Allgemein wurde daher eine entsprechende Reaktion, gerade auch des Kanadiers, in Spiel Vier erwartet. Und Crosby lieferte wie erhofft. Er erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 höchst selbst, hatte diesmal insgesamt wieder vier Torschüsse aufzuweisen und bot insgesamt eine starke Vorstellung. Dumm nur, dass seine Penguins am Ende trotzdem erneut in Nashville unterlagen. Mit 1:4 zog man diesmal gegen den Außenseiter aus Tennessee den Kürzeren, musste so den Serienausgleich zum 2:2 hinnehmen, machte damit aus der ursprünglichen 'Best of 7'-Serie faktisch ein 'Best of 3'.
Am Teamkapitän der Jungs aus der Stahlstadt lag das allerdings diesmal wahrlich nicht. Gerade in der ersten Hälfte des Spiels vom Montagabend wusste Crosby zu überzeugen. Bestes Beispiel hierfür war sein Treffer zum 1:1 in der 16. Minute, als er bei einem Konter alleine auf Torhüter Pekka Rinne zustürmte, die Ruhe behielt, und gekonnt vollendete.
Es war sein insgesamt schon achter Treffer in den Playoffs. Schon beeindruckend wie souverän er die Möglichkeit nutzte, als es ihm erst einmal gelang hinter die Abwehrreihe der Gastgeber zu gelangen und wie er dann mit den Goalie aussteigen ließ, die kleine Lücke zwischen Rinne und dem Pfosten ausnutzen konnte.
Überhaupt bot Crosby diesmal wieder viel mehr Offensivszenen als zuletzt, setzte immer wieder auch seine Mitspieler sehr gekonnt in Szene. Nur konnten diese die große Anzahl von Torchancen nicht entsprechend in Treffer umsetzen. Teilweise lag das an den Pens-Aktiven, teilweise aber auch an der erneut bärenstarken Vorstellung von Pekka Rinne im Gehäuse der 'Preds', welche ihre Playoff-Heimbilanz inzwischen auf beeindruckende 9:1 Erfolge schrauben konnten.
Die Penguins hatten insgesamt diesmal wieder mehr Tormöglichkeiten zu verzeichnen. Das Problem war jedoch, dass Crosby von seinen Teamkameraden in Summe auch nicht gut genug unterstützt wurde. Und eine Klasseleistung des Teamkapitäns ist im Zweifelsfalle auf diesem Niveau dann eben auch zu wenig. Zumal auch dann, wenn der Gegner so gut drauf ist, von den eigenen Fans so massiv gepusht wird, wie am Abend die Nashville Predators in der heimischen Bridgestone Arena.