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Die 1. Runde beim Draft hat mehr zu bieten

Alles dreht sich um Patrick und Hischier, doch am Freitag werden die ersten 31 Spieler ausgewählt

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Wenn am Freitag ab 7 p.m. ET (Sa. 1:00 Uhr MESZ) der NHL Draft 2017 im United Center von Chicago beginnt, dann dreht sich vieles um die Frage, die schon frühzeitig am Abend geklärt werden wird.

Wird der Kanadier Nolan Patrick als der von der NHL Central Scouting Liste an Nummer 1 gesetzte Stürmer von den New Jersey Devils an der ersten Position gezogen oder schreibt die Franchise doch Geschichte, indem sie mit dem Schweizer Nico Hischier erstmalig einen jungen Spieler, der nicht aus den Top 6 Nationen des Welteishockeys kommt, auf den Thron hieven.

Doch die dreieinhalbstündige Veranstaltung am ersten Abend hat mehr zu bieten, als dieses imaginäre Duell. In einer Zeremonie werden alle 31 Teams der NHL ihren Zug der ersten Runde vollziehen, ehe es am Samstagmorgen (10 a.m. ET; 16 Uhr MESZ) mit der zweiten bis siebten Runde im Schnelldurchlauf weitergeht.

Drei Mannschaften haben ihren Zug der ersten Runde in einem vorherigen Trade abgegeben. Die Anaheim Ducks an die Dallas Stars, die Minnesota Wild an die Arizona Coyotes und die Washington Capitals an die St. Louis Blues. Damit verfügen die jeweils Letztgenannten über zwei Züge.

"Ich denke zwei Züge in der ersten Runde gibt dir einige Optionen", sagte Coyotes General Manager John Chayka. "Es gibt eine gute Auswahl, wenn du wirklich danach suchst, was du finden möchtest. Ich denke wir können Jungs finden, die wir an der richtigen Stelle einsetzen können und das ist es, was wir beim Draft tun wollen."

Die Coyotes haben den eigenen siebten und den 23. Zug, den sie in einem Trade mit den Wild am 26. Februar erworben haben. Insgesamt in allen Runden verfügen sie über sieben Züge, inklusive fünf in den ersten drei Runden.

"Ich denke, man möchte in jedem Draft so viele Züge wie möglich haben", sagte Chayka. "Ich denke, dass sich dieser Draft nicht groß davon unterscheidet. Es gibt viele wirklich gut ausgebildete Spieler."

Am Anfang des Tages ist es auch eine Option für die Teams ihre Züge noch zu traden. "Es ist immer eine Möglichkeit ihn abzugeben", sagte zum Beispiel der Direktor des Amateur Scouting der Colorado Avalanche Alan Hepple. "Ich denke wir müssen sehen, was wir bekommen können und was uns angeboten wird und dann musst du dich entscheiden, aber wir sind darauf vorbereitet."

Colorado war mit 48 Punkten als Letzter der NHL in der abgelaufenen Saison mit der höchsten Wahrscheinlichkeit in der Draft Lotterie am 29. April gestartet, den ersten Zug zu bekommen, fiel jedoch bei der Auslosung auf den vierten Platz zurück und wurde von den Devils, den Philadelphia Flyers und den Dallas Stars, die mehr Losglück hatten, überholt.

"Am Ende des Tage würde ich sicher den ersten Zug machen wollen", sagte Hepple. "Ich meine es wäre etwas gewesen, das großartig gewesen wäre und uns glücklich gemacht hätte. Doch egal, ob wir an Eins oder Vier ziehen, das ist Teil des Spiels und damit müssen wir leben."

Es werden noch zwei spannende Tage vergehen und etliche Spekulationen durch die Lüfte schwirren, ehe die Teams endgültig benennen, wessen Dienste sie sich sichern. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch noch unmittelbar kurz vor der Auswahl, Züge abgegeben wurden und sich Veränderungen in der Reihenfolge ergaben.

Die erste Runde des Drafts hat also sicher mehr zu bieten, als die Frage, ob Patrick oder Hischier der Nummer 1 NHL Draft im Jahr 2017 wird.

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