Auch im gestrigen Spiel Zwei der Serie gegen die "Pens" schien am Ende der Sieg der Gastgeber nur noch eine Frage der Zeit. Urplötzlich war das kontrollierte Spiel der Gäste, welches gerade im ersten Spieldrittel wieder sehr beindruckend zu beobachten war, einem ängstlichen und verunsicherten Auftritt gewichen.
Fast zwanzig Minuten lang blieb Ottawa in dieser Phase zum Beispiel gänzlich ohne eignen Torschuss. Erst in den Schlusssekunden, als man mit dem 0:1-Rückstand im Auge den Druck der ablaufenden Zeit im Nacken spürte, kam man dann wieder ein paar Mal gefährlich vor das Tor von Marc-Andre Fleury. Doch es sollte dann an diesem Abend nicht mehr reichen.
"Unser drittes Drittel war einfach nicht gut genug" beklagte auch Coach Guy Boucher. "Sie waren in dieser Phase stark. Sie haben uns nach hinten gedrückt. Und wir konnten dem nicht genug entgegensetzen."
Auch Jean-Gabriel Pageau war nach der Pleite selbstkritisch: "Ich denke, wir können mit der Leistung so einfach nicht zufrieden sein."
Wie man sich aus dieser Lage möglichst bereits im nun anstehenden Spiel Drei in Ottawa wieder befreien kann, das beschäftigte direkt nach dem Spiel dann auch schon wieder Verteidiger Dion Phaneuf. "Wir werden einige Videostudien anstellen jetzt, denke ich. Plötzlich haben sie das Spiel bestimmt, wir konnten kein Gegenmittel mehr finden in dieser Phase."
"Das fängt natürlich schon bei uns Verteidigern an. Wir müssen die Stürmer da besser in Szene setzen. Das ist ja kein großes Geheimnis, das ist in jeder Mannschaft so."
Normalerweise lag es den Senators zuletzt sich in den engen Spielen durchzusetzen. So kamen sie schließlich bis in dieses Conference Finale. Doch um hierbei erneut erfolgreich zu sein, da bedarf es schlicht mehr Aggressivität und Einsatz als man dies in den letzten zwanzig Minuten vom Montag zeigen konnte.
"Wir müssen da mehr Druck ausüben" bestätigte auch Stürmer Clarke MacArthur am Montag. "Aber natürlich ist das eben auch ein starker Gegner."
Enttäuscht war man auf Seiten der Gäste vor allem eben auch deshalb, weil die Penguins in der Abwehr einige Ausfälle zu verkraften hatten. Trotzdem kam seitens der Franchise aus Ottawa im Angriff vergleichsweise wenig Gefahr auf den Kasten des Gegners.
Letztendlich konnte Goalie Fleury sogar einen relativ ruhigen Abend verbringen. Er brachte es in Summe zwar auf 23 Rettungstaten, doch wirklich spektakuläre Taten musste er diesmal kaum vollbringen. Nur selten brachten ihn die Kanadier an diesem Tage wirklich in echte Verlegenheit.
"Wir hatten einfach zu viele einfache Scheibenverluste heute" beklagte Coach Boucher.
"Schaut man auf die beiden Spiele hier in Pittsburgh, dann waren wir in fünf der sechs Drittel sehr stark. Doch das schwache letzte Drittel heute hat uns sofort das Spiel gekostet."
Aber immerhin kann man sich in den Reihen der Senators damit trösten, dass man mit einem zufriedenstellenden 1:1 in der Serie nun zu den beiden Heimspielen zurück nach Ottawa reisen kann. Für den Außenseiter im Kampf gegen den Titelverteidiger sicherlich eine nicht ungünstige Ausgangssituation.