"Wir mussten nur konsequent dran bleiben und es weiter versuchen" resümierte Teamkapitän Mike Fisher. "Wir hatten auch vorher eigentlich schon ein ganz gutes Gefühl, auch wenn wir da noch nicht ins Tor getroffen hatten."
Wie gut die Jungs aus Nashville trotz des zwischenzeitlichen 0:1-Zwischenstandes drauf waren, das belegt schon ein Blick auf das Torschussverhältnis. 28:13 lautete das nämlich. Der Gegentreffer von Corey Perry konnte da nicht drüber hinwegtäuschen.
"Man konnte das schon vorausahnen" meinte auch Trainer Peter Laviolette rückblickend.
"Die Jungs waren sehr positiv, sagten die richtigen Dinge." Und das klappte dann ja auch.
Im dritten Abschnitt netzte man entsprechend ein. Und das dauerte dann auch gar nicht so lange. Forsberg überwand Gibson zum Ausgleich. Sehr zur Freude der großen Mehrheit der Fans in der Halle.
Und auch kurz vor dem Ende war man dann noch einmal im Powerplay erfolgreich. Trotz einer Bilanz von 0:3 zuvor, blieb man in den Überzahlsituationen konzentriert, profitierte letztendlich durch einen Treffer von Josi entsprechend. Keine drei Minuten waren da mehr auf der Uhr.
"Wir sind derzeit halt sehr selbstbewusst. Die Jungs haben immer noch daran geglaubt das Spiel in unsere Richtung biegen zu können" so der Coach.
Auch Josi war angetan von den Darbietungen des Abends: "Das sagt schon viel aus. Wir sind selbstbewusst. Wir sind nicht unruhig geworden. Unsere Leistung war ja OK. Wir hatten viele Chancen. Und irgendwann gehen sie dann halt auch rein. Wir sind positive geblieben. So muss das sein."
Und genau deshalb konnte man letztendlich im ersten Conference Final-Heimspiel der Franchisegeschichte am Ende dann zusammenmit den eigenen Fans auch etwas feiern.
"Natürlich ist es ein Vorteil für uns vor diesen Fans spielen zu dürfen. Hier fühlen wir uns sehr wohl. Und wenn wir abliefern müssen, dann ist es besonders schön dies hier mit der Unterstützung der Fans tun zu dürfen."
Ryan Ellis gab sich nach dem Spiel erleichtert: "Es ist einfach toll, wenn hier alle in der Halle stehen. Das erinnert an die Atmosphäre eines College Football-Spiels. Und die Gesänge und Schlachtrufe begleiten einen fast über das ganze Spiel. Die Fans sind einfach fantastisch hier."
Die Zuversicht bei den Preds und ihren Fans blieb auch erhalten, nachdem zwei Treffer im Schlussdrittel die Anerkennung versagt blieb. Der Torhüter wurde in beiden Fällen unerlaubter weise bei seiner Arbeit behindert.
"Wir sind dann so richtig in unser Spiel gekommen" erinnert sich James Neal an diese Phase. "Wir haben weiter Angriffswelle auf Angriffswelle auf ihren Kasten laufen lassen. Man konnte spüren, dass das irgendwann zum Erfolg führen würde."
"Man darf sich nicht frustrieren lassen von solchen Schiedsrichterentscheidungen" meint auch Fisher. "Man muss weiter Druck machen, auch auf den Torhüter des Gegners. Und irgendwann klappt es dann schon."