Aber was bedeutet in Boston schon Bestbesetzung? Ihr Kader ist so hochkarätig bestückt, dass sie Ausfälle kompensieren können. Selbstverständlich hat ein Charlie Coyle, der mittlerweile auch Spaß am Tore schießen gefunden hat, als Center des dritten Sturms noch Verbesserungsbedarf am Anspielpunkt (41,7 Prozent gg. Blue Jackets; 43,8 Prozent in den Playoffs), doch es ist ihm zuzutrauen, dass er die Rolle als Ersatz von Krejci in der zweiten Reihe gut ausfüllt. Schließlich wächst man mit den Herausforderungen, vor die man gestellt wird.
"Nun, die Coyle-Akquisition war genau darauf ausgerichtet, er festigt das Zentrum in der dritten Reihe und ist im Notfall ein Mann, der nach oben geht", sagte Cassidy. "Wir hatten dieses Gespräch lange Zeit intern. Wir fragten uns bereits Anfang des Jahres, ob wir hierfür jemanden haben. Ist da jemand, der im Falle einer Bergeron-, Krejci-Verletzung nach oben rückt?"