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Die Ducks haben noch einiges vor

Ryan Getzlaf erzielte seinen 800. NHL-Scorerpunkt und die Ducks greifen nach dem Divisionstitel

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Den Anaheim Ducks dürfte der Vorsprung von zwölf Punkten auf einen Nicht-Playoffplatz reichen, um am Ende der regulären Saison 2016/17 wieder an den Stanley Cup Playoffs der Western Conference teilnehmen zu dürfen. Nach ihrem 2-1 Sieg am Samstag im SAP Center der San Jose Sharks ist sogar noch mehr drin - der Titel in der Pacific Division ist wieder in greifbare Nähe gerückt. Nur noch vier Punkte beträgt der Rückstand der Südkalifornier auf ihren gestrigen Gastgeber, der seit Wochen unangefochten den ersten Platz in der westlichsten Division der NHL belegt.

Einhergehend mit den gewonnenen zwei Punkten konnte Anaheims Teamkapitän Ryan Getzlaf seinen 800. NHL-Scorerpunkt feiern. Dem 1-0 Führungstreffer von Rechtsaußen Patrick Eaves steuerte Getzlaf seinen 45. Assist in dieser Saison bei. Der beste Vorlagengeber in der NHL-Geschichte der Ducks hat nun schon 235 Tore und 565 Vorlagen auf seinem Punktekonto.

Der 31-jährige Center verbrachte nach der Partie wenig Zeit, sich über das Erreichen des persönlichen Meilensteins Gedanken zu machen, sein Blick richtete sich nach vorne. "Dieser Sieg gibt uns einen weiteren Schub. Dieses Team jagen wir und wir möchten ihnen jederzeit klar machen, dass wir noch nicht aufgegeben haben. Ich bin mir sicher, sie wollten uns für dieses Jahr von den Fersen haben", erzählte Getzlaf NHL.com.

Seit der Spielzeit 2006/07 gewannen die zwei in Kalifornien beheimateten Konkurrenten neun von zehn Divisionstitel. Im Jahr ihres Stanley Cup Titelgewinns 2007 sowie in den letzten vier Spielzeiten hatten jeweils die Ducks die Nase vorn, zwischen 2007/08 und 2010/11 standen die Sharks viermal in Folge am Ende einer Saison in der Pacific auf dem ersten Platz.

Video: ANA@SJS: Getzlaf kommt zu seinem 800. bei Eaves' Tor

Getzlaf sagte, dass für ihn und seine Ducks der Divisionstitel nicht das oberste Ziel ist: "Wichtiger ist doch, dass wir gut spielen und dann kommt der Rest von selbst."

Definitiv sind die Südkalifornier auf dem richtigen Weg. Die Bilanz aus ihren neun Partien im Monat März kann sich durchaus sehen lassen (6-2-1). Nur zweimal unterlagen sie in der regulären Spielzeit - 1-2 zuhause gegen die Vancouver Canucks und 3-4 zu Gast bei den St. Louis Blues. Aus ihren letzten vier Auftritten fuhren sie sieben von acht mögliche Zähler ein. "Die Niederlage letzte Nacht [1-2 SO gegen die Buffalo Sabres am Freitag] hat uns gewurmt. Es ist klasse, dass unsere Gruppe eine Reaktion darauf gezeigt hat", sagte Getzlaf.

Es ist vor allem beeindruckend wie gefestigt die Ducks in der Defensive stehen. Nur in zwei der neun Partien im März mussten sie mehr als zwei Gegentore hinnehmen. Das ist auch ein Verdienst von Schlussmann Jonathan Bernier, der Anaheims verletzten ersten Torwart John Gibson hervorragend vertritt. Bernier ließ in seinen letzten fünf Auftritten nur fünf Gegentore zu, konnte vor zehn Tagen im Spiel gegen die Chicago Blackhawks sogar einen Shutout feiern und war in diesen Partien mit einer Fangquote von 96,9 Prozent stets ein sicherer Rückhalt für sein Team.

"Wir haben heute Nacht gezeigt, dass wir auf hohem Niveau mithalten können", sagte Bernier nach dem Spiel in San Jose und ließ damit durchblicken, dass die Ducks in dieser Saison noch einiges vorhaben.

Den nächsten Schritt in Richtung Divisions-Titelverteidigung kann Anaheim in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag machen (4:00 Uhr MEZ), wenn die Edmonton Oilers im Honda Center gastieren.

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