Ob die Calgary Flames noch an den 20. August des vergangenen Jahres zurückdenken? In Spiel sechs der Serie gegen die Dallas Stars lag die Mannschaft von Trainer Geoff Ward schon 3:0 vorne und ging doch als Verlierer vom Eis. 7:3 gewannen die Stars, zogen in die nächste Runde ein und wurden erst im Stanley Cup Finale von den Tampa Bay Lightning gestoppt. Für die Flames jedoch war die Saison mal wieder viel zu früh beendet, weshalb sie für die bevorstehende Runde kräftig aufgerüstet haben?
Vor allem in der Defensive wurde nachgebessert. Mit dem Schweden Jacob Markstrom hat man eine echte Nummer eins nach Calgary geholt. Erreicht er auch nur annähernd die Form, die er zuletzt in Vancouver gezeigt hat, ist das Tor keine Problemzone der Flames mehr. Die Verantwortlichen hoffen besonders, dass Markstrom im Verbund mit seinem ehemaligen Teamkollegen aus Vancouver, Chris Tanev, den Laden hinten zusammenhält. Auch der Verteidiger kam - wie Markstrom - von den Canucks nach Calgary.
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Der Trainer ist über seinen neuen Keeper jedenfalls begeistert: "Er ist extrem ehrgeizig, hat eine sehr gute Arbeitseinstellung. Das haben wir vom ersten Tag an gesehen. Er hat sich deshalb auch nahtlos ins Team eingefügt. Wir wissen, was wir von ihm jeden Tag bekommen. Er ist ein positiver Mensch. Und wenn man viele Jungs mit so einer guten Einstellung hat, ist das der Grundstein für Erfolg", sagte Ward.
Im Angriff sind die Flames nach wie vor sehr gut aufgestellt. Johnny Gaudreau ist weiterhin der Anführer der Abteilung Attacke. Er hat nach der vergangenen Saison, in der er weit hinter seinen Möglichkeiten zurückblieb, etwas gutzumachen. Das gilt auch für Elias Lindholm und Matthew Tkachuk. Das Trio blieb in der Spielzeit 2019/20 mehr oder weniger deutlich hinter den Leistungen der Saison 2018/19 zurück. In einer verkürzten regulären Saison mit nur 56 Spielen müssen die drei von Beginn an hellwach sein.
Führt Markstrom die Flames in die Playoffs?
Ein gutes Team hatten die Flames in den vergangenen Jahren regelmäßig am Start. Doch in den entscheidenden Phasen brachte die Mannschaft ihr Potenzial nicht aufs Eis, weshalb in der K.o.-Runde regelmäßig früh Schluss war. Zu früh für den Geschmack der Verantwortlichen der Organisation.
Oft lag es daran, dass der Gegner im Tor besser aufgestellt war. Deshalb drehte man bei den Flames in der Pause zuerst an dieser Stellschraube. In der vergangenen Saison versuchte das Duo David Rittich und Cam Talbot vergeblich, hier Konstanz reinzubringen.