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Der Upper Deck NHL Draft 2026 ging am vergangenen Wochenende über die Bühne, nun beginnt das lange warten für den nächsten Jahrgang junger Talente, die auf den NHL Draft 2027 hoffen. Die nächste Klasse hat einen klaren Favoriten mit Berliner Vergangenheit, viele aussichtsreiche Stürmer und Erstrundenkandidaten aus Deutschland und der Schweiz.

Favorit mit Verbindung nach Berlin und in die Schweiz

Der unbestrittene Star des Jahrgangs ist Verteidiger Landon DuPont. Fans aus Deutschland und der Schweiz dürfte der Name bekannt vorkommen, denn Vater Micki DuPont verbrachte den größten Teil seiner Karriere in der DEL und der National League. Er war von 2003 bis 2006 für die Eisbären Berlin aktiv, spielte von 2008 bis 2015 für den EV Zug und die Kloten Flyers in der Schweiz und beendete seine Karriere mit einem weiteren Aufenthalt in Berlin von 2015 bis 2019.

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Wie der Vater ist auch Landon ein nicht sonderlich großer, aber schneller Verteidiger mit gutem Auge und Spielverständnis. Er dürfte die Errungenschaften des Seniors, der zwei Mal deutscher Meister war und sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland zum besten Verteidiger gewählt wurde, aber deutlich in den Schatten stellen.

DuPont Junior ist ein absolutes Ausnahmetalent. Er wurde 2009 in Calgary geboren, begann aber in Kloten mit dem Eishockey und spielte auch für den Berliner Nachwuchs, ehe er 2019 nach Kanada zog. 2024 bekam er als neunter Spieler und dritter Verteidiger überhaupt den sogenannten Exceptional Player Status, also die Erlaubnis, bereits mit 15 Jahren in einer der großen kanadischen Juniorenligen anzutreten.

In seiner ersten Saison für die Everett Silvertips erzielte er in der WHL bereits 60 Punkte (17 Tore, 43 Assists) in 64 Spielen. Dabei sollte man erneut betonen: DuPont ist Abwehrspieler. In seiner zweiten Saison verbesserte er sich nochmal und verbuchte in 63 Partien 73 Punkte (18 Tore, 55 Assists). DuPont ist ein begnadeter Offensivverteidiger und nach aktuellem Stand die konkurrenzlose Nummer eins des Jahrgangs.

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Calce und Neuenschwander haben Chance auf Erstrundenpick

Für deutschsprachige Talente sieht es insgesamt nach einem guten Jahrgang aus. Sowohl die Schweiz als auch Deutschland schicken je einen Spieler mit besten Chancen auf einen Pick in der ersten Runde ins Rennen.

Der Mannheimer Center Max Calce steht hoch im Ansehen der Scouts. Er lernte sein Handwerk beim Nachwuchs der Adler und schaffte in der vergangenen Saison bereits den Sprung in ihr DEL Team. In 14 Spielen der regulären Saison kam er auf zwei Tore, außerdem kam er in den Playoffs zwei Mal zum Einsatz. Am 19. September 2025 wurde er zum jüngsten Torschützen der DEL-Geschichte. Zudem gewann er mit den Jungadlern die DNL-Meisterschaft. Für Deutschland trat er bei der U18-WM an und erzielte zwei Tore und zwei Vorlagen in fünf Spielen.

Der Schweizer Stürmer Jonah Neuenschwander erregte 2024 internationales Aufsehen, als er mit 15 Jahren bereits bei der U20-WM antrat. In der abgelaufenen Spielzeit schaffte er den Durchbruch in der National League, wo er für den EHC Biel-Bienne in 32 Spielen zwölf Punkte (fünf Tore, sieben Assists) erzielte.

Guter Jahrgang für Stürmer

Während der Draft 2026 durch viele talentierte Verteidiger geprägt war, ist 2027 das Jahr der Stürmer. Unter anderem überzeugen die Kanadier Dimian Zhilkin und Alexis Joseph. Zhilkin kam in der Ontario Hockey League für die Sagniaw Spirit auf 75 Punkte (36 Tore, 39 Assists) in 59 Spielen, Joseph brachte es in seiner ersten QMJHL-Saison auf 60 Punkte (24 Tore, 36 Assists) in 54 Partien für die Saint John Sea Dogs.

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In Europa stechen vor allem Milan Sundstrom und Nazar Privalov ins Auge. Sundstrom ist der Sohn des ehemaligen NHL-Spieler Niklas Sundstrom und spielt für den Nachwuchs des schwedischen Traditionsvereins MoDo Hockey. Für die dortige U20 verbuchte er vergangene Saison 20 Punkte (zwölf Tore, acht Assists) in nur zwölf Spielen. Privalov ist in seiner russischen Heimat für Krasnaya Armiya Moskva in der Nachwuchsliga MHL aktiv. Er brachte es auf 49 Punkte (30 Tore, 19 Assists) in 51 Spielen.

Sintschnig ist die nächste Hoffnung für Österreich

Mindestens ein Österreicher darf sich ebenfalls Hoffnungen auf den Draft machen. Paul Sintschnig ist das aktuell größte Nachwuchstalent aus der Alpenrepublik. Er setzte sich vergangene Saison als Stammspieler beim Villacher SV in der ICE Hockey League durch. In 32 Spielen erzielte er sieben Punkte (fünf Tore, zwei Assists).

Sintschnig kam auch zu ersten Einsätzen in der Nationalmannschaft der Herren. Außerdem war er im Nachwuchsbereich für Österreich im Einsatz. In fünf Spielen trug er mit drei Toren und einem Assist zum Sieg Österreichs bei der U18-WM in der Division IB bei. Mit der U20 kam er in der Division IA auf den dritten Platz.

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