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Schweiz verliert gegen Gastgeber Frankreich

Die Eidgenossen stecken nach Penaltyschießen gegen Gastgeber Frankreich ihre erste Niederlage ein

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Die Schweizer Nationalmannschaft Verlor am Dienstag Abend in Paris nach Penaltyschießen 4-3 gegen den Gastgeber Frankreich. Die Teams lieferten sich ein enges spannendes Spiel mit relativ wenig Torschüssen, aber dennoch guten Chancen auf beiden Seiten. Die Franzosen waren es dann, die angetrieben von den Fans in der Halle das Spiel mit dem 1-0 eröffneten.

Während die Eidgenossen zum ersten Mal im Powerplay waren, kamen die Franzosen an die Scheibe und fuhren einen zwei auf eins Konter. Verteidiger Yohann Auvitu schloss dann auf Vorlage von Jordann Perret ab.

Die Schweizer ließen sich davon aber auch nicht wirklich beeindrucken und kamen immer besser ins Spiel, hatten auch ein Übergewicht an Puckbesitz und Torschüssen (11-5) im ersten Drittel.

Im zweiten Spielabschnitt wurden sie dann belohnt. Durch einen frühen Doppelschlag des jungen Vincent Praplan drehten sie das Spiel zur 2-1 Führung. Praplan überwand Cristobal Huet zunächst nach 21:22 auf Vorlage von Denis Hollenstein und Gaetan Haas auf der Fanghandseite. 2:26 kam er dann auf der rechten Seite frei an den Puck, schloss schnell ab und traf wieder auf der Fanghandseite.

Beide Teams hatten weiterhin Chancen, aber es ging mit dem 2-1 für die Schweiz in die Kabine.

Doch im Schlussabschnitt ließ die Antwort der Hausherren nicht lange auf sich warten. Während Romain Loeffel auf Seiten der Alpenrepublik auf der Strafbank saß, traf Stephane da Costa in Überzahl zum Ausgleich.

Es blieb weiter spannend und die heimischen Fans witterten schon die nächste Sensation und zeigten ihre Begeisterung auch deutlich hörbar.

Sieben Minuten vor der Schlusssirene jubelten dann aber plötzlich wieder die Gäste. Nati Urgestein Andres Ambühl, der bereits an seiner 14. A-WM teilnimmt, kam plötzlich mit dem Puck alleine auf Huet zu, auch Stockschläge von seinen Verfolgern störten ihn nicht entscheidend und er stellte erneut die Führung her.

Doch wieder bewiesen die Franzosen Kampfgeist und es dauerte nur zweieinhalb Minuten bis zum Ausgleich. Es gab ein Bully vor dem Tor der Eidgenossen, Anthony Rech kam mit dem Rücken zum Tor an den Puck und schloss aus der Drehung ab zum 3-3. Dabei blieb es auch für die letzten Minuten der regulären Spielzeit und die Schweizer mussten zum zweiten Mal in diesem Turnier in die Verlängerung.

Die Schweiz ging mit einer Unterzahl in die Verlängerung, überstand diese, kostete sich in der Verlängerung beinahe selbst das Spiel. 33 Sekunden vor Ende der Verlängerung brachte Kapitän Raphael Diaz die Franzosen erneut in Überzahl, doch die Verlängerung endete Torlos, was auch dem Schweizer Schlussmann Leonardo Genoni zu verdanken war, der kurz vor der Strafe einen gut ausgeführten zwei auf eins Konter abwehrte.

Im Penaltyschießen markierte dann erneut Stephane da Costa die Führung für Frankreich und NHL-Veteran "Cristowall" Huet wehrte gut gemachte Versuch der Eidgenossen ab, damit gewannen die Co-Gastgeber ihr zweites Spiel in Folge gegen favorisierte Gegner, haben damit also gute Chancen auf das Viertelfinale.

Was sonst noch geschah:

Bereits am Nachmittag setzte es Niederlagen für die Aufsteiger. Italien zeigte in Köln gegen das weiterhin ungeschlagene Team aus Lettland zwar ein ordentliches Spiel, unterlag nach einer 1-0 Führung aber noch 2-1. Center Andris Dzerins erzielte beide Treffer der Letten. Marco Insam schoss das Tor für Italien und holte sich damit seinen ersten Punkt bei einer A-WM.

In Paris fertigte zeitgleich Norwegen Slowenien 5-1 ab. Besonders beeindruckend war dabei die erste Reihe der Brüder Ken Andre Olimb und Mathis Olimb mit Patrick Thoresen auf dem linken Flügel. Jeder der drei erzielte ein Tor, Ken Andre Olimb und Thoresen steuerten dazu noch je zwei Assists bei.

Auch die Abendpartie in Köln ging in die Verlängerung. Dänemark lag gegen die Slowakei überraschend 3-0 in Führung und es roch nach der nächsten Überraschung des Turniers, doch die Slowaken glichen im dritten Drittel innerhalb von 11 Minuten zum 3-3 aus. Nach einer torlosen Verlängerung ging es auch hier ins Penaltyschießen und Morten Green wurde für die Dänen mit dem einzigen Treffer zum Helden, sie schafften den Überraschungssieg gegen die Slowakei.

Wie es weitergeht:

Die Schweiz trifft am Mittwoch ab 16:15 auf Weißrussland. Da muss ein Sieg her, denn danach stehen nur noch die drei Gruppenfavoriten Kanada, Finnland und Tschechien auf dem Programm der Eidgenossen.

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