Erst 32 Jahre nach ihrer Gründung erregte erstmals ein Spieler aus dem deutschsprachigen Raum die Aufmerksamkeit der Vancouver Canucks. Beim NHL Draft 2002 entschieden sie sich in der neunten Runde an insgesamt 277. Stelle für Thomas Nüssli. Der junge Stürmer hatte die Schweizer U20-Auswahl bei der Junioren-Weltmeisterschaften 2001/02 zum Einzug ins Spiel um Bronze verholfen. Mit sechs Punkten (3 Tore, 3 Assists) in sieben Spielen schloss der gebürtige Herisauer, als punktbester Akteur der Schweizer Junioren, das Turnier ab. Nüssli, der nie eine NHL-Partie bestritt, spielte bis zur Saison 2018/19 in der Schweizer Nationalliga A.
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Die große Zeit der Schweizer in Diensten der Canucks sollte ab Mitte der 2010er Jahre folgen, doch zuvor suchten vier Deutsche sowie ein Österreicher ihr Glück an der westkanadischen Pazifikküste. Und für einen hätte es fast zum größten Erfolg gereicht, den ein Eishockeyspieler auf Klubebene erreichen kann.
Verteidiger Sven Butenschön, in Itzehoe geboren, jedoch in Kanada aufgewachsen, kam in der Saison 2005/06, zum Ausklang seiner NHL-Karriere, auf acht Partien für die Canucks, ehe er zur Spielzeit 2006/07 in die DEL wechselte, wo er postwendend mit den Adler Mannheim Deutscher Meister wurde.
Dem Eishockey-Olymp ein deutliches Stück näher als Butenschön, rückte jedoch Christian Ehrhoff in der Spielzeit 2010/11. Von den San Jose Sharks beim NHL Draft 2001 in der vierten Runde an Nummer 106 gedraftet und mit einem 3-Jahresvertrag über 9,3 Millionen Dollar ausgestattet, von dem erst ein Jahr verstrichen war, wurde am 28. August 2009 Ehrhoff zusammen mit Brad Lukowich im Tausch gegen Patrick White und Daniel Rahimi nach Vancouver getradet.