Auf Tuchfühlung mit der Sportart Eishockey
Auf dem Mercedes Platz, dem Vorplatz vor der Mercedes Benz Arena, fand seit Montag-Vormittag die Global Fan Tour statt. Dabei konnten sich Eishockey-Fans auf das Spiel am Dienstag einstimmen. In verschiedenen Stationen kamen Menschen aus ganz Deutschland mit dem Eishockey-Sport direkt in Berührung.
Beim "Hardest Shot" wurden Schussgeschwindigkeiten gemessen. Stanley Cup Champion Nico Sturm donnerte den Puck mit über 140 km/h in die Maschen. Beim "Accuracy Shooting" ging es weniger um Kraft, sondern mehr um Präzision: Es galt, fünf Ziele in einem Hockey-Tor zu treffen. Beim "Long Shot" musste ein Ball über eine Strecke von ca. 15 Metern in ein etwa fünf Zentimeter breites Loch geschossen werden.
Neben diesen Klassikern durften die Besucher auch in neue Technologien eintauchen. Im Virtual-Reality-Bereich wurde den Fans mit Hilfe einer VR-Brille eine reale Situation auf dem Eis vorgespielt. Als Stürmer wurden Pucks zugespielt, diese mussten dann gegen einen computergesteuerten Torwart verwandelt werden. Doch auch die Rolle des Goalies war möglich: Virtuelle Stürmer gaben Torschüsse ab, die entschärft werden konnten - teilweise sogar mit Sichtbehinderung durch einen Verteidiger. Insbesondere diese Station sorgte für große Augen und Begeisterung bei den Fans.
Gleiches galt für die "Deking Machine", einem kleinen Kunsteis-Brett auf dem ein Puck über auftauchende Laser-Punkte zu führen war. Hier waren weiche Hände und geschmeidige Handgelenke gefragt. Im Duell der beiden Sharks-Spieler zwischen Steven Lorentz und Nico Sturm hatte hier Lorentz knapp die Nase vorne.
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Überdies wurde auch Tisch-Eishockey angeboten, auch konnte an einem Playstation-Totem das beliebte Videospiel NHL22 gespielt werden. Für alle Freunde der Upper Deck Karten konnte hier eine individuelle Spielerkarte mit dem eigenen Konterfei erstellt werden. Bei der "Hattrick Challenge" mussten drei Kappen auf drei Schläger-Schäfte geworfen werden. Hier schlüpften auch die NHL-Spieler in die Rolle eines Fans, die bei einem Dreierpack ihre Hüte aufs Eis werfen. Nico Sturm beeindruckte und platzierte zwei von drei Kappen auf dem Schläger. "Unser letzter Hattrick", lachten beide Sharks-Stürmer, "war im Junioren-Bereich."
Im Anschluss an eine Fragerunde und die Challenge an einigen Stationen standen Sturm und Lorentz für Autogramme bereit und erfüllten dabei jeden Wunsch der Fans. Viele Besucher kamen im typischen "Teal", dem türkisen Farbton von San Jose. "Es ist toll, so auch so weit weg von San Jose viele Fans in Teal zu sehen", staunte Lorentz und auch Sturm stimmte mit ein: "Man freut sich auch als Spieler, dass die Liga und die Mannschaft auch in Europa eine große Anziehungskraft haben."
Beide Spieler betonten, eine gute Zeit in der deutschen Hauptstadt zu haben. "Gestern haben wir uns ein Spiel von Hertha BSC live angeschaut, heute hatten wir Training und den einen oder anderen Medien-Termin. Ansonsten bereiten wir uns ganz normal auf das Spiel vor", erklärte Sturm.
Am Dienstag (20 Uhr) messen sich die San Jose Sharks dann mit dem DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin. "Wir erwarten ein enges Spiel. Berlin ist mitten in der Saison und wir versuchen uns noch als Mannschaft zu finden. Es ist unsere letzte Chance, uns auf unsere Saison vorzubereiten, also gehen wir es schon ernst an", blickte Sturm voraus. "Wir kommen nicht als Touristen hierher. Schon am Freitag geht es um die ersten Punkte. Da wollen wir gleich loslegen."