4:4 - Ein perfektes Comeback
Unglaublich, aber wahr: Die Canadiens kamen auf diesen Schock in Windeseile zurück.
Josh Anderson überraschte Goalie Connor Hellebuyck mit einem Schuss aus spitzem Winkel von rechts und stellte so auf 1:4 (12.).
Im Powerplay war erneut Anderson zur Stelle und staubte auf einen Schuss von Cole Caufield zum 2:4 ab (18.).
Als Artturi Lehkonen dann auch noch einen Puckverlust eiskalt bestrafte und seinen Alleingang zum 3:4-Pausenstand im Tor unterbrachte, war die Hoffnung bei Montreal zurück (19.).
Entsprechend kamen die Canadiens dann für den zweiten Durchgang aus der Kabine und es gelang ihnen tatsächlich der schnelle Ausgleich: In einer 3-auf-1-Situation jagte Anderson den Puck zum 4:4 unter die Latte (25.) und machte seinen ersten NHL-Hattrick damit perfekt.
"Immer, wenn du so in ein Spiel startest und gleich mit vier Toren hinten liegst, wird es schwierig. Aber die Jungs sind drangeblieben und so, wie wir uns als Team zurückgekämpft haben, waren wir in der Lage, auszugleichen. Es sind viele gute Dinge passiert", so Anderson.
8:4 - Ein brandgefährliches Powerplay
Das Momentum war nun auf der Seite von Montreal, doch hatten die Gäste die Rechnung ohne das brandgefährliche Powerplay von Winnipeg gemacht: Mit vier Überzahl-Treffern (4/6) schlug das Pendel im weiteren Verlauf zu Gunsten der Hausherren aus.
Andrew Copp traf aus linker Position zum 5:4 (38., im Powerplay). Im dritten Drittel traf Scheifele von hinter dem Tor zum 6:4 (43.). Pierre-Luc Dubois drückte nach einem Scheifele-Querpass sofort den Abzug und traf zum 7:4 (46.). Und schließlich landete eine feine Direktpasskombination auf der Kelle von Paul Stastny, der aus der Nahdistanz zum Endstand abschloss (58.).
"Wir haben tolle Spielzüge gemacht und den Pucks aufs Tape gespielt. Das war der Grund, warum wir wieder die Kontrolle übernommen haben. Wir haben die Spielzüge gemacht, als wir sie gebraucht haben und wir haben sie präzise ausgeführt", nannte Scheifele den entscheidenden Faktor für das Happy End.
"Jeder weiß, dass es im Powerplay auf die Top-Spieler ankommt. Wenn du Erfolg in Überzahl haben willst, dann müssen deine Top-Spieler voll da sein. Bei uns war das heute der Fall", lobte Jets-Trainer Dave Lowry und meinte damit wohl insbesondere Scheifele (2-1-3), Dubois (1-2-3) und Kyle Connor (0-3-3), die allesamt ein Drei-Punkte-Spiel aufs Eis legten.