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Caleb, Manny und Joann Malhotra saßen ruhig zusammen auf einer Couch, schauten gebannt auf den Bildschirm und warteten darauf, dass Schauspielerin Cobie Smulders verkündete, wen die Vancouver Canucks mit dem dritten Pick im 2026 Upper Deck NHL Draft ziehen würden.

Sie waren gespannt. Passiert es? Passiert es wirklich?

„Das ist etwas, von dem ich buchstäblich geträumt habe“, sagte Caleb Malhotra später.

Sie waren alle im Unklaren gelassen worden. Sie wussten nicht, was die Canucks machen würden.

Selbst Manny Malhotra, seit 1. Juni dieses Jahres Trainer der Canucks, wollte nicht wissen, was das Team mit dem dritten Pick machen würde. Für ihn ging es nicht um das Team oder den Spieler, den er bekommen würde. Es ging um seinen Sohn und eine bedeutende Gelegenheit für die Familie.

„Es geht nur um ihn“, sagte Manny Malhotra NHL.com. „Es gibt so viele Variablen für die Teams, die an einem Drafttag reinspielen, wen sie ziehen, wer verfügbar ist. Da wollte ich mich nicht einmischen. Ich wollte das als Vater genießen. Ich denke, das ist Teil der Aufregung. Man kann das mit Weihnachten vergleichen. Man will die Überraschung und die Freude, dass man nicht weiß, was kommt.“

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Nun, die Canucks zogen Caleb Malhotra, den 18 Jahre alten Center der Brantford Bulldogs aus der Ontario Hockey League. Er belegte in der abgelaufenen Saison Platz zwei aller Neulinge in der Liga was Tore (29), Vorlagen (55) und Scorerpunkte (84) betrifft. Wegen seines Zwei-Wege-Spiels und seiner Anführer-Qualitäten wurde er mit Nico Hischier von den New Jersey Devils verglichen.

Die Canucks zogen den Spieler, der noch ein kleiner Junge war, als sein Vater von 2010 bis 2013 für die Canucks spielte. Es war eine seiner besten Stationen in seiner NHL-Karriere, die 17 Jahre andauerte und in der er 991 Spiele absolvierte.

Sie zogen den Spieler, der einmal seine Mutter Joann bat, ihn für die Canucks unter Vertrag zu nehmen, weil er dachte, dass das so laufe. Er wollte mit seinem Vater und den großen Jungs spielen.

„Ich dachte, es wäre so einfach, mich bei den Canucks unterzubringen. Warum auch nicht?“, sagte Caleb Malhotra.

„Noch vor ein paar Jahren war er ein kleines Kind, das gerade mal Schlittschuhe angezogen hat und das seine Mutter bat, es bei den Canucks unterzubringen. Jetzt ist er bei seinem eigenen NHL Draft und wird an dritter Stelle gezogen. Das ist per se schon eine fantastische Leistung. Dann fragt man sich, wohin all die Momente gegangen sind. Wie schnell ist die Zeit vergangen? Das ist ein besonderer Moment. So etwas kann man nicht kommen sehen“, sagte Manny Malhotra.

Vancouver Canucks wählen Caleb Malhotra

Darum bedeutet die Umarmung zwischen Vater und Sohn, nicht Trainer und Spieler, im Moment der Freude, nachdem der Draft Pick verkündet wurde, so viel.

„Wir waren einfach glücklich“, sagte Caleb Malhotra. „Das ist das beste Gefühl überhaupt. Ich habe so etwas noch nie gespürt. Die Umarmung hat so gutgetan. Ich bin so froh, dass er als Vater für mich da ist. Ich bin so dankbar, dass er mich auf dieser Reise begleitet hat. Er hat mir als Eishockeyspieler sehr geholfen. Er hat mir geholfen, da reinzuwachsen. Ohne ihn würden wir diese Unterhaltung nicht führen und ohne ihn wäre ich auch nicht in der Position. Ich habe ihm so viel zu verdanken und bin bereit, für ihn zu spielen.“

Man muss abwarten, wann das passiert. Im Moment plant Caleb Malhotra noch, in der kommenden Saison für die Boston University zu spielen. Aber selbstverständlich ist es an diesem Punkt verführerisch, dass eine Chance bestehen könnte, direkt den Sprung in die NHL zu schaffen.

Unabhängig davon, wann das passiert – man darf erwarten, dass sein Vater sein erster Trainer in der NHL ist. Und damit kommen ganz besondere Begleitumstände, bei denen sowohl Caleb als auch Manny Malhotra sagen, dass sie bereit dafür sind. Irgendwie haben sie sich in den vergangenen Jahren darauf vorbereitet, auch wenn sie nicht daran gedacht haben, dass es passieren würde oder könnte.

„Wenn ich auf dem Eis bin, ist er der Trainer und er behandelt mich wie jeden anderen Spieler“, sagte Caleb Malhotra. „Ich habe diese Erfahrung schon gemacht, ihn als Coach zu haben, seinen Rat und seine Anweisungen anzunehmen. Ich denke, ich bin ziemlich gut darin. Früh aufwachen, in die Halle gehen und Einheiten mit ihm zu absolvieren, an den Fähigkeiten am Bullypunkt zu arbeiten, an den läuferischen Fähigkeiten, am Schuss, was immer auf dem Plan stand. Ich denke, ich habe besser gelernt, damit umzugehen, dass er der Trainer ist, im Vergleich dazu, als ich noch ein Kind war. Jetzt muss ich lernen, damit umzugehen, dass er mein Trainer ist. Ich bin in der Lage, damit professionell umzugehen und ihn wie jeden anderen Coach zu behandeln.“

All das spreche dafür, wie erwachsen Caleb geworden sei, meinte Manny Malhotra.

„Als er noch klein war, und das gibt er auch zu, wollte er nichts von seinem Vater annehmen. Eishockeyspieler oder nicht, man hört einfach nicht auf seinen Vater. Als wir diese Phase hinter uns hatten und er älter wurde, hat er begriffen: Okay, er ist nicht nur Papa, er macht das professionell. Das war der Punkt, an dem meine Meinungen an Gewicht gewonnen haben. Jetzt versteht er den Input, er versteht den Wert der Informationen, die er hat. Jetzt will er die Coachinginformationen. Also, ja, es ist ein sehr einfacher Übergang, weil er weiß, dass es jetzt ums Geschäft geht. Man hört seinem Trainer zu, man nimmt an, was man will, man lernt von seinem Trainer. Er sieht diese Seite nun“, sagte Manny Malhotra.

Bis zu dem Punkt, an dem Caleb seinen Vater unterbricht, wenn er Videos schneidet.

„Ich versuche bewusst, keine Arbeit mit nach Hause zu bringen. Jedes Mal, wenn er mich am Computer gesehen hat, wie ich Filmszenen schneide, ist er gekommen und hat gefragt: Was siehst du hier? Warum markierst du das? Er will diese Informationen“, sagte Manny Malhotra.

Und er will in Vancouver gewinnen. Er ist nicht neu in der Stadt. Er ist hier aufgewachsen und war bei dem Team, für das Manny gespielt hat, das 2010/2011 die Presidents‘ Trophy gewonnen hat und es bis in Spiel 7 des Stanley Cup Finals geschafft hat, ehe es gegen die Boston Bruins verlor.

Manny hat mit ihm darüber gesprochen, warum das Team so erfolgreich war und was man braucht, um dahin zu gelangen. Caleb ist sich der Leidenschaft und des Drucks bewusst, die in Vancouver herrschen.

„Ich will in der Lage sein, mit dieser Organisation zu gewinnen“, sagte Caleb Malhotra. „Als ich aufgewachsen bin, habe ich gehört, wie die Canucks noch nie den Cup gewonnen haben und wie sehr jeder in Vancouver gewinnen will, wie leidenschaftlich jeder ist und wie ernst die Stadt das nimmt. Ich will diese Energie zurück in die Stadt bringen und in der Lage sein, mit den Canucks zu gewinnen.“

Es liegt noch ein langer Weg vor ihm, bevor das passieren kann. Manny Malhotra muss sich als Coach in der NHL beweisen. Caleb Malhotra muss sich als Spieler in der NHL beweisen. Und das ist nur ein kleiner Teil davon.

Aber das liegt noch in der Zukunft. In der Gegenwart geht es um Caleb und seinen Moment, um Mama und Papa, die mit ihrem ältesten Kind den Moment aufsaugen, um eine stolze Familie.

Es geht darum, dass ein Traum wahr wird.

„Jetzt werde ich wirklich bei den Canucks unter Vertrag stehen. Ich bin so aufgeregt“, sagte Caleb Malhotra.

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