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Am Mittwochabend konnten drei von vier Mannschaften zurückschlagen und die jeweilige Serie auf 1:1 ausgleichen: Leon Draisaitl machte den Anfang beim 6:0-Kantersieg der Edmonton Oilers gegen die Los Angeles Kings. Victor Hedman führte die Tampa Bay Lightning zu einem 5:3 bei den Edmonton Oilers. Und Kirill Kaprizov erzielte einen Hattrick beim 6:2 der Minnesota Wild gegen die St. Louis Blues. Als erstes Team konnten die Carolina Hurricanes ihre Serienführung auf 2:0 ausbauen, beim 5:2 gegen die Boston Bruins machte der Ersatztorwart auf sich aufmerksam.

St. Louis Blues @ Minnesota Wild 2:6 (Serie: 1:1)
Die Minnesota Wild haben den ersten Sieg in der Best-of-7-Serie gegen die St. Louis Blues eingefahren und im Xcel Energy Center mit 6:2 gewonnen. Dabei gelang Wild-Superstar Kirill Kaprizov ein Hattrick (3-0-3).

Kaprizov feiert ersten Playoff-Hattrick

Minnesota legte einen perfekten Start aufs Eis und präsentierte sich von Anfang an sehr effektiv: Der ebenfalls auffällige Zwei-Wege-Stürmer Joel Erikson Ek (2-1-3) traf zum 1:0 (10.). Zwei Powerplay-Tore von Frederick Gaudreau (14.) und Kaprizov (20.) sowie noch einmal Erikson Ek nur 51 Sekunden nach Wiederbeginn (21.) sorgten für einen komfortablen 4:0-Vorsprung. Zwar kamen physisch präsente Blues (39:21 Hits) noch einmal dank Jordan Kyrou (33., im Powerplay) und Vladimir Tarasenko (45.) auf 2:4 heran, doch dann drehte Kaprizov noch einmal auf: Der 25-jährige Russe stellte mit einem Doppelschlag binnen 65 Sekunden auf 6:2 (52., 53., Empty Net). Es war der erste Playoff-Hattrick in der Franchise-Geschichte der Wild.
Minnesotas Torwart Marc-Andre Fleury wehrte 32 Schüsse ab (94,1 Prozent Fangquote), St. Louis' Goalie Ville Husso kam auf 22 Saves (81,5 Prozent Fangquote). Der Schweizer Wild-Stürmer Kevin Fiala bleib bei 17:55 Minuten Eiszeit (davon 3:24 in Über- und 1:46 in Unterzahl, zwei Torschüsse) ohne Scorerpunkt.
Tampa Bay Lightning @ Toronto Maple Leafs 5:3 (Serie: 1:1)
Die Tampa Bay Lightning haben sich in Spiel 2 bei den Toronto Maple Leafs zurückgemeldet und in der Scotiabank Arena einen 5:3-Auswärtssieg eingefahren, um die Serie auszugleichen. Dabei legte Lightning-Verteidiger Victor Hedman ein Vier-Punkte-Spiel aufs Eis (ein Tor, drei Assists) und drückte seinen Stempel auf. Außerdem kam Tampas Powerplay ins Rollen (3/7).

Hedman mit vier Punkten beim 5:3-Sieg in Spiel 2

Hedman brachte den Stein mit einem Powerplay-Treffer drei Sekunden vor der Pausensirene ins Rollen (20.). Im zweiten Drittel baute Corey Perry die Führung auf 2:0 aus (23.), ehe Michael Bunting verkürzte (28.). Nikita Kucherov stellte mit dem nächsten Überzahl-Treffer auf 3:1 für die Lightning (30.). Im dritten Durchgang entwischte Tampa Bay dann durch die Tore von Brandon Hagel (42.) und Brayden Point (46., im Powerplay) und schraubte den Spielstand auf 5:1. Gegen Spielende betrieben die Maple Leafs noch Ergebniskosmetik: Mitch Marner (52.) und Alex Kerfoot (56., in Unterzahl) trafen zum Endstand.
Torontos Torwart Jack Campbell zeigte 29 Saves (85,3 Prozent Fangquote), Tampa Bays Andrei Vasilevskiy 31 Saves (91,2 Prozent).
Los Angeles Kings @ Edmonton Oilers 0:6 (Serie: 1:1)
Die Edmonton Oilers haben auf die Niederlage in Spiel 1 reagiert, in Spiel 2 in der Rogers Arena deutlich mit 6:0 gegen die Los Angeles Kings zurückgeschlagen und die Serie ausgeglichen. Insbesondere Oilers-Torwart Mike Smith konnte sich nach einem spielentscheidenden Fehler mit einem 30-Save-Shutout rehabilitieren.

Fünf verschiedene Torschützen beim Oilers-Sieg

Nach einem torlosen ersten Abschnitt drehte Edmonton im zweiten so richtig auf (19:9 Schüsse) und ging durch den deutschen Superstar Leon Draisaitl in Führung: Draisaitl traf im Powerplay mit einer Direktabnahme aus seinem "Wohnzimmer" (rechten Faceoff-Kreis) zum 1:0 (22.). Verteidiger Darnell Nurse legte in Unterzahl nach (27.), und Ryan McLeod belohnte ein dominantes Drittel mit dem Tor zum 3:0 (37.). Im Dritten knipsten Doppelpacker Evander Kane (44., 52., im Powerplay) und Jesse Puljuvarvi (44.) die Torlampe an und machten den 6:0-Kantersieg perfekt.
Die Oilers waren stark im Powerplay (2/4) und perfekt im Penalty Killing (4/4). Draisaitl (1-0-1) wurde für seine Verhältnisse dosiert eingesetzt und erhielt "nur" 15:10 Minuten Eiszeit (davon 1:49 in Über- und 0:22 in Unterzahl, vier Schüsse, ein Check). Kings-Goalie Jonathan Quick verzeichnete 30 Saves (83,3 Prozent Fangquote).
Boston Bruins @ Carolina Hurricanes 2:5 (Serie: 0:2)
Die Carolina Hurricanes haben in der PNC Arena mit 5:2 gegen die Boston Bruins gewonnen und ihre Serien-Führung damit auf 2:0 ausgebaut. Für Aufsehen sorgte mit Pyotr Kochetkov der Ersatztorwart der Hurricanes, der bereits im ersten Drittel für Starter Antti Raanta (sechs Saves) einspringen musste, der sich nach einem Zusammenstoß mit David Pastrnak verletzte und bereits nach 7:47 Minuten im ersten Drittel beim Stand von 0:0 ausgetauscht werden musste. Der 22-jährige Russe kam so zu seinem Debüt in den Stanley Cup Playoffs, stoppte 30 von 32 Schüssen (93,8 Prozent Fangquote) und verhalf Carolina so zum Sieg.

Aho und Niederreiter führen Carolina zum Sieg

Jesper Fast (14.) und Sebastian Aho (16., 22., im Powerplay) schossen die Hurricanes dann in Führung. Die Bruins kamen durch Patrice Bergeron auf die Anzeigetafel (35., im Powerplay), doch der Schweizer Nino Niederreiter sorgte für einen 4:1-Vorsprung zur zweiten Pause (39., im Powerplay). Erneut Bergeron brachte Boston wieder auf 2:4 heran (53.), das letzte Wort hatte erneut Niederreiter, der mit einem Empty-Net-Tor seinen dritten Playoff-Treffer markierte (60.).
Bruins-Torwart Linus Ullmark verzeichnete 29 Saves (87,9 Prozent Fangquote). Niederreiter (2-0-2) erhielt 19:55 Minuten Eiszeit (davon 5:32 im Powerplay, drei Schüsse, zwei Checks, ein Block, +1).