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Connor McDavid blieb bescheiden, als er auf seinen Siegtreffer und seine Punkteserie angesprochen wurde. "Ich versuche einfach immer, gut zu spielen, wie jeder andere auch. Ich bin nicht anders als alle anderen, die auch nur versuchen, gut zu spielen und ihren Teil dazu beizutragen." Tatsache aber ist, dass McDavid auch beim 2:1 gegen die Calgary Flames der entscheidende Mann auf dem Eis war.

Es war die 48. Minute, als die Oilers sich in Überzahl befanden und der Siegtreffer gelang. "Das war wie immer eine schöne Vorlage von Leon", sagte McDavid und bedankte sich somit bei seinem Vorlagengeber Leon Draisaitl. "Hyman hielt den Angriff am Leben und Leon legte mir den Puck vor. Ich habe dann einfach versucht, mich durchzukämpfen und den Schuss auf das Tor zu bekommen."
McDavid hat dadurch seine Punkteserie auf 16 Spiele verlängert und führt sowohl die Torschützenliste (31 Tore), als auch die Scorerliste (67 Punkte) der NHL an. Alleine innerhalb der vergangenen 16 Partien gelangen ihm 15 Tore und 32 Scorerpunkte. Sollte er auch am Freitag gegen die Seattle Kraken (10:00 pm ET, NHL.tv, Sa. 4:00 Uhr) treffen, hätte er seine eigene Bestleistung mit einer Punkte-Serie über 17 Spiele eingestellt. Zudem ist er nur noch zwei Spiele davon entfernt, der erste Oilers-Spieler seit Wayne Gretzky im Jahre 1986 zu werden, der in 18 Spielen hintereinander scort.

EDM@CGY: McDavid trifft im Powerplay aus dem Slot

Während der Punkte-Serie von McDavid haben die Oilers eine Bilanz von 9-5-2 vorzuweisen und 20 Punkte eingesammelt, sodass sie sich vorbei an den Flames auf einen Wildcard-Platz geschoben haben. Gleichwohl ist der Triumph im "Battle of Alberta" nicht nur ein Verdienst von McDavid. Calgary war insgesamt mit einem Torschussverhältnis von 47:22 die deutlich effektivere Mannschaft, verzweifelte aber an Oilers-Torwart Stuart Skinner und dessen 46 Saves.
Überhaupt scheint dem Goalie Calgary zu liegen. Über die gesamte Saison bekam er von Spielern der Flames 120 Schüsse auf das Tor und konnte davon 117 parieren. Skinner macht keinen Hehl darum, dass Spiele gegen Calgary für ihn etwas ganz Besonderes sind, weil er selbst aus Edmonton stammt: "Man wächst mit diesen Spielen auf. Das sind die aufregendsten Spiele, die man sich als Kind anschaut. Nun selber solche Spiele zu bestreiten, ist ein wahr gewordener Traum. Ich freue mich darauf, solche Spiele zu spielen. Hoffentlich kommen noch viele dazu."
Ein besonderes Spiel war diese Partie auch für Tyson Barrie. Nachdem die Flames zunächst in der 22. Minute durch Mikael Backlund in Führung gegangen waren, glich Barrie drei Minuten später aus und erzielte dadurch sein 100. Tor in der NHL. "Das ist großartig", sagte der Verteidiger. "Es war ein langer Weg von meinen Anfängen bis hierher. Ich erinnere mich noch an mein erstes Tor. Ich bin glücklich, so lange gespielt zu haben und die Möglichkeit zu haben, mich offensiv einbringen zu können. Das ist ein cooler kleiner Meilenstein, aber der liegt jetzt hinter mir."

EDM@CGY: McDavid trifft im Powerplay aus dem Slot

Trainer Jay Woodcroft ist glücklich, dass seine Mannschaft nach der Weihnachtspause mit einem Erfolgserlebnis in den Spielbetrieb zurückgekehrt ist. "Ich denke, dass wir nach Weihnachten und den drei freien Tagen hier in der Höhle des Löwen einen Weg gefunden haben, zum zweiten Mal in dieser Arena zu gewinnen, ist sehr gut für uns." Nun gehe es darum, mehr Stabilität in die bislang schwankende Saison zu bringen.
"Wir suchen nach einer gewissen Konstanz", sagt der Trainer. "Unsere Hoffnung ist, dass unser Fokus jetzt noch mehr geschärft wird. Wir haben jetzt Weihnachten hinter uns und haben noch 14 Spiele bis zur All-Star-Pause. Es stehen noch viele Division-Ppiele bevor. All dessen sind wir uns bewusst. Aber ich sage von Anfang an, dass unser Fokus darauf liegen muss, Tag für Tag unser Bestes abzurufen. Ich mache mir keine Sorgen wegen der 14 Spiele, die vor uns liegen. Für uns geht es darum, an jedem einzelnen Tag das Beste anzurufen. Heute waren wir ziemlich gut und ich bin glücklich, dass wir dieses Ergebnis eingefahren haben."