"Im Moment sind wir alle noch wütend und niedergeschlagen. Wir dürfen diese Gefühle zulassen und mal richtig Dampf ablassen", sagte McLellan. Aber spätestens mit Ankunft in Edmonton gelte es, den Blick nach vorne zu richten. "Es ist wichtig, aus dieser Situation gestärkt hervorzugehen. Ich weiß, dass wir das schaffen können. Die Jungs haben die gesamte Saison über einen großartigen Job gemacht. Sie müssen und werden das jetzt wieder tun. Da bin ich mir sicher", fügte er im Hinblick auf Spiel 6 in Edmonton hinzu.
Der Trainer machte niemand einen Vorwurf wegen des fulminanten Comebacks der Ducks. Zumal die Oilers während des gesamten Matches mit widrigen Umständen zu kämpfen hatten. Fünf Spieler waren gezwungen, das Eis wegen diverser Blessuren zu verlassen, darunter die vier Verteidiger Matt Benning, Andrej Sekera, Oscar Klefbom und Kris Russel sowie Angreifer Zack Kassian. Bis auf Sekera kehrten zwar alle zurück, doch der Kräfteverschleiß im Team durch die Kompensation der Ausfälle war unübersehbar. Offenbar fehlten der Oilers-Defensive in den letzten Minuten genau die Körner, die sie zuvor zusätzlich einsetzen mussten. Defensivmann Adam Larsson stand insgesamt 44:58 Minuten auf dem Spielfeld.
"Es hat uns wirklich heftig erwischt. Im ersten Abschnitt waren einmal vier Leute gleichzeitig draußen", sagte Oilers-Goalie Cam Talbot. Er stellte die Moral der Mannschaft an diesem schwierigen Abend heraus und richtete eine Kampfansage an den Kontrahenten aus Kalifornien. "Um die Runde zu gewinnen, braucht man vier Siege. Sie haben erst drei. Wir werden alles dafür tun, dass wir uns am Mittwoch noch einmal hier treffen und die Sache so zu Ende bringen, wie wir sie begonnen haben."