Das mehrstufige Verfahren zur Standortauswahl hatte im Herbst 2022 begonnen, worauf sich beim DEB insgesamt sechs Arenen als mögliche Austragungsorte für die IIHF WM 2027 bewarben. Die vier Eisstadien in Düsseldorf, Köln, Mannheim und München wurden vom deutschen Verband im Dezember für die Shortlist zur finalen Auswahl berücksichtigt. Diese ist nun gemäß der Vorgabe des Eishockey-Weltverbandes IIHF auf die beiden endgültigen Ausrichterstädte Düsseldorf und Mannheim reduziert worden.
Zum Abschluss des Ausschreibungsverfahrens für die potenziellen Spielorte einer IIHF WM 2027 in Deutschland fanden zwischen dem 4. und 6. April die offiziellen Site-Visits des Eishockey-Weltverbandes in beiden Arenen statt. "Es liegen arbeitsreiche Monate hinter uns. Wir haben jetzt die bestmögliche Konstellation für die WM-Bewerbung des DEB gefunden", sagte DEB-Generalsekretär Claus Gröbner. "Der transparente Auswahlprozess war allen Beteiligten ein wichtiges Bedürfnis. Wir bedanken uns bei allen Unterstützern und hoffen nun, die 2027 IIHF WM nach Deutschland holen zu können."
Die Entscheidung, wer Gastgeber der IIHF WM 2027 sein wird, fällt am 26. Mai während der diesjährigen Weltmeisterschaft bei der Delegiertenversammlung der IIHF im finnischen Tampere. Der einzige noch verbleibender Mitbewerber ist Kasachstan.
In der SAP Arena werden für den Fall einer Vergabe der WM nach Deutschland die Vorrundenspiele der DEB-Auswahl und der übrigen sieben Teams der deutschen Gruppe ausgetragen. Darüber hinaus sehen die Planungen zwei Viertelfinalpartien vor. Insgesamt wären dies 30 Spiele in Mannheim.
Daniel Hopp, der Geschäftsführer der SAP Arena, ist begeistert vom Beschluss des Verbandspräsidiums. "Wir freuen uns sehr, dass sich der DEB dafür entschieden hat, mit der SAP Arena als Austragungsort ins Rennen zu gehen. Wir alle erinnern uns noch mit großer Freude an die Weltmeisterschaft 2010, bei der wir bereits dabei sein durften. In den letzten Monaten haben wir intensiv an der Bewerbung gearbeitet und hoffen, dass der IIHF-Kongress im Mai das Turnier nach Deutschland vergibt", ließ er verlauten.
Im PSD Bank Dome in Düsseldorf sind 34 Spiele vorgesehen. Diese umfassen die Begegnungen der zweiten, ebenfalls mit acht Mannschaften besetzten, Gruppe, zwei Viertelfinals, die beiden Semifinals sowie das Bronze- und Goldmedaillenspiel. Darüber hinaus wäre die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen der Gastgeber des Jahreskongresses der IIHF rund um das Finalwochenende der IIHF WM 2027.
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"Dass Düsseldorf eine von zwei Spielstätten für die mögliche IIHF WM 2027 in Deutschland ist, erfüllt uns mit großem Stolz", so Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Falls der Weltverband dem DEB den Zuschlag erteilt, können sich die vielen Eishockeyfans aus dem In- und Ausland sicher sein: Bei uns sind sie herzlich willkommen und es wäre eine große Begeisterung bei jedem einzelnen WM-Spiel im PSD Bank Dome zu spüren."
Für das Eröffnungsspiel hält sich der DEB eine besondere Option offen. Es könnte in einer Fußball-Arena mit voll verschließbarem Dach über die Bühne gehen. Aber dieses Thema soll erst vertieft werden, wenn der IIHF grünes Licht für die WM 2027 in Deutschland gegeben hat.
Fotos: © City-Press