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Die Florida Panthers befinden sich nach ihrem 4:0-Serien-Sieg gegen die Carolina Hurricanes im Wartemodus. Der Eastern Conference Champion wartet seit dem vierten Erfolg auf den Gewinner der Western Conference, wo sich die Dallas Stars und die Vegas Golden Knights am Montag in Spiel 6 gegenüberstehen.

Die Situation ist für Florida nicht üblich. "Eine so lange Pause zu haben ist definitiv etwas anderes", beschrieb Sam Bennett. "Wir haben jeden Abend gekämpft und plötzlich bekommt man etwas Zeit, um sich zu erholen, das ist gut."

Gerade die Erholung ist für die Akteure ein wichtiger Punkt in den körperlich harten Stanley Cup Playoffs. Auf der anderen Seite ist es trotz der Pause wichtig in Spielform zu bleiben. "Wir haben keine Kontrolle über den Spielplan. Man muss das Beste daraus machen und das tun wir definitiv", erklärte Bennett die Herangehensweise. "Wir schauen darauf, dass wir die richtigen Dinge tun, so dass sich die Körper gut anfühlen. Wir trainieren jeden zweiten Tag und bleiben so konzentriert."

Aleksander Barkov zeichnete ein relativ deutliches Bild, wie die Panthers den Fokus behalten. Dabei sind Routinen, die sich bewährt haben, ein wichtiger Faktor: "Wir schauen von Tag zu Tag und haben einen guten Plan, den wir verfolgen. Wir sind jeden Tag hier [im Trainingskomplex] und haben etwas zu tun. Egal ob es Erholung oder Training ist."

Die Intensität in den Übungseinheiten ist hoch, denn keiner der Spieler möchte auch nur für einen Moment das große Ziel aus dem Blick verlieren. Das Augenmerk liegt auf der Vorbereitung für das Stanley Cup Finale. "Das Training war gut. Wir haben einige Dinge in spielähnlichen Situationen trainiert", zeichnete Radko Gudas die Umrisse der Trainingseinheit am Montag. "Wir versuchen konzentriert zu bleiben, auch wenn es noch einige Tage bis zum ersten Spiel sind. Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt und bleiben zusammen und haben Spaß. Wir wollen in der bestmöglichen Form bleiben und uns nicht zu viele Gedanken machen."

Während für die Spieler die freien Tage von Erholung geprägt sind, stehen die Trainer mehr unter Strom als in den Runden zuvor. Paul Maurice beschrieb am Montag den typischen Ablauf: "Wir halten es wie die Spieler. An unseren Trainingstagen ist es intensiv und an den freien Tagen versuchen wir das etwas runterzufahren. Für uns ist es jetzt stressiger, als es zu jedem anderen Zeitpunkt der Playoffs war, weil wir uns auf zwei Mannschaften vorbereiten müssen. Man verbringt unglaublich viel Zeit mit Videoanalysen und nicht damit sie den Spielern zu zeigen, sondern damit es auf die wichtigsten Punkte zu komprimieren."

Die Spieler auf ihrer Seite betreiben bereits indirekt eine Videoanalyse der beiden möglichen Kontrahenten. Laut Gudas würden sie alle die Begegnungen im Westen verfolgen, aber der mögliche Sieger sei unwichtig, da man so oder so gewinnen wolle.