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Die Top-5 GMs der NHL

Kyle Dubas, George McPhee und Doug Armstrong sind aktuell drei der fünf besten Manager

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de

Seit dem Stanley Cup Gewinn der Washington Capitals sind sechs Wochen vergangen. Der NHL Draft liegt beinahe zwei Wochen zurück und seit dem 1. Juli läuft die Free Agent Periode. Die Leistungen der Saison 2017/18 sind Vergangenheit und der Blick der Teams geht auf die neue Spielzeit. Für die Manager läuft die heißeste Phase der Saison, und der Grundstein für Erfolg oder Misserfolg wird jetzt gelegt. Nhl.com/de präsentiert die aktuellen Top-5 der NHL GMs.


Kyle Dubas, Toronto Maple Leafs

Einen der Superstars der Liga als Unrestricted Free Agent für sieben Jahre zu verpflichten qualifiziert Kyle Dubas alleine schon für einen Platz unter den Top-5-GMs der Liga. Obwohl Dubas erst seit dem 11. Mai die Geschicke der Maple Leafs leitet, konnte er sich durch die Unterschrift von John Tavares bereits als Profi seines Fachs beweisen. Mit Auston Matthews und Tavares besitzt Toronto jetzt eine der besten Kombinationen aus Nummer eins und zwei Centern der Liga. Die Abgänge von Tyler Bozak und besonders von James van Riemsdyk schmerzen zwar, doch der Tavares-Zugang überscheint alles. Der Center aus Mississauga war von klein auf Fan der Leafs, darf sich nun seinen Kindheitstraum erfüllen und die Farben der Maple Leafs tragen. Für Tavares war nach neun Jahren bei den New York Islanders der richtige Moment für einen Wechsel gekommen und Dubas griff zu: "Ich denke wir haben stark daran geglaubt, wir waren sicher, dass wir uns sehr gut präsentiert haben. Alles was wir getan haben, war die Leute vorzustellen, die hier arbeiten, das Trainerteam, die Führungskräfte, beginnend bei Brendan [Shanahan] und den Rest der Leute hier." Die gute Arbeit von Dubas zahlte sich aus und Tavares unterschrieb langfristig.

 

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George McPhee, Las Vegas Golden Knights

Der zum Manager der vergangenen Saison gekürte GM George McPhee darf in dieser Aufzählung selbstverständlich nicht fehlen. Die zweite Saison der Golden Knights wird nach den Erfolgen aus der vorherigen Spielzeit sicher nicht leichter, dürften die Erwartungen doch deutlich gestiegen sein. Der Verlust der beiden starken Winger David Perron und James Neal wird schwer zu kompensieren sein und die damit einhergehenden verlorenen 110 Scorerpunkte aus der regulären Saison müssen die Golden Knights adäquat ersetzen. Mit Paul Stastny lockte McPhee einen erfahrenen Center in die Glückspielstadt, der vergangene Spielzeit immerhin 53 Punkte verbuchen konnte. Für den US-Kanadier mit slowakischen Wurzeln ist die Reihe um Jonathan Marchessault, William Karlsson, Reilly Smith die Top-Formation. Besonders McPhee scheint einen großen Anteil an Stastnys Unterschrift zu haben, glaubt man dem 32-jährigen Center: "Aus den Gesprächen mit McPhee glaube ich, dass er versteht, dass nichts selbstverständlich ist. Es gibt bestimmte Ideen, mit wem ich spielen könnte, aber es ist klar, dass verschiedene Dinge ausprobiert werden, wenn da die Chemie nicht stimmt. Es gibt viele Möglichkeiten."

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Doug Armstrong, St. Louis Blues

Die Liste an Verstärkungen bei den St. Louis Blues dürfte mit die längste der bisherigen Off-Season sein. David Perron kehrt nach einem sehr erfolgreichen Jahr bei den Golden Knights (66 Punkte) zurück an seine alte Wirkungsstätte. Mit Tyler Bozak kommt ein Center zu den Blue Notes, der seine Qualitäten neun Spielzeiten in Toronto unter Beweis stellen konnte. Mit Ryan O'Reilly konnten die Blues einen weitern Top-Center per Trade erwerben. Doug Armstrong fädelte als General Manager all diese Deals ein und kann nun stolz auf die Verstärkungen blicken. Besonders auf der Center-Position konnte Armstrong die Qualität der Blues vergrößern. Armstrong legt besonderen Wert darauf: "Ich denke, dass Tiefe auf der Center-Position sehr wichtig ist. Wenn du dir die Qualität auf der Position in der Mitte bei unseren Divisions-Konkurrenten anschaust, dann brauchen wir uns mit Brayden Schenn, O'Reilly und Bozak nicht verstecken. Coach Mike Yeo kann sie zu jeder Zeit gegen jede Linie spielen lassen. Es war das Risiko wert." Das Wagnis drei Stürmer und zwei frühe Draft Picks im Tausch gegen O'Reilly an die Buffalo Sabres abzugeben, zeichnet Armstrong aus. Denn in einer Liga mit vielen potentiellen Titelanwärtern wird eine Franchise sich nicht ohne mutige Entscheidungen hervorheben können.

 

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Jason Botterill, Buffalo Sabres

"Wir haben uns einfach mit dem gut gefühlt, was St. Louis uns zu diesem Zeitpunkt angeboten hat." Mit diesen Worten kommentierte Jason Botteril, warum die Buffalo Sabres nach einer schwachen Spielzeit auch noch einen der Lichtblicke, Ryan O'Reilly, abgaben. Den 27-jährigen Center, der für 61 Scorerpunkte verantwortlich war, ziehen zu lassen, qualifiziert Botterill auf den ersten Blick nicht für eine Nennung in den Top-5-GMs und auch die Chance gehabt zu haben Rasmus Dahlin beim NHL Draft 2018 auszuwählen, ist keine Leistung, die eine Erwähnung rechtfertigen würde. Die Verdienste Botterills zeigen sich im Gegenwert, den er für O'Reilly erhielt. Die Stürmer Patrik Berglund, Vladimir Sobotka und vor allem Tage Thompson sorgen für mehr Tiefe und auch Scoring aus den hinteren Reihen. Zusätzlich bekamen die Sabres einen Erstrundenpick im Draft 2019 und einen in der zweiten Runde 2021. Ein hoher Preis den Botterill aufrief und der seine Eingruppierung in die Top-5 seiner Zunft rechtfertigt.

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Don Waddell, Carolina Hurricanes

Nachdem sich die Carolina Hurricanes im Draft bereits einen potentiell sofort helfenden Andrei Svechnikov sichern konnten, bastelte Don Waddell in den folgenden Tagen weiter am Kader für die neue Saison. Sowohl bei der Verpflichtung vertragsloser Spieler als auch bei Trades machte Wadell eine gute Figur. Mit Calvin de Haan lotste der Manager der Canes einen der begehrtesten Verteidiger der diesjährigen Free-Agent-Klasse nach Carolina und hofft so die anfällige Defensive zu stabilisieren. Mit Goalie Petr Marzek generiert Waddell einen Konkurrenzkampf um die Starterposition im Tor. Scott Darling und Mrazek werden sich hierbei gegenseitig zu Höchstleistungen pushen und besonders Mrazek besitzt mit seinen erst 27 Jahren schon viel Erfahrung und einiges an Potential. In einem Trade mit den Calgary Flames akquirierte Waddell den starken Zwei-Wege-Defender Dougie Hamilton und mit Micheal Ferland Kadertiefe in der Offensive. Elias Lindholm und Noah Hanifin abzugeben ist hierbei zwar schmerzhaft, doch besonders die Qualität Hamiltons überwiegt für die Canes. Wadell erkannte die Schwachstellen Carolinas und handelte um diese zu schließen, was ihm einen Platz in den Top-5 sichert.

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